Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Klinikdirektor und Psychiatrie-Professor der LMU erhält international bedeutende Auszeichnung

22.09.2008
Professor Hans-Jürgen Möller erhält den mit 40.000 Euro dotierten „Jean Delay Prize“

Der „Jean Delay Prize“ ist einer der höchst dotierten Preise im Fachgebiet Psychiatrie. Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Möller, Ordinarius für Psychiatrie an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) und Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, wird die Auszeichnung am 24. September 2008 für seine herausragenden Leistungen in Prag beim 14. Weltkongress für Psychiatrie verliehen.

Prof. Möller ist weltweit erst der vierte Preisträger, nach Sir David Goldberg, Großbritannien (1999), Prof. Hagop Akiskal, USA (2002) und Prof. Otto Steenfeldt-Foss, Norwegen (2005).

Ein internationales Komitee des Weltverbandes für Psychiatrie (WPA) würdigt damit die Leistungen von Prof. Möller in der Forschung und in der klinischen Versorgung der Patienten. In der Begründung wird vor allem hervorgehoben, dass Prof. Möller stets die biologischen und die psychologischen Aspekte bei seiner Arbeit verknüpft hat. Des Weiteren hat er naturwissenschaftliche und geisteswissenschaftliche Fächer in seine erfolgreichen Bemühungen mit einbezogen hat, um wissenschaftliche Fortschritte zu erzielen, die die Patientenversorgung verbessern. Ein Grund für die hohe Reputation der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Klinikum der Universität München.

Jean Delay Prize

Jean Delay wurde 1907 in Bayonne, Frankreich, als Sohn eines Chirurgen geboren. Er studierte bereits im Alter von 14 Jahren Medizin in Paris und war ein hervorragender Student. Obwohl die Psychiatrie zu dieser Zeit noch keinen sehr hohen Stellenwert hatte, entschied er sich für diese Fachrichtung und trug in den folgenden Jahrzehnten sowohl in der Forschung wie auch in der klinischen Versorgung maßgeblich zur Entwicklung der Psychiatrie als wissenschaftlich fundiertes medizinisches Fachgebiet bei. Delay war auch bei den Nürnberger Prozessen 1945 als Experte beteiligt und begutachtete Rudolph Hess und Julius Streicher. 1950 organisierte er mit Henri Ey den ersten Psychiatrie-Weltkongress in Paris – unter anderem mit dem Ziel, nur fünf Jahre nach Kriegsende, französische und deutsche Psychiater zum wissenschaftlichen Diskurs einzuladen. Zudem begründete er mit seinen Forschungsarbeiten die moderne Psychopharmakologie und war Mitentdecker des ersten Antipsychotikums. Jean Delay starb 1987 in Paris als einer der bedeutendsten Psychiater des 20. Jahrhunderts.

Klinikum der Universität München

Im Klinikum der Universität München (LMU) sind im Jahr 2007 an den Standorten Großhadern und Innenstadt rund 79.000 Patienten stationär, 9.300 teilstationär und 384.000 Patienten ambulant behandelt worden. Die 44 Fachkliniken, Institute und Abteilungen verfügen über mehr als 2.300 Betten. Von insgesamt 9.700 Beschäftigten sind rund 1.700 Mediziner. Forschung und Lehre ermöglichen eine Patientenversorgung auf höchstem medizinischem Niveau. Das Klinikum der Universität München hat im Jahr 2007 etwa 57 Millionen Euro an Drittmitteln eingeworben und ist seit Juni 2006 Anstalt des öffentlichen Rechts.

Philipp Kreßirer | Klinikum der Universität München
Weitere Informationen:
http://www.klinikum.uni-muenchen.de

Weitere Berichte zu: LMU Patientenversorgung Psychiatrie Psychotherapie delay

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Eine Milliarde Euro für die Hochschulmedizin
17.02.2017 | Deutsche Hochschulmedizin e.V.

nachricht Sensible Daten besser analysieren
16.02.2017 | Georg-August-Universität Göttingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Im Focus: Breakthrough with a chain of gold atoms

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

Im Focus: Hoch wirksamer Malaria-Impfstoff erfolgreich getestet

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungen

Physikerinnen und Physiker diskutieren in Bremen über aktuelle Grenzen der Physik

21.02.2017 | Veranstaltungen

Kniffe mit Wirkung in der Biotechnik

21.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal vereinbart mit den Betriebsräten Sozialpläne

21.02.2017 | Unternehmensmeldung

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Zur Sprache gebracht: Und das intelligente Haus „hört zu“

21.02.2017 | Messenachrichten