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Kooperationen in Forschung und Innovation voranbringen – mit dem EU-Programm Horizont 2020

11.07.2014

Rund 350 Teilnehmer besuchten die Informationsveranstaltung zu Horizont 2020 am 11. Juli 2014 in Stuttgart, zu der das Steinbeis-Europa-Zentrum in Kooperation mit der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart, dem Landesverband der baden-württembergischen Industrie und dem Enterprise Europe Network eingeladen hat.

Das in diesem Jahr an den Start gegangene EU-Programm bietet große Chancen für baden-württembergische Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Hochschulen. das Steinbeis-Europa-Zentrum unterstützt Projektanträge und Projektdurchführung.

„Horizont 2020 ist das finanzielle Instrument zur Umsetzung der europäischen Innovationsunion, welche die globale Wettbewerbsfähigkeit Europas sichern soll. Baden-Württemberg mit seinen Stärken in Forschung und Innovation kann hier erheblich dazu beitragen, einen schnellen Transfer von der Forschung in die Anwendung zu sichern“, so Prof. Dr. Norbert Höptner, Europabeauftragter des Ministers für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg und Direktor des Steinbeis-Europa-Zentrums. „Wir möchten alle Akteure im Land ermutigen, die Chancen dieses Programms zu nutzen, sich zu beteiligen und unsere Beratung in Anspruch zu nehmen.“

„Insbesondere der Mittelstand profitiert vom KMU-Instrument, das nun auch eine Einzelförderung ermöglicht“. Dies sei erstmalig in der Geschichte der europäischen Förderung, so Höptner weiter.

Rund 350 Teilnehmer besuchten die Informationsveranstaltung zu Horizont 2020 am 11. Juli 2014 in Stuttgart, zu der das Steinbeis-Europa-Zentrum in Kooperation mit der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart, dem Landesverband der baden-württembergischen Industrie und dem Enterprise Europe Network eingeladen hat. Das in diesem Jahr an den Start gegangene EU-Programm bietet große Chancen für baden-württembergische Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Hochschulen.

Mit dem neu konzipierten Förderprogramm Horizont 2020 stellt die Europäische Union für die nächsten sieben Jahre Forschung und Innovation in den Mittelpunkt. Das Fördervolumen dafür beträgt von 2014 bis 2020 77 Milliarden Euro. In Horizont 2020 bündelt die EU alle forschungs- und innovationsrelevanten Förderprogramme. Im Vergleich zum vorherigen Rahmenprogramm steigt das Budget um rund ein Drittel.

Gefördert werden Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen sowie einzelne Forscherinnen und Forscher. Stärker als im Vorgängerprogramm, dem 7. Forschungsrahmenprogramm, werden die eingereichten Projekte nach dem Kriterium der Nachhaltigkeit und dem Potenzial für den europäischen Markt bewertet. Exzellenz steht weiterhin ganz oben in der Bewertungsskala.
Chancen für den Mittelstand

Für kleine und mittlere Unternehmen hat die Europäische Union das sogenannte KMU-Instrument ins Leben gerufen. Es bietet Finanzierung für die Weiterentwicklung von Ideen, für die Entwicklung von Strategien, um erfolgreich auf den Markt kommen sowie Zugang zum europäischen Markt. Rund drei Milliarden Euro stellt die Europäische Kommission für das KMU-Instrument von 2014 bis 2020 Euro zur Verfügung.

Bei dem neuen KMU-Instrument ist auch eine Einzelantragsstellung möglich, vorausgesetzt der europäische Mehrwert ist vorhanden. Es ist ein Querschnittsthema und findet sich in den Programmschwerpunkten der „Gesellschaftliche Herausforderungen“ und der „Führenden Rolle der Industrie“.

Dass Baden-Württemberger in der EU-Förderung für Forschung und Innovation sehr erfolgreich sind, zeigt das Vorgängerprogramm. Über 1,4 Milliarden Euro EU-Gelder sind aus dem 7. Forschungsrahmenprogramm (2007-2013) nach Baden-Württemberg geflossen. Davon gingen gut 40 Prozent an Hochschulen (488 Millionen Euro), 27 Prozent (375 Millionen Euro) an Projekte in Unternehmen. Und immerhin 12 Prozent (164 Millionen Euro) der Zuwendungen wurden in KMU für innovative Projekte verwendet. Mit der engeren Verzahnung von Forschung und Innovation wird Horizont 2020 zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit Baden-Württembergs einen großen Beitrag leisten.

Das Steinbeis-Europa-Zentrum und der Europabeauftragte des Ministers für Finanzen und Wirtschaft beraten die Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen zu den EU-Fördermöglichkeiten. Es begleitet die Antragstellung, hilft bei der Suche nach europäischen Partnern, den Vertragsverhandlungen mit der EU und unterstützt die Projektdurchführung. Dank dieser Beratungen sind im Jahr 2013 neun Millionen Euro Rückflüsse aus Brüssel ins Land geholt worden. Diese Fördermittel kommen Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen des Landes zugute. Allein in 45 EU-Projekten ist das SEZ als Koordinator oder Partner aktiv.

Als Partner im Enterprise Europe Network Baden-Württemberg profitiert es von einem der größten Netzwerke für Technologietransfer mit rund 600 Organisationen in über 50 Ländern. Die Experten des Netzwerks stehen kleinen und mittleren Unternehmen zur Seite, wenn es um die Stärkung ihrer Wettbewerbsfähigkeit und ihres Innovationspotenzials geht.

Weitere Informationen:

http://www.steinbeis-europa.de/aktuelle_aufrufe.html - Aktuelle Aufrufe
http://www.steinbeis-europa.de/horizont2020.html - Über Horizont 2020
http://www.horizont2020.de/ - Informationen des BMBF und der Nationalen Kontaktstellen
http://ec.europa.eu/programmes/horizon2020/ - Informationen der EU

Anette Mack | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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