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Leibniz Universität Hannover verleiht erstmals Preis für exzellente Lehre

12.01.2009
Präsident der Hochschule blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück

Von Jahr zu Jahr sind es mehr Gäste, die der Einladung zum Neujahrempfang an der Leibniz Universität folgen: Rund 1.300 Besucherinnen und Besucher aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft konnte Hochschulpräsident Prof. Erich Barke am Freitagabend im Lichthof des Welfenschlosses begrüßen.

Als Auftakt des Abends präsentierte die Hochschule erstmals ihren neuen Imagefilm, den die Firma TVN mit Unterstützung der Verlagsgesellschaft Madsack gedreht hat: http://www.uni-hannover.de/de/universitaet/veroeffentlichungen/imagefilm/

In seiner anschließenden Ansprache wies Prof. Barke darauf hin, dass auch die Zahl der Neuimmatrikulierten nun schon zum zweiten Mal in Folge wieder gestiegen ist und zwar von 3.800 im Wintersemester 2007/08 auf 4.000 im Wintersemester 2008/09. Neben der Hochschule in Oldenburg sei die Leibniz Universität die einzige Hochschule in Niedersachsen, an der es in diesem Jahr eine Steigerung der Neuimmatrikulationen gegeben habe. Die meisten Anfängerinnen und Anfänger verzeichneten die Studiengänge Wirtschaftswissenschaften, Rechtswissenschaften und Maschinenbau. Der Maschinenbau habe dabei die höchsten Anfängerzahlen: Gegenüber dem Vorjahr sei die Zahl noch einmal um zwölf Prozent gesteigert worden. "Zahlen wie heute wurden dort zuletzt zu Beginn der 90er Jahre erreicht", erklärte Prof. Barke.

Bei der Finanzierung der Hochschule spielt neben dem Landeszuschuss von rund 210 Millionen Euro die Beteiligung der Wirtschaft eine immer wichtigere Rolle. Nach Angaben von Prof. Barke verläuft die Drittmitteleinwerbung weiterhin erfreulich. "Die vorläufige Summe für 2008 liegt derzeit bei 69 Millionen Euro. Damit wurde das sehr gute Niveau des Vorjahres schon jetzt übertroffen, was in erster Linie auf unsere Erfolge bei der Exzellenzinitiative zurückzuführen ist", berichtete der Präsident. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes läge die Leibniz Universität mit ihren Drittmitteleinnahmen unter den Universitäten in Deutschland an 11. Stelle, wenn man die Medizin unberücksichtig ließe. Das sei ein ganz ausgezeichneter Platz.

"Eine gute Universität interagiert in vielfältiger Weise mit ihrem unmittelbaren Umfeld", sagte Barke weiter. Besonders am Herzen läge der Hochschule die Kooperation mit der Wirtschaft. Er freue sich deshalb, in stark zunehmender Zahl Gäste von Unternehmen aus Stadt, Region und auch aus größerer Entfernung begrüßen zu dürfen. Im Jahr 2008 habe die Universität die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft weiter intensiviert. So gab es im Lauf des Jahres Rahmenvereinbarungen über gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsprojekte mit VW Nutzfahrzeuge, mit MTU Aero Engines und mit Continental. "Wir haben die erforderlichen Strukturen geschaffen, Kooperationsprojekte in Zukunft gemeinsam zu initiieren und zu steuern. Darüber hinaus haben wir eine Vielzahl von kooperativen Forschungsvorhaben auf den Weg gebracht", erläuterte der Präsident.

Auch im Bereich des Finanzwesens baute die Hochschule ihre Kooperationen weiter aus. So wies Barke noch einmal auf die Gründung des Vereins Hannover Center of Finance e.V. hin, der das Ziel hat, Hannover auf dem Gebiet des Finanzwesens zu einem ebenso bedeutenden Standort zu entwickeln wie Frankfurt/M. und München. Gründungsmitglieder sind Direktoren von fünf Instituten der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät. Zu weiteren Mitgliedern zählen als Vertreter der Niedersächsischen Finanzwirtschaft Mitglieder der Nord /LB, der Commerzbank, von Deloitte & Touche, der Deutschen Bank, von Eurogroup Consulting und des Finanzdienstleisters MLP.

In seiner Rede ging der Präsident aber auch auf die Kooperation mit anderen Hochschulen ein. So habe die Gründung eines Niedersächsischen Zentrums für Biomedizin in Hannover weiter Gestalt angenommen. Die Senate der Medizinischen Hochschule (MHH), der Tierärztlichen Hochschule (TiHo) und der Leibniz Universität hätten der Errichtung des Zentrums nach Artikel 36a des Niedersächsischen Hochschulgesetzes bereits zugestimmt. In Kürze solle ein Leiter berufen werden. Die Kooperation soll weiter ausgebaut werden, denn sie verfüge über großes Potenzial. Mit Hilfe der Stadt und der VolkswagenStiftung sei eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen worden, die einen Antrag der beteiligten Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen für die dritte Säule einer neuen Runde der Exzellenzinitiative vorbereiten solle. Damit wollten die Universitäten gemeinsam in den Kreis der sogenannten Eliteuniversitäten aufgenommen werden.

Die Zusammenarbeit mit anderen Hochschulen beschränkt sich jedoch nicht auf die Stadt Hannover und das Land Niedersachsen: Gemeinsam mit der Universität Erlangen-Nürnberg und der TU Dortmund hat die Fakultät für Maschinenbau unter Leitung des Dekans Prof. Friedrich-Wilhelm Bach einen neuen Sonderforschungsbereich, den Transregio 73 "Blechmassivumformung" eingeworben. Darüber hinaus hat die Fakultät auch die Verlängerung des bestehenden Sonderforschungsbereichs 489 "Prozesskette zur Herstellung präzisionsgeschmiedeter Hochleistungsbauteile" erreicht.

Einen weiteren Schwerpunkt will die Leibniz Universität künftig im Bereich der Lehre setzen. "Für die zweite Hälfte meiner Amtsperiode haben wir uns im Präsidium vorgenommen, unser Augenmerk besonders auf die Lehre zu richten", sagte Prof. Barke. Mit dem neu geschaffenen Programm "Leibniz-KIQS - Konzepte und Ideen für Qualität im Studium" solle die Qualität von Lehre und Studium kontinuierlich weiter verbessert werden. Eine besondere Komponente des Programms sei die Vergabe eines Preises für exzellente Lehre, der in diesem Jahr zum ersten Mal verliehen werde.

Als Auswahlgremien hätten die Studienkommissionen, in denen die Studierenden mindestens die Hälfte der Mitglieder stellen, und die vom Senat gewählte Lehrkommission unter dem Vorsitz der Vizepräsidentin für Lehre, Studium und Weiterbildung fungiert. Die Lehrkommission habe schließlich vor der schwierigen Aufgabe gestanden, aus 20 Vorschlägen den besten auszuwählen. Kriterien für die Jury seien unter anderem die umfassende Ansprechbarkeit für Studierende sowie innovative Elemente in der Lehre gewesen. Preisträgerin sei Dipl.-Ing. Cornelia Stübig aus der Fakultät für Elektrotechnik und Informatik, die die Vorgaben in herausragender Weise erfülle. Sie habe eine als besonders schwierig und anspruchsvoll geltende Pflichtveranstaltung des Grundlagenstudiums - unter Einbeziehung des fachdidaktischen Sachverstands von Studierenden des Lehramts an berufsbildenden Schulen Fachrichtung Elektrotechnik - grundlegend überarbeitet und die Übungen aufgrund der Ergebnisse neu gestaltet.

Dr. Stefanie Beier | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-hannover.de

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