Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kühne Ideen und Mut zum Risiko

09.02.2009
Reinhart Koselleck-Projekt geht an Freiburger Professorin für Nanotechnologie

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert mit der Vergabe von Reinhart Koselleck-Projekten ausgewiesene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit "kühnen Ideen und Mut zum Risiko".

Der Hauptausschuss von Deutschlands zentraler Forschungsförderorganisation beschloss jetzt in Bonn die Vergabe von zwei Reinhart Koselleck-Projekten an die Freiburger Professorin für Nanotechnologie Margit Zacharias und den Frankfurter Atomphysiker Professor Reinhard Dörner. Beide erhalten für ihre geplanten Arbeiten jeweils einen Pauschalbetrag von 1,25 Millionen Euro, den sie in den kommenden fünf Jahren flexibel einsetzen können.

Namensgeber des neuen Fördermoduls ist der im Jahr 2006 verstorbene Reinhart Koselleck, einer der bedeutendsten deutschen Historiker des 20. Jahrhunderts. Die nach Koselleck benannten Projekte schließen eine Lücke in den Förderprogrammen der DFG und in der Forschungsförderung in Deutschland, da sie innovative und risikoreiche Forschungen ermöglichen, für die sonst kaum Fördergelder bewilligt werden.

Margit Zacharias, 52, Professorin für Nanotechnologie am Institut für Mikrosystemtechnik der Universität Freiburg, ist die erste Wissenschaftlerin, die ein Reinhart Koselleck-Projekt erhält. Mit dem Projektgeld möchte sie neue innovative Methoden zur so genannten Dotierung von Nanostrukturen und dabei insbesondere von Nanodrähten und Nanokristallen entwickeln. Sie greift damit ein zentrales Problem von hohem wissenschaftlichen Wert auf, das zugleich aber auch ein hohes Anwendungspotenzial für eine zukünftige Nanoelektronik hat.

Bisher gibt es keine durchgängige Methodik, Nanostrukturen durch gezielte Dotierung soweit in ihren elektronischen Eigenschaften zu definieren, dass sie für den Einsatz in Bauelementen geeignet sind. Die zu lösenden Probleme sowohl in der Präparation als auch in der Charakterisierung der Strukturen sind außerordentlich komplex, insbesondere die Realisierung von Dotierprofilen im Nanometerbereich mit gut definierten und ultradünnen dotierten Übergängen ist derzeit ungelöst.

Margit Zacharias studierte Physik, promovierte in den Ingenieurwissenschaften und habilitierte sich wiederum in der Physik. Mit dieser interdisziplinären Ausbildung, ihren umfangreichen und international anerkannten Vorarbeiten und mit den in ihrem Förderantrag entwickelten Ideen bringt sie beste Voraussetzungen mit, dieses schwierige und weit über einen üblichen DFG-Antrag hinausgehende Vorhaben an der Schnittstelle von Physik, Chemie und Ingenieurwissenschaften erfolgreich zu bearbeiten.

Kontakt:
Prof. Dr. Margit Zacharias
Technische Fakultät (IMTEK)
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Tel.: +49 761/203 7421
Fax: +49 761/203 7422
E-Mail: zacharias@imtek.uni-freiburg.de

Rudolf-Werner Dreier | idw
Weitere Informationen:
http://www.imtek.de/nanotechnologie
http://www.uni-freiburg.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Space Exploration Masters 2017: Topaktueller Innovationswettbewerb
22.06.2017 | AZO Anwendungszentrum GmbH Oberpfaffenhofen

nachricht Otto-Hahn-Medaille für Jaime Agudo-Canalejo
21.06.2017 | Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

Forschung zu Stressbewältigung wird diskutiert

21.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Zukunftstechnologie 3D-Druck: Raubkopien mit sicherem Lizenzmanagement verhindern

23.06.2017 | Informationstechnologie

Virologen der Saar-Uni entdecken neuen Mechanismus, der die Hautkrebs-Entstehung begünstigt

23.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Schimpansen belohnen Gefälligkeiten

23.06.2017 | Biowissenschaften Chemie