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Krankenhauskeim Clostridium difficile: Startschuss für 3,9 Millionen Euro-Projekt

01.08.2013
Der Krankenhauskeim Clostridium difficile kann lebensgefährliche Durchfallerkrankungen auslösen, die sich nur schwer behandeln lassen.

Mikrobiologen aus Braunschweig, Göttingen, Hannover und Greifswald erforschen das Bakterium gemeinsam, um ihn besser bekämpfen zu können. Am heutigen 1. August 2013 startet ihr gemeinsames Projekt „CDiff“. 3,9 Millionen Euro stellt das Land Niedersachsen aus Mitteln des „Niedersächsischen Vorab“ der VolkswagenStiftung für die nächsten drei Jahre hierfür zur Verfügung.


Clostridium difficile, angereichert aus einer Stuhlprobe durch Filtration.
Quelle: Wikimedia Commons

Patientinnen und Patienten mit einem schwachen Immunsystem können an Clostridium difficile besonders leicht erkranken. Eine Infektion befällt vor allem Menschen, die gerade eine Antibiotika-Therapie hinter sich haben. Dort, wo die normale Darmflora durch die Antibiotika abgetötet wurde, kann sich Clostridium difficile ungehindert vermehren.

Selbst die Antibiotika überlebt das Bakterium mit einem Trick: Es bildet Sporen, denen die Antibiotika nichts anhaben können. Gerade diese Eigenschaft ist es, die das Bakterium so gefährlich macht. „Wir haben bewusst Clostridium difficile für unsere Forschungen ausgewählt, weil der Keim sich in deutschen Krankenhäusern immer weiter ausbreitet, aber bisher viel zu wenig erforscht ist.“ sagt Prof. Dr. Dieter Jahn, Vizepräsident der Technischen Universität Braunschweig und der Sprecher des Konsortiums.

Im Projekt „CDiff“ soll nun erforscht werden, wie genau sich der Erreger bei der Infektion verhält und welche Verbreitungsformen es gibt. Hierzu ist ein interdisziplinäres Team aus insgesamt 13 spezialisierten Arbeitsgruppen erforderlich, darunter Systembiologen, Mediziner, Epidemiologen und Genomforscher. Die beteiligten Wissenschaftler gehören zum „Norddeutschen Zentrum für Mikrobielle Genomforschung“.

Dieser Verbund von sechs Forschungseinrichtungen aus Braunschweig, Göttingen, Greifswald und Hannover vereint die ausgewiesene Kompetenz der beteiligten Arbeitsgruppen in diesem Bereich mit einer exzellenten Infrastruktur, um Fragestellungen zur Genomforschung von Bakterien gemeinsam sehr schlagkräftig angehen zu können.

An der TU Braunschweig ist das Projekt eng mit dem Braunschweiger Systembiologie-Zentrum (BRICS) verknüpft. BRICS ist ein gemeinsames Zentrum der TU mit dem Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, das schwerpunktmäßig Bakterien mit Methoden der Systembiologie erforscht.

Ansprechpartnerin:

Dr. Ida Retter
Braunschweig Integrated Centre of Systems Biology (BRICS)
Geschäftsführerin
Tel. 0531-391-5851
E-Mail: i.retter@tu-braunschweig.de
Weitere Informationen:
http://www.mwk.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=6257&article_id=116625

- Pressemeldung des Niedersächsischen MWK

http://www.nzmg.de/
- Norddeutsches Zentrum für Mikrobielle Genomforschung
http://www.brics.de
- Braunschweiger Systembiologie-Zentrum BRICS

Dr. Elisabeth Hoffmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-braunschweig.de

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