Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kluge Köpfe für „Invent a Chip“ gesucht

07.02.2012
Neue Runde des Schülerwettbewerbes startet an 3.100 Schulen

Roboter verändern unseren Alltag, sie erobern Medizin und Forschung. Jetzt stehen sie im Mittelpunkt des Schülerwettbewerbs „Invent a Chip“, der in diesem Jahr ab Mitte Februar an 3.100 Schulen bundesweit startet. Gefragt sind diesmal Ideen zum Thema Robotik oder auch zu anderen Bereichen des Alltags.

Die gemeinsame Nachwuchsinitiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und des VDE geht damit in die elfte Runde. Gesucht werden erfinderische junge Chipdesigner. Teilnehmen können Schülerinnen und Schüler ab Klasse 8 bis Klasse 13 von weiterführenden und berufsbildenden Schulen. „Junge Menschen bekommen einen Einblick in eine zukunftsträchtige Technologie und treffen dabei vielleicht schon eine wichtige Entscheidung über ihre berufliche Weiterentwicklung“, sagt Bundesforschungsministerin Annette Schavan und freut sich auf die neuen Vorschläge der Jugendlichen.

Im vergangenen Jahr nutzten rund 2.900 Jugendliche ihre Chance zur Teilnahme. Der Zuwachs von 32 Prozent setzte im Jubiläumsjahr von „Invent a Chip“ eine neue Rekordmarke. Begeistert von den technischen Möglichkeiten, engagieren sich die Mädchen und Jungen für die Zukunftstechnologien. Sie erhalten im Rahmen des Wettbewerbes das notwendige Know-how für die Entwicklung einer mikroelektronischen Schaltung und können so auch ohne Vorkenntnisse zu Chip-Designern werden. „Genau das macht die Faszination des Schülerwettbewerbs aus“, sagt Dr.-Ing. Hans Heinz Zimmer, VDE-Vorstandsvorsitzender: „Die Jugendlichen lassen ihrer Kreativität freien Lauf und setzen ihre Ideen dann mit Hilfe von Profis um. Sie bekommen Einblick in eine ganz neue Materie und erleben diese Technologien nicht nur als Anwender.“

Mikrochips finden sich fast überall, sie stecken im Handy und in unzähligen Geräten des täglichen Gebrauchs, der Kreativität der Jugendlichen sind also keine Grenzen gesetzt. In den vergangenen Jahren haben die Innovationen der Schülerinnen und Schüler die Jury überzeugt: Mikrochips für medizinische Anwendungen, Energieeinsparungen im Haushalt oder für die Elektromobilität standen auf den Ideenlisten. „2012 haben wir das Thema Robotik gewählt. Roboter werden in der industriellen Fertigung eingesetzt und unterstützen Chirurgen, sie erkunden den Weltraum und helfen beim Katastrophenschutz. Sie beseitigen den Staub im Haushalt oder treten bei Wettkämpfen im Fußball oder im Tanzen gegeneinander an. Roboter werden unsere Zukunft mitbestimmen, aber ohne Mikrochips sind sie nicht realisierbar“, sagt Dr.-Ing. Hans Heinz Zimmer
.
Die Jury wählt aus den eingereichten Chipideen zwölf Teams und Teilnehmer aus, die vom 4. bis 6. Mai 2012 einen Workshop am Institut für Mikroelektronische Systeme der Leibniz Universität Hannover besuchen. Bis zum Ende des Wettbewerbs werden die Jugendlichen von Experten weiter bei der eigenen Chipentwicklung betreut. Die besten und originellsten Chip-Entwürfe werden dann am 5. November in Stuttgart auf dem VDE-Kongress „Smart Grid“ der Öffentlichkeit präsentiert und von Bundesforschungsministerin Professor Annette Schavan ausgezeichnet.

Bevor die Praxisphase startet, erwartet die Schülerinnen und Schüler bis zum Einsendeschluss am 31. März zunächst ein Fragebogen rund um die Themen Robotik und Mikrochips. „Es findet Ende Februar auch ein Lehrerworkshop statt, um Robotik und Mikrochipentwicklung anschaulich im Unterricht behandeln zu können“, sagt Dr.-Ing. Hans Heinz Zimmer. Mitmachen lohnt sich nämlich nicht nur für die einzelnen Schüler, sondern auch für Klassen und ganze Schulen. Wer die meisten und besten Einsendungen vorweisen kann, wird mit einem Schulpreis prämiert.

Die Sieger von „Invent a Chip“ erwarten nicht nur attraktive Geldpreise von bis zu 3.000 Euro, sondern darüber hinaus die Aufnahme ins Auswahlverfahren für ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes, Kontakte zu Industrie und Hochschulen sowie die Präsentation der Projekte auf Messen.

Weitere Informationen und Teilnehmerunterlagen unter www.invent-a-chip.de.

„Invent a Chip“ wird in der aktuellen Wettbewerbsrunde von zahlreichen Sponsoren unterstützt: Bosch, Cassidian, Cologne Chip, Globalfoundries, Infineon, Mentor Graphics, X-FAB und DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE.

Pressekontakt: Melanie Mora, Tel. 069 6308461, melanie.mora@vde.com

Melanie Mora | VDE
Weitere Informationen:
http://www.invent-a-chip.de
http://www.vde.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe
22.09.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Millionen für die Krebsforschung
20.09.2017 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie