Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Klimaschutz mit Stahl: Siemens Energy mit Stahl-Innovationspreis ausgezeichnet

07.07.2009
Der Siemens-Sektor Energy hat für seine innovative Gasturbine des Typs SGT5-8000H beim Stahl-Innovationspreis den Sonderpreis „Klimaschutz mit Stahl“ erhalten.

Die preisgekrönte Turbine mit einem Gesamtgewicht von 440 Tonnen besteht zu rund 95 Prozent aus Stahl. Trotzdem ist diese Maschine nicht nur „heavy metal“, sondern ein besonderes Hightech-Produkt, bei dem der Werkstoff Stahl zum Klima- und Umweltschutz beiträgt.

In Kombination mit einer Dampfturbine wird sie in einem Gas- und Dampfturbinen(GuD)-Kraftwerk einen Rekord-Wirkungsgrad von mehr als 60 Prozent erreichen. Derzeit erreichen GuD-Kraftwerke Wirkungsgrade von über 58 Prozent. Hohe Wirkungsgrade sind aber wichtig, um Brennstoffe zu sparen, Ressourcen zu schonen und CO2-Emissionen zu verringern. Allein aus zwei Prozentpunkten Wirkungsgradsteigerung resultiert eine CO2-Einsparung von etwa 40.000 Tonnen pro Jahr. Dies entspricht dem CO2-Ausstoß von rund 10.000 Mittelklasse-Pkw mit einer jährlichen Fahrleistung von 20.000 Kilometern.

Der Stahl-Innovationspreis wird alle drei Jahre vom Stahl-Informations-Zentrum, der Gemein-schaftsorganisation der deutschen Stahlindustrie vergeben. Die neue Siemens-Gasturbine verbindet in einzigartiger Weise den klassischen Schwermaschinenbau mit ultramoderner Fertigungstechnologie. Tonnenschwere und winzige Bauteile – insgesamt mehr als 7000 Einzelteile – wurden mit fortschrittlichsten Methoden in Uhrmacherpräzision zusammengefügt.

Eine Innovation aus fertigungstechnischer Sicht stellt das Brennkammergehäuse dar. Darüber hinaus zeichnet sich die Turbine durch eine Vielzahl konstruktiver Verbesserungen aus, beispielsweise durch ein neuartiges Luftkühlsystem bei den Turbinenschaufeln, die Temperaturen von bis zu 1500 Grad C ausgesetzt sind. Die Luftkühlung trägt wesentlich zu einer kurzen Anfahrzeit der Gasturbine bei. Dies wird zunehmend wichtig, da moderne Kraftwerke immer öfter als Backup für Windparks eingesetzt werden. Mit ihrer Energieeffizienz und Leistungsfähigkeit ist die neue Gasturbine ein Vorzeigebeispiel für den Klimaschutz mit Stahl.

Die SGT5-8000H-Gasturbine verfügt im reinen Gasturbinenbetrieb über eine Leistung von rund 340 Megawatt. Dies reicht aus, um die Bevölkerung einer Stadt wie Hamburg mit Strom zu versorgen. Als GuD-Kraftwerk wird die Leistung rund 530 Megawatt betragen. Damit könnte eine Stadt wie Berlin mit mehr als drei Millionen Einwohnern mit umweltfreundlichem Strom versorgt werden. Die Turbine wurde im Gasturbinenwerk Berlin gefertigt, das seit 1972 über 600 Gasturbinen für Kraftwerke an Kunden in mehr als 60 Ländern ausgeliefert hat. Siemens investierte in die Entwicklung dieser Gasturbine sowie in den Bau der Gasturbinenanlage in Irsching und den dortigen Testbetrieb rund 500 Mio. EUR.

Hocheffiziente Gasturbinen sind Teil des Siemens-Umweltportfolios, mit dem das Unternehmen im Geschäftsjahr 2008 einen Umsatz von knapp 19 Mrd. EUR erwirtschaftete, das entspricht rund einem Viertel des gesamten Siemens-Umsatzes.

Der Siemens-Sektor Energy ist der weltweit führende Anbieter des kompletten Spektrums an Produkten, Dienstleistungen und Lösungen für die Energieerzeugung, -übertragung und -verteilung, sowie für die Gewinnung, die Umwandlung und den Transport von Öl und Gas. Im Geschäftsjahr 2007 (30. September) e-wirtschaftete der Sektor Energy nach IFRS einen Umsatz von rund 20 Mrd. EUR und erhielt Aufträge in einem Umfang von rund 28 Mrd. EUR. Das Ergebnis betrug 1,8 Mrd. EUR. Im Sektor Energy arbeiteten zu Beginn des Geschäftsjahres 2008 rund 73.500 Mitarbeiter.

Siemens AG
Presseabteilung Energy
Gerda Gottschick
Tel. +49 9131/18-85753
Fax: +49 9131/18-7039
mailto:gerda.gottschick@siemens.com
Informationsnummer: EFP 200907.069 d

Gerda Gottschick | Siemens Energy
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/energy

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Periimplantitis: BMBF fördert zahnärztliches Verbund-Projekt mit 1,1 Millionen Euro
21.02.2018 | Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

nachricht Eva Luise Köhler Forschungspreis für Seltene Erkrankungen 2018 für Tübinger Neurowissenschaftler
21.02.2018 | Universitätsklinikum Heidelberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Good vibrations feel the force

Eine Gruppe von Forschern um Andrea Cavalleri am Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) in Hamburg hat eine Methode demonstriert, die es erlaubt die interatomaren Kräfte eines Festkörpers detailliert auszumessen. Ihr Artikel Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, nun online in Nature veröffentlich, erläutert, wie Terahertz-Laserpulse die Atome eines Festkörpers zu extrem hohen Auslenkungen treiben können.

Die zeitaufgelöste Messung der sehr unkonventionellen atomaren Bewegungen, die einer Anregung mit extrem starken Lichtpulsen folgen, ermöglichte es der...

Im Focus: Good vibrations feel the force

A group of researchers led by Andrea Cavalleri at the Max Planck Institute for Structure and Dynamics of Matter (MPSD) in Hamburg has demonstrated a new method enabling precise measurements of the interatomic forces that hold crystalline solids together. The paper Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, published online in Nature, explains how a terahertz-frequency laser pulse can drive very large deformations of the crystal.

By measuring the highly unusual atomic trajectories under extreme electromagnetic transients, the MPSD group could reconstruct how rigid the atomic bonds are...

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Im Focus: Developing reliable quantum computers

International research team makes important step on the path to solving certification problems

Quantum computers may one day solve algorithmic problems which even the biggest supercomputers today can’t manage. But how do you test a quantum computer to...

Im Focus: Innovation im Leichtbaubereich: Belastbares Sandwich aus Aramid und Carbon

Die Entwicklung von Leichtbaustrukturen ist eines der zentralen Zukunftsthemen unserer Gesellschaft. Besonders in der Luftfahrtindustrie und in anderen Transportbereichen sind Leichtbaustrukturen gefragt. Sie ermöglichen Energieeinsparungen und reduzieren den Ressourcenverbrauch bei Treibstoffen und Material. Zum Einsatz kommen dabei Verbundmaterialien in der so genannten Sandwich-Bauweise. Diese bestehen aus zwei dünnen, steifen und hochfesten Deckschichten mit einer dazwischen liegenden dicken, vergleichsweise leichten und weichen Mittelschicht, dem Sandwich-Kern.

Aramidpapier ist ein etabliertes Material für solche Sandwichkerne. Sein mechanisches Strukturversagen ist jedoch noch unzureichend erforscht: Bislang fehlten...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Von festen Körpern und Philosophen

23.02.2018 | Veranstaltungen

Spannungsfeld Elektromobilität

23.02.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

„Molekularer Schraubstock“ ermöglicht neue chemische Reaktionen

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Internationale Forschungskooperation will Altersbedingte Makuladegeneration überwinden

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Workshop zu flexiblen Solarzellen und LEDs auf der Energiemesse „New Energy“

23.02.2018 | Seminare Workshops

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics