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Wie Lichtwellen miteinander interagieren

05.10.2010
Amerikanische Optik-Fachgesellschaft prämiert Nachwuchsphysiker der Universität Jena

Robert Keil von der Friedrich-Schiller-Universität Jena ist von der „Optical Society of America“ (OSA) ausgezeichnet worden. Der Doktorand vom Institut für Angewandte Physik erhält einen der zehn „Incubic / Milton Chang Travel Awards 2010“. Mit diesem Preis unterstützt die OSA jedes Jahr junge Wissenschaftler, um es ihnen zu ermöglichen, ihre Arbeit der internationalen Fachwelt auf der Konferenz „Frontiers in Optics“ vorzustellen.

Die Jury hat Robert Keil für seinen eingereichten Abstrakt über Photonenkorrelationen in Wellenleiterarrays ausgewählt. Mit dem Preisgeld von 500 US-Dollar wird Robert Keil nun zur diesjährigen Konferenz „Frontiers in Optics“ reisen, die vom 24. bis 28. Oktober in Rochester (USA) stattfindet. „Die Auszeichnung ist eine tolle Motivation für meine Arbeit“, freut sich der Preisträger, der sich von der Konferenz viele neue Ideen und Anregungen erhofft. Robert Keil wird seit 2009 auch durch ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Jenoptik AG gestiftetes Stipendium der Jenaer „Abbe School of Photonics“ unterstützt.

In seinem Vortrag wird Robert Keil optische Phänomene vorstellen, die in Wellenleiterarrays vorkommen. „Wellenleiterarrays sind periodische Anordnungen von miteinander gekoppelten optischen Wellenleitern“, erläutert der Physik-Doktorand. Durch die Kopplung der Wellenleiter bewegen sich Photonen – die „Teilchen“ des Lichts – nicht unabhängig voneinander, sondern interagieren miteinander. „Dabei treten Phänomene auf, die es bei klassischem Licht nicht gibt“, weiß Robert Keil und nennt als Beispiel das sogenannte „Photonen Bunching“.

„Insbesondere zweidimensionale Arrays, wie wir sie hier am Institut herstellen, bieten viele interessante Ausgangszustände, um die Wechselwirkung von Photonenpaaren zu studieren“, erläutert Keils Doktorvater, Prof. Dr. Stefan Nolte. Die Jenaer Physiker werden auf der Konferenz auch ein Verfahren vorstellen, mit dem sich solche Interferenzen auch mit klassischer Optik simulieren lassen.

Die OSA hat sich 1916 gegründet, um das Wissen auf dem Gebiet der Optik und Photonik weltweit zu bündeln. Der Fachgesellschaft gehören derzeit über 14.000 Mitglieder in über 80 Ländern an. Gestiftet wird der Preis von Milton Chang, Geschäftsführer der Incubic Risikokapitalgesellschaft, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, innovative Ideen im Bereich der Optik und Photonik zu fördern.

Kontakt:
Robert Keil, Prof. Dr. Stefan Nolte
Institut für Angewandte Physik der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Albert-Einstein-Str. 15, 07745 Jena
Tel.: 03641 / 947820
E-mail: robert.keil[at]uni-jena.de, nolte[at]iap.uni-jena.de

Dr. Ute Schönfelder | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-jena.de

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