Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kyoto-Preis 2011: Direktor des Münchener Max-Planck-Instituts für Astrophysik erhält Auszeichnung für sein Lebenswerk

24.06.2011
Der Kyoto-Preis, neben dem Nobelpreis eine der weltweit höchsten Auszeichnungen für das Lebenswerk herausragender Persönlichkeiten in Kultur und Wissenschaft, geht in diesem Jahr an den Astrophysiker Rashid Sunyaev, den Materialwissenschaftler Dr. John Werner Cahn sowie an den Kabuki-Schauspieler Tamasaburo Bando V.

Die mit jeweils 50 Millionen Yen (rund 430.000 Euro*) dotierte Ehrung wird alljährlich durch die Inamori-Stiftung vergeben, die 1984 von Dr. Kazuo Inamori, dem Gründer des japanischen Technologiekonzerns Kyocera, ins Leben gerufen wurde.

Mit dem Kyoto-Preis würdigt die Inamori-Stiftung das Lebenswerk von Persönlichkeiten, die sich mit herausragenden Leistungen in ihrem Bereich verdient gemacht haben. Die feierliche Verleihung findet am 10. November in Kyoto statt. Das Komitee begründet die Auswahl der Preisträger wie folgt:

Rashid Sunyaev (* 1. März 1943, Usbekistan)

Der deutsch-russische Astrophysiker und Direktor des Max-Planck-Institutes für Astrophysik in München, Rashid Sunyaev, erhält den Kyoto Preis in der Kategorie Grundlagenforschung. Seine theoretischen Studien haben weitreichenden Einfluss auf die moderne beobachtende Kosmologie ausgeübt, und helfen heute dabei die Ausdehnung des Universums zu erforschen. In seinen Studien beschreibt er den Einfluss akustischer Schwingungen im frühen Universum auf Temperaturschwankungen der kosmischen Mikrowellen-Hintergrundstrahlung und deren Zerstreuung durch heiße Elektronen in Galaxienhaufen. Darüber hinaus hat Rashid Sunyaev durch seine theoretischen Forschungen zur Akkretion von Materie zu schwarzen Löchern und Neutronensternen und den damit verbundenen Energiefreisetzungsmechanismen bedeutende Beiträge zur Hochenergieastronomie geleistet. In diesem Bereich hat er bei internationalen Beobachtungsprojekten entscheidend mitgewirkt.

Dr. John Werner Cahn (* 9. Januar 1928, Deutschland)

In der Kategorie Hochtechnologie zeichnet die Inamori-Stiftung den Materialwissenschaftler und Physikalischen Chemiker Dr. John Werner Cahn aus. Die Auszeichnung erhält der in Köln geborene US-Amerikaner insbesondere für seinen herausragenden Forschungsbeitrag auf dem Gebiet der Legierungstechnik durch die Entwicklung einer Theorie zur spinodalen Entmischung. Durch diese Forschungsergebnisse wurde es möglich, die optimalen Mikrostrukturen von metallischen Legierungen im Voraus zu berechnen und ihre Funktionalität zu maximieren. Diese Theorie führte zu einem wichtigen Fortschritt in der Materialwissenschaft und Werkstoffindustrie.

Tamasaburo Bando V (* 25. April 1950, Japan)

Dem Japaner Tamasaburo Bando V wird die Auszeichnung für sein Lebenswerk als Kabuki-Spieler in der Kategorie Kunst und Philosophie verliehen. Kabuki bezeichnet eine traditionelle japanische Schauspielkunst, die gleichermaßen aus Tanz, Pantomime und Gesang besteht. Tamasaburo Bando V erhält den Kyoto Preis für seine außergewöhnliche Darstellung weiblicher Rollen und der beeindruckenden Verbindung verschiedenster Kabuki-Genre in seinen Darbietungen. Darüber hinaus ist er international in verschiedenen Sparten der darstellenden Künste aktiv und hat mit seiner Kunst schon unzählige Male das Publikum gefesselt.

Die offizielle Pressekonferenz zur Verkündung der Preisträger mit englischer Übersetzung steht als Video auf der Internet-Seite der Inamori-Stiftung zur Verfügung: http://www.inamori-f.or.jp

Mit dem diesjährigen Kyoto-Preis werden bereits zum 27. Mal Persönlichkeiten geehrt, die sich um die Weiterentwicklung der Wissenschaften und Künste besonders verdient gemacht haben. Unter anderem nahmen in den vergangenen Jahren bereits der französische Komponist Pierre Boulez, die deutsche Choreographin Pina Bausch, der Philosoph Jürgen Habermas, der japanische Modeschöpfer Issey Miyake, der Musiker und Dirigent Nikolaus Harnoncourt, die Künstler Maurice Béjart und Roy Lichtenstein sowie die Primatenforscherin Jane Goodall den Preis entgegen. *Umrechnung vom 24. Juni 2011

Pressekontakt:
Kyocera Fineceramics GmbH
Daniela Faust
Leiterin Unternehmenskommunikation
Hammfelddamm 6
41460 Neuss
Tel.: 02131/16 37 - 188
Fax: 02131/16 37 - 150
Mobil: 0175/7275706
daniela.faust@kyocera.de
Weber Shandwick Deutschland GmbH
Peter Manderfeld
Account Manager
Hohenzollernring 79 - 83
50672 Köln
Germany
Tel.: 0221 - 94 99 18 - 42
Fax: 0221 - 94 99 18 - 10
pmanderfeld@webershandwick.com
http://www.webershandwick.de

Daniela Faust | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.kyocera.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet
02.12.2016 | Universität zu Lübeck

nachricht Ohne erhöhtes Blutungsrisiko: Schlaganfall innovativ therapieren
02.12.2016 | Universität Duisburg-Essen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie