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Land Brandenburg fördert BTU-Forschungsprojekt „Virtuelles Triebwerk“ mit 2,9 Mio. Euro

14.12.2010
Vier Lehrstühle der BTU Cottbus arbeiten gemeinsam mit Rolls- Royce Deutschland an modernster Triebwerkstechnik

Die weltweit ständig steigende Zahl an Flügen führt zu immer schärferen Auflagen für die Triebwerkshersteller. Denn nicht nur Lärm sondern auch Emissionen sollen nach und nach gesenkt werden. Um dies zu erreichen und um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen effizientere Triebwerke entwickelt werden.

Die Landesregierung Brandenburg hat jetzt die Förderung für das Forschungsprojekt „Virtuelles Triebwerk“ mit 2,9 Mio. € bewilligt, das gemeinsam von der BTU Cottbus und Rolls-Royce Deutschland betreut wird. An dem auf vier Jahre angelegten Forschungsprojekt arbeiten elf Mitarbeiter von vier verschiedenen Lehrstühlen mit.

Der Lehrstuhl Technische Mechanik und Fahrzeugdynamik (Prof. Dr.-Ing. Dieter Bestle) und der Lehrstuhl Strukturmechanik und Fahrzeugschwingungen (Prof. Dr.-Ing. Arnold Kühhorn) arbeiten an der Weiterentwicklung und Optimierung bestehender Auslegungsprozesse für Triebwerkskomponenten. Die jetzige Forschung basiert auf erfolgreichen Entwurfsprozessen aus vorherigen Projekten und wird nun auf das Gesamttriebwerk erweitert. Der Lehrstuhl Industrielle Informationstechnik (Prof. Dr.-Ing. Uwe Meinberg) befasst sich mit dem Ausbau von Datenstrukturen und der Verbesserung des Datenmanagements. Der Lehrstuhl Medientechnik (Prof. Dr.-Ing. Christian Hentschel) entwickelt Methoden zur Visualisierung der Ergebnisse in einer Virtual Reality Umgebung. Durch die vernetzte Zusammenarbeit der beteiligten Lehrstühle besteht die Chance, entscheidende Impulse für die Triebwerksforschung zu liefern.

Das Ministerium für Wirtschaft und Entwicklung fördert das Forschungsprojekt mit 90% der Gesamtkosten, wovon 83% aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung finanziert werden. Rolls-Royce Deutschland beteiligt sich mit 10% an der Förderung.

Hintergrund

Durch die Verpflichtung von Rolls-Royce Deutschland - unabhängig vom Erfolg des Förderantrags – das Forschungsvorhaben mit 10% zu tragen, konnte die Zeit bis zur jetzt erfolgten Bewilligung überbrückt werden. So konnten Fachkräfte an der BTU gehalten beziehungsweise eingestellt werden und das Projekt wurde weiter vorangetrieben. Grundlage dafür war, dass die BTU Cottbus seit April 2005 ein UTC (University Technology Center) von Rolls-Royce ist, für das die Firma sich auch in schwierigen Zeiten in der Verantwortung sieht.

Die seit sieben Jahren bestehende enge Zusammenarbeit der BTU Cottbus mit Rolls-Royce Deutschland als renommiertem Industriepartner in Brandenburg wird mit diesem jüngsten Gemeinschaftsprojekt noch weiter ausgebaut. Der Studiengang Triebwerkstechnik wird durch ein erhöhtes Angebot an Bachelor und Masterarbeiten gestärkt.

Katrin Juntke | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-cottbus.de

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