Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kurt Kremer erhält APS-Award für Polymerphysik 2011

13.12.2010
Professor Kurt Kremer, Direktor am Mainzer Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPI-P), wird für seine richtungsweisenden computerbasierten Simulationen von Polymeren von der American Physical Society ausgezeichnet.

Die American Physical Society (APS) verleiht Kurt Kremer den APS-Award für Polymerphysik 2011. Er erhält den Preis gemeinsam mit dem amerikanischen Physiker Gary Grest von den Sandia National Laboratories.

Die Expertenjury der APS würdigt damit die wegweisenden Arbeiten beider Wissenschaftler bei numerischen Simulationen im Bereich der Polymerforschung. Die erstmals 1962 vergebene Ehrung für besondere Leistungen im Bereich der Physik der Polymere wird Kremer im März 2011 auf dem „march meeting“ der APS überreicht. Der Preis besitzt ein hohes internationales Ansehen.

Zu den in der Vergangenheit ausgezeichneten Wissenschaftlern aus aller Welt zählt neben zwei späteren Nobelpreisträgern mit Erhard W. Fischer auch ein vormaliger Direktor des MPI-P. Der APS-Award ist mit insgesamt 10.000 Dollar dotiert und wird vom Chemiegiganten Dow Chemical gestiftet.

Neuartiges Untersuchungsinstrument etabliert

Kremer beschäftigt sich am MPI-P mit der Simulation der Eigenschaften von Polymeren und ihres Verhaltens unter verschiedenen Bedingungen. Er konnte damit ein weiteres Untersuchungsinstrument neben der experimentellen und der theoretischen Analyse in der Polymerforschung etablieren. Mit eben dieser Leistung begründeten die Jurymitglieder ihre Vergabeentscheidung zugunsten von Kremer und Grest. Bereits seit Beginn der 80er Jahre arbeiten beide Wissenschaftler kooperativ an computerbasierten Simulationen. Kremers Forschungen konzentrieren sich auf Methodenentwicklung und Modellbildung. Neben dem Schwerpunkt Polymertheorie besitzen sie Einfluss auf viele andere naturwissenschaftliche Bereiche. Bei der Entwicklung neuer Materialien bedeuten ihre prognostischen Aussagen einen erheblichen Fortschritt.

Simulationsmodelle vielseitig anwendbar

Kremer ist seit 1995 Direktor am Max-Planck-Institut für Polymerforschung und gründete dort den Arbeitskreis „Theorie der Polymere“. Unter seiner Leitung ergründen derzeit 45 Wissenschaftler, Doktoranden und Diplomanden die physikalischen und chemischen Eigenschaften weicher Materie. Die Projektgruppen des Arbeitskreises ermitteln mit unterschiedlichen theoretischen bzw.computerbasierten Ansätzen die Charakteristika und Reaktionen von Flüssigkeiten, Gelen oder Emulsionen anhand ihrer physikalischen Kenngrößen oder ihres molekularen Aufbaus.

Für seine Arbeiten erhielt Kremer unter anderem 1992, die bedeutendste nationale Auszeichnung für wissenschaftlichen Nachwuchs in der Festkörperphysik, den „Walter-Schottky-Preis“ der Deutschen Physikalischen Gesellschaft. Er ist häufig als Dozent bei international renommierten Wissenschaftsinstitutionen und Symposien zu Gast.

Weiterführende Informationen zum APS-Award finden Sie auf folgender Webseite der American Physical Society: http://www.aps.org/programs/honors/prizes/polymer.cfm

Stephan Imhof | idw
Weitere Informationen:
http://www.aps.org/programs/honors/prizes/polymer.cfm
http://www.mpip-mainz.mpg.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe
22.09.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Millionen für die Krebsforschung
20.09.2017 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die schnellste lichtgetriebene Stromquelle der Welt

Die Stromregelung ist eine der wichtigsten Komponenten moderner Elektronik, denn über schnell angesteuerte Elektronenströme werden Daten und Signale übertragen. Die Ansprüche an die Schnelligkeit der Datenübertragung wachsen dabei beständig. In eine ganz neue Dimension der schnellen Stromregelung sind nun Wissenschaftler der Lehrstühle für Laserphysik und Angewandte Physik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) vorgedrungen. Ihnen ist es gelungen, im „Wundermaterial“ Graphen Elektronenströme innerhalb von einer Femtosekunde in die gewünschte Richtung zu lenken – eine Femtosekunde entspricht dabei dem millionsten Teil einer milliardstel Sekunde.

Der Trick: die Elektronen werden von einer einzigen Schwingung eines Lichtpulses angetrieben. Damit können sie den Vorgang um mehr als das Tausendfache im...

Im Focus: The fastest light-driven current source

Controlling electronic current is essential to modern electronics, as data and signals are transferred by streams of electrons which are controlled at high speed. Demands on transmission speeds are also increasing as technology develops. Scientists from the Chair of Laser Physics and the Chair of Applied Physics at Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) have succeeded in switching on a current with a desired direction in graphene using a single laser pulse within a femtosecond ¬¬ – a femtosecond corresponds to the millionth part of a billionth of a second. This is more than a thousand times faster compared to the most efficient transistors today.

Graphene is up to the job

Im Focus: LaserTAB: Effizientere und präzisere Kontakte dank Roboter-Kollaboration

Auf der diesjährigen productronica in München stellt das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT das Laser-Based Tape-Automated Bonding, kurz LaserTAB, vor: Die Aachener Experten zeigen, wie sich dank neuer Optik und Roboter-Unterstützung Batteriezellen und Leistungselektronik effizienter und präziser als bisher lasermikroschweißen lassen.

Auf eine geschickte Kombination von Roboter-Einsatz, Laserscanner mit selbstentwickelter neuer Optik und Prozessüberwachung setzt das Fraunhofer ILT aus Aachen.

Im Focus: LaserTAB: More efficient and precise contacts thanks to human-robot collaboration

At the productronica trade fair in Munich this November, the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT will be presenting Laser-Based Tape-Automated Bonding, LaserTAB for short. The experts from Aachen will be demonstrating how new battery cells and power electronics can be micro-welded more efficiently and precisely than ever before thanks to new optics and robot support.

Fraunhofer ILT from Aachen relies on a clever combination of robotics and a laser scanner with new optics as well as process monitoring, which it has developed...

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Im Spannungsfeld von Biologie und Modellierung

26.09.2017 | Veranstaltungen

Archaeopteryx, Klimawandel und Zugvögel: Deutsche Ornithologen-Gesellschaft tagt an der Uni Halle

26.09.2017 | Veranstaltungen

Unsere Arbeitswelt von morgen – Polarisierendes Thema beim 7. Unternehmertag der HNEE

26.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Europas erste Testumgebung für selbstfahrende Züge entsteht im Burgenland

26.09.2017 | Verkehr Logistik

Nerven steuern die Bakterienbesiedlung des Körpers

26.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Mit künstlicher Intelligenz zum chemischen Fingerabdruck

26.09.2017 | Biowissenschaften Chemie