Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Land Hessen fördert Forschungsprojekt zum besseren Nachweis von Nüssen in Lebensmitteln

09.02.2017

Rund 330.000 Euro investiert das Land Hessen im Rahmen des Forschungsförderungsprogramms LOEWE in ein Verbundprojekt der Hochschule Fresenius, der Hochschule Geisenheim University und der Darmstädter R-Biopharm AG. Ziel des Projekts ist es, künftig besser Nüsse in Lebensmitteln nachweisen zu können. Davon profitieren insbesondere Menschen, die auf Nüsse allergisch reagieren. Das Gesamtvolumen des Forschungsprojektes beläuft sich auf 673.000 Euro. Im Rahmen eines Festakts in Darmstadt übergab der hessische Wissenschaftsminister Boris Rhein den Projektpartnern den Förderbescheid persönlich.

„Das Projekt ist ein sehr gutes Beispiel dafür, dass das, was wir 2008 mit LOEWE begonnen haben, richtig ist: Wir bringen verschiedene Partner mit unterschiedlicher Expertise zusammen, die dann eine hochinteressante Arbeitsgemeinschaft bilden“, sagte Minister Rhein am Mittwoch in Darmstadt.

„Hervorzuheben ist, dass es sich um anwendungs- und transferorientierte Wissenschaft handelt.“ Er werde oft danach gefragt, was eigentlich Wirtschaft und Bürger von Forschungsprojekten hätten. „Gerade das kann man hier besonders gut zeigen: Diese Forschung ist ein Segen für Allergiker.“

Nach Angaben von R-Biopharm leiden zwischen zwei und zehn Prozent der Weltpopulation unter einer Nussallergie, vor allem Kinder sind betroffen. Es gibt zwar heute schon Verfahren, Nüsse in Lebensmitteln nachzuweisen.

Dieser Nachweis gelingt aber nicht, wenn die Nüsse mit hohen Temperaturen geröstet werden. Insbesondere Mandeln und Haselnüsse erzeugen heftige Reaktionen. Deshalb stehen diese beiden Produkte im Mittelpunkt der Forschung.

In dem Projekt bündeln die Partner ihre wissenschaftliche und industrielle Kompetenz: Die Hochschule Geisenheim University bringt ihre Expertise in der Rohwarenanalytik und bei Röstungsverfahren ein, die Hochschule Fresenius ist für die Analytik und den Nachweis der allergieerzeugenden Proteine über massenspektrometrische Verfahren verantwortlich und die R-Biopharm AG entwickelt auf der Basis dieser Resultate verbesserte Antikörper zum Nachweis der Nüsse in Lebensmitteln.

„Es handelt sich um eine außergewöhnliche Partnerschaft zwischen einer privaten und einer staatlichen Hochschule sowie einem mittelständischen Unternehmen, die sich klar auf den konkreten Nutzen für die Gesellschaft fokussiert“, betont Prof. Dr. Thomas Knepper, Vizepräsident für den Fachbereich Chemie & Biologie an der Hochschule Fresenius.

Das Projekt intensiviert die guten Beziehungen zwischen der Hochschule Fresenius und der Hochschule Geisenheim University, die bereits einen gemeinsamen Bachelor-Studiengang in Lebensmittelsicherheit anbieten. Zudem wird der wissenschaftliche und technologische Austausch zwischen den Hochschulen und der Industrie gefördert.

LOEWE steht für Landes-Offensive zur Entwicklung wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz. Für die Förderung herausragender wissenschaftlicher Verbundvorhaben hat die hessische Landesregierung von 2008 bis 2016 rund 671 Millionen Euro bereitgestellt.

Über die Hochschule Fresenius

Die Hochschule Fresenius mit ihren Standorten in Frankfurt am Main, Hamburg, Idstein, Köln, München und den Studienzentren in Berlin, Düsseldorf und New York ist mit knapp 12.000 Studierenden die größte private Präsenzhochschule in Deutschland. Sie blickt auf eine mehr als 168- jährige Tradition zurück. 1848 gründete Carl Remigius Fresenius in Wiesbaden das „Chemische Laboratorium Fresenius“, das sich von Beginn an sowohl der Laborpraxis als auch der Ausbildung widmete. Seit 1971 ist die Hochschule staatlich anerkannt. Sie verfügt über ein sehr breites, vielfältiges Fächerangebot und bietet in den Fachbereichen Chemie & Biologie, Design, Gesundheit & Soziales, onlineplus sowie Wirtschaft & Medien Bachelor- und Masterprogramme in Vollzeit sowie berufsbegleitende und ausbildungsbegleitende (duale) Studiengänge an. Die Hochschule Fresenius ist vom Wissenschaftsrat institutionell akkreditiert. Bei der Erstakkreditierung 2010 wurde insbesondere ihr „breites und innovatives Angebot an Bachelor- und Master-Studiengängen“, „ihre Internationalität“ sowie ihr „überzeugend gestalteter Praxisbezug“ vom Wissenschaftsrat gewürdigt.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Website: http://www.hs-fresenius.de

Alexander Pradka | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht 31,5 Millionen Euro für Forschungsinstitute der Innovationsallianz Baden-Württemberg (InnBW)
20.04.2018 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

nachricht Der Herr der Magnetfelder: EU verleiht HZDR-Forscher begehrte Forschungsförderung in Millionenhöhe
12.04.2018 | Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Software mit Grips

Ein computergestütztes Netzwerk zeigt, wie die Ionenkanäle in der Membran von Nervenzellen so verschiedenartige Fähigkeiten wie Kurzzeitgedächtnis und Hirnwellen steuern können

Nervenzellen, die auch dann aktiv sind, wenn der auslösende Reiz verstummt ist, sind die Grundlage für ein Kurzzeitgedächtnis. Durch rhythmisch aktive...

Im Focus: Der komplette Zellatlas und Stammbaum eines unsterblichen Plattwurms

Von einer einzigen Stammzelle zur Vielzahl hochdifferenzierter Körperzellen: Den vollständigen Stammbaum eines ausgewachsenen Organismus haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Berlin und München in „Science“ publiziert. Entscheidend war der kombinierte Einsatz von RNA- und computerbasierten Technologien.

Wie werden aus einheitlichen Stammzellen komplexe Körperzellen mit sehr unterschiedlichen Funktionen? Die Differenzierung von Stammzellen in verschiedenste...

Im Focus: Spider silk key to new bone-fixing composite

University of Connecticut researchers have created a biodegradable composite made of silk fibers that can be used to repair broken load-bearing bones without the complications sometimes presented by other materials.

Repairing major load-bearing bones such as those in the leg can be a long and uncomfortable process.

Im Focus: Verbesserte Stabilität von Kunststoff-Leuchtdioden

Polymer-Leuchtdioden (PLEDs) sind attraktiv für den Einsatz in großflächigen Displays und Lichtpanelen, aber ihre begrenzte Stabilität verhindert die Kommerzialisierung. Wissenschaftler aus dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPIP) in Mainz haben jetzt die Ursachen der Instabilität aufgedeckt.

Bildschirme und Smartphones, die gerollt und hochgeklappt werden können, sind Anwendungen, die in Zukunft durch die Entwicklung von polymerbasierten...

Im Focus: Writing and deleting magnets with lasers

Study published in the journal ACS Applied Materials & Interfaces is the outcome of an international effort that included teams from Dresden and Berlin in Germany, and the US.

Scientists at the Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) together with colleagues from the Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) and the University of Virginia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Internationale Konferenz zur Digitalisierung

19.04.2018 | Veranstaltungen

124. Internistenkongress in Mannheim: Internisten rücken Altersmedizin in den Fokus

19.04.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Juni 2018

17.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Grösster Elektrolaster der Welt nimmt Arbeit auf

20.04.2018 | Interdisziplinäre Forschung

Bilder magnetischer Strukturen auf der Nano-Skala

20.04.2018 | Physik Astronomie

Kieler Forschende entschlüsseln neuen Baustein in der Entwicklung des globalen Klimas

20.04.2018 | Geowissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics