Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Liebig-Denkmünze an Quantenchemiker Joachim Sauer verliehen

20.09.2010
GDCh zeichnet den Forscher bei der GDNÄ-Versammlung in Dresden aus

Eine der traditionsreichsten Auszeichnungen der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh), die Liebig-Denkmünze wurde am Montag in Dresden bei der Tagung der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte (GDNÄ) an den Berliner Chemiker Prof. Joachim Sauer verliehen.

Sauer wurde damit für seine bahnbrechenden wissenschaftlichen Arbeiten zum Verständnis von zwei Arten von Katalysatoren gewürdigt, die bereits große wirtschaftliche Bedeutung gewonnen haben: sogenannter Zeolithe und Übergangsmetalloxide. Prof. Sauer – im Privatleben seit 1998 Ehemann von Bundeskanzlerin Angela Merkel – lehrt Quantenchemie an der Humboldt Universität Berlin und leitet eine Forschergruppe, die sich um die Aufklärung von Struktur und Ablauf der chemischen Reaktionen an den industriell wichtigen Katalysatoren bemüht.

Die Liebig-Denkmünze der GDCh erinnert seit 1903 an den großen deutschen Chemiker Justus von Liebig und wird während der traditionellen Festsitzung der GDCh bei den Tagungen der GDNÄ verliehen. Unter ihren Trägern sind zahlreiche Nobelpreisträger, etwa Prof. Gerhard Ertl (Nobelpreis 2007), Feodor Lynen (Nobelpreis 1964) und Max Planck (Nobelpreis 1918). Die 1822 gegründete GDNÄ ist eine der ältesten wissenschaftlichen Gesellschaften der Welt. Aus ihr gingen zahlreiche Fachorganisationen hervor, darunter 1867 auch die Gesellschaft Deutscher Chemiker.

Der neue Träger der Liebig-Denkmünze, Prof. Sauer, wurde 1949 in Hosena bei Hoyerswerda/Sachsen geboren, studierte und arbeitete als Wissenschaftler in Berlin, sowie in Polen, Tschechien und nach der Wiedervereinigung auch in den USA. Er ist Initiator und Sprecher des DFG-Sonderforschungsbereichs „Übergangsmetalloxide“. Als Professor für physikalische und theoretische Chemie gilt sein wissenschaftliches Interesse vor allem der Berechnung von anorganischen Clustern und theoretischen Untersuchungen zu Struktur, Energetik und Dynamik heterogener Katalyseprozesse an Zeolithsystemen.

Reiner Korbmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.gdnae.de
http://www.gdnae.de/media/pdf/GDNAE_GesamtProgramm_2010.pdf

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Über 1,6 Millionen Euro für Forschung im Bereich Innovative Materialien und Werkstofftechnologie
17.05.2017 | Hochschule Osnabrück

nachricht MHH-Forscher beleben Narbengewebe in der Leber wieder
16.05.2017 | Medizinische Hochschule Hannover

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Im Focus: Neuer Ionisationsweg in molekularem Wasserstoff identifiziert

„Wackelndes“ Molekül schüttelt Elektron ab

Wie reagiert molekularer Wasserstoff auf Beschuss mit intensiven ultrakurzen Laserpulsen? Forscher am Heidelberger MPI für Kernphysik haben neben bekannten...

Im Focus: Wafer-thin Magnetic Materials Developed for Future Quantum Technologies

Two-dimensional magnetic structures are regarded as a promising material for new types of data storage, since the magnetic properties of individual molecular building blocks can be investigated and modified. For the first time, researchers have now produced a wafer-thin ferrimagnet, in which molecules with different magnetic centers arrange themselves on a gold surface to form a checkerboard pattern. Scientists at the Swiss Nanoscience Institute at the University of Basel and the Paul Scherrer Institute published their findings in the journal Nature Communications.

Ferrimagnets are composed of two centers which are magnetized at different strengths and point in opposing directions. Two-dimensional, quasi-flat ferrimagnets...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium 2017: Internet of Production für agile Unternehmen

23.05.2017 | Veranstaltungen

14. Dortmunder MST-Konferenz zeigt individualisierte Gesundheitslösungen mit Mikro- und Nanotechnik

22.05.2017 | Veranstaltungen

Branchentreff für IT-Entscheider - Rittal Praxistage IT in Stuttgart und München

22.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

WHZ erhält hochmodernen Prüfkomplex für Schraubenverbindungen

23.05.2017 | Maschinenbau

«Schwangere» Stubenfliegenmännchen zeigen Evolution der Geschlechtsbestimmung

23.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Tumult im trägen Elektronen-Dasein

23.05.2017 | Physik Astronomie