Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kovalevskaja-Preis: Preisträger Dr. Karl-Sebastian Lang forscht in Düsseldorf

28.11.2008
Am vergangenen Donnerstag verliehen die Bundesforschungsministerin Dr. Annette Schavan und der Präsident der Alexander-von-Humboldt-Stiftung, Prof. Dr. Helmut Schwarz, in Berlin einen der höchstdotierten deutschen Forschungspreise, den Sofja Kovalevskaja-Preis.

Ausgezeichnet wurde neben sieben weiteren Preisträgern Priv. Doz. Dr. Karl Sebastian Lang, der ab Dezember an der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie des Universitätsklinikums Düsseldorf fünf Jahre lang ein eigenes Forschungsprojekt durchführen wird.

Der Preis ist pro Preisträger mit bis zu 1,65 Mio Euro dotiert. Prof. Dr. Dieter Häussinger, Direktor der Klinik und selbst Leibniz-Preisträger, erklärt: "Mit dem Kovalevskaja-Programm holen die Humboldt-Stiftung und die Bundesregierung die Crème der international tätigen Nachwuchswissenschaftler nach Deutschland. So werden die Voraussetzungen geschaffen, innovativ wissenschaftliches Neuland zu betreten."

Das Bundesministerium stiftet diesen Preis, der den ausgezeichneten Forschern wissenschaftliche Arbeit zu einzigartigen Konditionen ermöglicht. Sie können - unabhängig und ohne administrative Zwänge - ein eigenes Forschungsprojekt an einem Institut ihrer Wahl in Deutschland durchführen und eigene Arbeitsgruppen aufbauen.

Karl Sebastian Lang erforscht die Ursachen von Autoimmunreaktionen des Körpers und liefert so die Grundlage für Methoden, mit denen autoaggressive Immunreaktionen minimiert werden können. So konnte er beispielsweise bereits zeigen, wie Virusinfektionen zum Typ I Diabetes führen können oder dass der Verlauf einer Virushepatitis nicht nur vom Immunsystem, sondern auch von der genetischen Ausstattung der Leberzellen abhängt.

Lang wurde 1977 in Österreich geboren, studierte Medizin in Innsbruck und Tübingen. Nach seiner Promotion im Jahre 2003 ging Karl Lang nach Zürich in die Arbeitsgruppe des Nobel-Preisträgers Rolf Zinkernagel, wo er auch die Lehrbefugnis für das Fach Immunologie erwarb. Anschließend wechselte er an das Brustkrebszentrum des Princess Margaret Hospital in Toronto, Kanada, um in der Arbeitsgruppe von Pamela Ohashi immunologisch-virologische Fragestellungen zu bearbeiten. Priv. Doz. Dr. Lang freut sich auf seine Tätigkeit an der Düsseldorfer Klinik, wo er seine Forschungsarbeiten zur Immunologie der Virushepatitis in einem international renommierten Umfeld durchführen kann.

Kontakt: Prof. Dr. Dieter Häussinger, Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie, Universitätsklinikum Düsseldorf, Tel.: 0211 / 81-16330

Susanne Dopheide | idw
Weitere Informationen:
http://www.uniklinik-duesseldorf.de/gastroenterologie
http://www.humboldt-foundation.de/web/984268.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)
26.05.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Neues Helmholtz-Institut in Würzburg erforscht Infektionen auf genetischer Ebene
24.05.2017 | Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften