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Leibniz-Preis 2011: Forscherinnen aus Paderborn und Dortmund erhalten „deutschen Nobelpreis“

02.12.2010
Wissenschaftsministerin Svenja Schulze gratuliert Spitzenforscherinnen

Wissenschaftsministerin Svenja Schulze hat den beiden Wissen¬schaftlerinnen aus Nordrhein-Westfalen zum Leibniz-Preis 2011 gratuliert. Frau Prof. Dr. Gabriele Sadowski (Technische Universität Dortmund - Thermodynamik) und Frau Prof. Dr. Christine Silberhorn (Universität Paderborn - Quantenoptik) erhalten 2011 den oft als „deutschen Nobelpreis“ bezeichneten Leibniz-Preis. Dies hatte die Deutsche Forschungsgemeinschaft am heutigen Donnerstag bekannt gegeben. Bundesweit werden zehn Forscherinnen und Forscher ausgezeichnet.

Nordrhein-Westfalen ist das einzige Bundesland, in dem gleich zwei Forscherinnen ausgezeichnet werden. „Ich freue mich mit den beiden Wissenschaftlerinnen. Die Ehrung mit dem Leibniz-Preis ist für jede Forscherin und für jeden Forscher etwas Besonderes und macht uns in Nordrhein-Westfalen auch ein bisschen stolz, weil es das hohe Niveau der Forscherinnen in Nordrhein-Westfalen zeigt“, sagte Wissenschaftsministerin Svenja Schulze. Der Leibniz-Preis ist der höchstdotierte Förderpreis für herausragende Forscherinnen und Forscher in Deutschland. Die beiden nordrhein-westfälischen Preisträgerinnen erhalten jeweils 2,5 Millionen Euro zur Unterstützung ihrer weiteren wissenschaftlichen Arbeiten. Die Preisverleihung findet am 16. März 2011 in Berlin statt.

Die beiden Preisträgerinnen aus Nordrhein-Westfalen:

Prof. Dr. Gabriele Sadowski (46) forscht an der Technischen Universität Dortmund auf dem Gebiet der Thermodynamik. In der Begründung der Preisverleihung hebt die DFG ihre exzellenten Forschungsarbeiten an der Schnittstelle zwischen Ingenieur- und Naturwissenschaften hervor. Dabei seien insbesondere ihre Arbeiten auf dem Gebiet der Polymerthermodynamik und der statistisch-thermodynamisch begründeten Zustandsgleichungen wegweisend. Sadowski studierte Chemie an der Technischen Hochschule Leuna-Merseburg. Sie promovierte 1991 und habilitierte sich 2000. Im Folgejahr nahm sie mit 36 Jahren den Ruf auf eine C4-Professur für Thermodynamik an der Technischen Universität Dortmund an. Seit 2009 ist sie Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste.

Prof. Dr. Christine Silberhorn (36) erhielt den Preis für ihre international renommierten Arbeiten auf dem Gebiet der Quanteninformations¬verarbeitung. Mit der Nominierung würdigt die Auswahlkommission insbesondere ihre außergewöhnliche wissenschaftliche Breite. So habe sie bahnbrechende Arbeiten sowohl zu experimentellen als auch zu theoretischen Aspekten der Quanteninformationsverarbeitung verfasst. Silber¬horn studierte zunächst Physik und Mathematik und promovierte 2003 über die Quanteninformationsverarbeitung. Sie war danach zunächst Postdoktorandin in Oxford und Leiterin einer selbständigen Max-Planck-Nachwuchsgruppe. Seit April 2010 ist sie Professorin an der Universität Paderborn.

Dirk Borhart | idw
Weitere Informationen:
http://www.innovation.nrw.de

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