Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kölner Physiker erhält Max-Planck-Medaille

21.11.2011
Höchste Auszeichnung für Professor Martin Zirnbauer

Der Kölner Physiker Martin R. Zirnbauer, D. Phil. (oxon.), wird mit der Max-Planck-Medaille 2012 der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) ausgezeichnet. Er erhält diese besondere Würdigung für seine bedeutenden Beiträge zur mathematischen Physik, insbesondere der Rolle von Symmetrien und symmetrischen Räumen in der statistischen Beschreibung von Atomkernen, chaotischen Quantensystemen und ungeordneten Elektronen. Die Medaille wird im März 2012 während der DPG-Jahrestagung in Berlin überreicht.

„Ich fühle mich durch die Max-Planck-Medaille sehr geehrt, weil sie auf dem Votum von Fachkollegen im In- und Ausland beruht“, erklärt Zirnbauer. „Die Universität zu Köln gratuliert Professor Zirnbauer sehr herzlich zu dieser besonderen Auszeichnung“, so der Rektor der Universität zu Köln, Prof. Dr. Axel Freimuth. „Dies ist ein außerordentlich schöner Erfolg.“

Die Max-Planck-Medaille wird von der Deutschen Physikalischen Gesellschaft für Leistungen auf dem Gebiet der Theoretischen Physik vergeben. Die Auszeichnung, die als die bedeutendste im Fach Theoretische Physik in Deutschland gilt, besteht aus einer Urkunde und einer goldenen Medaille mit dem Porträt Max Plancks.

Die Max-Planck-Medaille wurde 1929 erstmalig an Max Planck und Albert Einstein verliehen. Ausgezeichnet wurden in der Vergangenheit namhafte Persönlichkeiten wie Niels Bohr (1930), Werner Heisenberg (1933) oder Otto Hahn und Lise Meitner (1949). Zuletzt wurde die Max-Planck-Medaille im Jahr 2011 an den italienischen Physiker Giorgio Parisi für seine richtungsweisenden Beiträge zur Physik komplexer Systeme verliehen.

Zur Person:

Martin Zirnbauer studierte Physik an der Technischen Universität München und an der University of Oxford, wo er 1982 als Mitglied des Balliol College promovierte. Zwei mehrjährige Forschungsaufenthalte als Postdoktorand führten ihn an das Max-Planck-Institut für Kernphysik Heidelberg und das renommierte California Institute of Technology in Pasadena, USA. Seit 1987 ist er Professor für Theoretische Physik am Institut für theoretische Physik der Universität zu Köln. 2007 wurde er zum Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften „Leopoldina“ gewählt, seit 2008 ist er Mitglied des St. John’s College in Cambridge. 2009 erhielt er den hochdotierten Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Professor Zirnbauer arbeitet neben seinen Forschungen für eine Reihe von wissenschaftlichen Projekten und Organisationen: 2003 – 2006 war er Gründungssprecher des DFG-Sonderforschungsbereiches „Symmetries and Universality in Mesoscopic Systems“, seit 2004 ist er Mitglied des Wissenschaftlichen Ausschusses des Max-Planck-Instituts für Mathematik in Bonn und seit 2010 Mitglied im Wissenschaftlichen Ausschuss des Mathematischen Forschungsinstituts Oberwolfach. Er ist designierter Sprecher der in der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder geförderten Graduiertenschule Bonn-Köln in Physik und Astronomie.

Verantwortlich: Dr. phil. Patrick Honecker MBA – patrick.honecker@uni-koeln.de

Gabriele Rutzen | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-koeln.de

Weitere Berichte zu: Max-Planck-Institut Max-Planck-Medaille Medaille

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht DFG fördert für weitere drei Jahre Forschungen zu Kieselalgen
22.03.2017 | Technische Universität Dresden

nachricht Effiziente Tools für bildgebende Studien
21.03.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Im Focus: Physiker erzeugen gezielt Elektronenwirbel

Einem Team um den Oldenburger Experimentalphysiker Prof. Dr. Matthias Wollenhaupt ist es mithilfe ultrakurzer Laserpulse gelungen, gezielt Elektronenwirbel zu erzeugen und diese dreidimensional abzubilden. Damit haben sie einen komplexen physikalischen Vorgang steuern können: die sogenannte Photoionisation oder Ladungstrennung. Diese gilt als entscheidender Schritt bei der Umwandlung von Licht in elektrischen Strom, beispielsweise in Solarzellen. Die Ergebnisse ihrer experimentellen Arbeit haben die Grundlagenforscher kürzlich in der renommierten Fachzeitschrift „Physical Review Letters“ veröffentlicht.

Das Umwandeln von Licht in elektrischen Strom ist ein ultraschneller Vorgang, dessen Details erstmals Albert Einstein in seinen Studien zum photoelektrischen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

Unter der Haut

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Neues Schiff für die Fischerei- und Meeresforschung

22.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Mit voller Kraft auf Erregerjagd

22.03.2017 | Biowissenschaften Chemie