Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Leibniz-Preis 2016: DFG zeichnet HZI-Forscherin Emmanuelle Charpentier aus

14.12.2015

Auszeichnung für die Pionierarbeiten am CRISPR-Cas9-Systems

Prof. Emmanuelle Charpentier, Abteilungsleiterin am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig und Professorin an der Medizinischen Hochschule Hannover, wurde gestern mit dem Leibniz-Preis 2016 ausgezeichnet.


HZI-Forscherin Emmanuelle Charpentier, Leiterin der Abteilung "Regulation in der Infektionsbiologie" und Professorin an der MHH erhielt den Leibniz-Preis 2016.

@Emmanuelle Charpentier

Sie erhält den Preis für ihre bahnbrechenden Arbeiten am CRISPR-Cas9-System. Der Hauptausschuss der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) erkannte gestern in Bonn drei Wissenschaftlerinnen und sieben Wissenschaftlern den Leibniz-Preis 2016 zu. Alle zehn Ausgezeichneten erhalten ein Preisgeld von jeweils 2,5 Millionen Euro für kommende Forschungsarbeiten. Verliehen werden die Leibniz-Preise 2016 am 1. März in Berlin.

„Der Nominierungsausschuss konnte in diesem Jahr für die bis zu zehn zu vergebenden Preise aus einer ganzen Reihe von vorgeschlagenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern auswählen“, sagte DFG-Präsident Professor Dr. Peter Strohschneider im Hauptausschuss. „Von den herausragenden Kandidatinnen und Kandidaten, die besonders intensiv diskutiert wurden, hat der Ausschuss jene zehn ausgewählt, von denen er sich durch die zusätzliche Förderung in besonderer Weise eine weitere Steigerung ihrer wissenschaftlichen Leistungen verspricht.“

„Wir gratulieren Emmanuelle Charpentier ganz herzlich zur Auszeichnung mit dem wichtigsten deutschen Forschungsförderpreis als Würdigung ihrer bahnbrechenden wissenschaftlichen Arbeiten am CRISPR-Cas-Systems“, sagt Prof. Dirk Heinz, Wissenschaftlicher Geschäftsführer des HZI. „Das CRISPR-Cas9-System hat das Potential, neue Wege in der Medizin zu gehen und neuartige therapeutische Ansätze für Menschen mit schwerwiegenden Krankheiten zu entwickeln. Wir sind sehr stolz darauf, eine so exzellente Forscherin wie Emmanuelle Charpentier nach Deutschland ans HZI geholt zu haben und freuen uns auf die zukünftige Zusammenarbeit mit ihr am Max-Plank-Institut Berlin.“

Emmanuelle Charpentier hat mit ihrer Forschung zum CRISPR-Cas9-System in Bakterien ein präzises und einfach zu verwendendes Gen-Editier-Werkzeug entwickelt. Mit diesem können effizient und gezielt Änderungen im Genom vorgenommen werden, beispielsweise um Gendefekte zu beheben. Die Entwicklung ist ein großer Fortschritt im Vergleich zu bisherigen Genom-Editierungs-Verfahren und eröffnet auch ein großes Potential für die medizinische Forschung. Für ihre Forschungen rund um CRISPR-Cas9 wurde Charpentier bereits mit einer ganzen Reihe renommierter internationaler Preise ausgezeichnet.

Charpentier studierte Mikrobiologie, Genetik und Biochemie in Paris und wurde am Pasteur-Institut promoviert. Nach Stationen in den USA, Österreich und Schweden kam sie 2013 im Rahmen einer Humboldt-Professur nach Deutschland und forschte hier zunächst am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig und an der Medizinischen Hochschule Hannover. Seit dem 1. Oktober 2015 ist sie Direktorin am Berliner Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie. Sie forscht noch bis Ende 2015 am HZI und wird dem Zentrum durch Kooperationen verbunden bleiben.

Weitere Informationen in der Pressemitteilung der DFG:

www.dfg.de/service/presse/pressemitteilungen/2015/pressemitteilung_nr_58/index.html

Über das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung:
Am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) untersuchen Wissenschaftler die Mechanismen von Infektionen und ihrer Abwehr. Was Bakterien oder Viren zu Krankheitserregern macht: Das zu verstehen soll den Schlüssel zur Entwicklung neuer Medikamente und Impfstoffe liefern. An seinem Standort in Braunschweig-Stöckheim blickt das Zentrum auf eine jahrzehntelange Historie zurück. Bereits 1965 begannen hier die ersten Arbeiten; 2015 feiert das HZI 50-jähriges Jubiläum. www.helmholtz-hzi.de

Der Leibniz-Preis
Der Leibniz-Preis wird seit 1986 jährlich von der DFG im Rahmen des Gottfried Wilhelm Leibniz-Programms verliehen, das der Bund und die Länder im Jahr 1985 eingerichtet hatten. Alle Ausgezeichneten erhalten ein Preisgeld von jeweils bis zu 2,5 Millionen Euro für kommende Forschungsarbeiten. Ziel des Preises ist es, die Arbeitsbedingungen herausragender Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu verbessern und ihre Forschungsmöglichkeiten zu erweitern, sie von administrativem Arbeitsaufwand zu entlasten und ihnen die Beschäftigung besonders qualifizierter Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler zu ermöglichen. www.dfg.de/leibniz-preis/

Sie finden diese Pressemitteilung und ein Pressefoto auf unserer Internetseite unter http://www.helmholtz-hzi.de/de/aktuelles/news/ansicht/article/complete/leibniz_p...

Weitere Informationen:

http://www.helmholtz-hzi.de/de/aktuelles/news/ansicht/article/complete/leibniz_p... - Pressemitteilung
http://www.helmholtz-hzi.de - Internetseite HZI

Susanne Thiele | Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Red Dot Design Award für die dormakaba 360°City App
09.12.2016 | Kaba GmbH

nachricht Zweimal Gold beim Architects’ Darling Award 2016 für dormakaba
28.11.2016 | Kaba GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Interfacial Superconductivity: Magnetic and superconducting order revealed simultaneously

Researchers from the University of Hamburg in Germany, in collaboration with colleagues from the University of Aarhus in Denmark, have synthesized a new superconducting material by growing a few layers of an antiferromagnetic transition-metal chalcogenide on a bismuth-based topological insulator, both being non-superconducting materials.

While superconductivity and magnetism are generally believed to be mutually exclusive, surprisingly, in this new material, superconducting correlations...

Im Focus: Erforschung von Elementarteilchen in Materialien

Laseranregung von Semimetallen ermöglicht die Erzeugung neuartiger Quasiteilchen in Festkörpersystemen sowie ultraschnelle Schaltung zwischen verschiedenen Zuständen.

Die Untersuchung der Eigenschaften fundamentaler Teilchen in Festkörpersystemen ist ein vielversprechender Ansatz für die Quantenfeldtheorie. Quasiteilchen...

Im Focus: Studying fundamental particles in materials

Laser-driving of semimetals allows creating novel quasiparticle states within condensed matter systems and switching between different states on ultrafast time scales

Studying properties of fundamental particles in condensed matter systems is a promising approach to quantum field theory. Quasiparticles offer the opportunity...

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungen

Über intelligente IT-Systeme und große Datenberge

17.01.2017 | Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Intelligente Haustechnik hört auf „LISTEN“

17.01.2017 | Architektur Bauwesen

Satellitengestützte Lasermesstechnik gegen den Klimawandel

17.01.2017 | Maschinenbau