Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Klimaforschung: Extreme während der Frühzeit der Erde

20.01.2016

DFG fördert geowissenschaftliche Forschungsprojekte an der Universität Göttingen

Geowissenschaftler der Universität Göttingen untersuchen in zwei neuen Projekten die klimatischen Schwankungen während der Frühzeit der Erde vor etwa 4,5 Milliarden bis 500 Millionen Jahren.


Gebänderte Eisenerze – einzigartige Ablagerungen aus der Frühzeit der Erde.

Foto: Universität Göttingen

Sie erhoffen sich davon neue Erkenntnisse über die Klimageschichte und die Entwicklung der Erde insgesamt. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert die Projekte in den kommenden drei Jahren mit insgesamt rund 2,3 Millionen Euro.

Die Erdfrühzeit (Präkambrium) war von großen Umwälzungen geprägt. In diese Zeit fallen Großereignisse wie die Bildung des Mondes, das Auftreten erster Ozeane und Kontinente, die Bildung gigantischer Erzlagerstätten und die Entstehung des Lebens.

Das Klima der Erde unterlag in dieser Zeit extremen Schwankungen: Phasen, in denen die Wassertemperatur der Ozeane womöglich bis zu 70 Grad Celsius betrug, wechselten sich mit Eiszeitaltern ab, in denen die Erde vermutlich vollständig zugefroren war.

„Mit der Förderung der DFG wollen wir versuchen, Licht in das Dunkel der Frühzeit der Erde zu bringen“, erläutert Projektleiter Prof. Dr. Andreas Pack vom Geowissenschaftlichen Zentrum der Universität Göttingen. Das Geld fließt zum großen Teil in die Anschaffung eines neuartigen hochauflösenden Gasmassenspektrometers am Geowissenschaftlichen Zentrum.

„Von diesem neuen Typ Massenspektrometer erhoffen wir uns Einblicke in die Klimageschichte der frühen Erde, die so bislang nicht möglich waren“, so Prof. Pack. „Wir sehen die Förderung auch als Verpflichtung, die phantastischen neuen analytischen Möglichkeiten einem größeren Kreis von Kolleginnen und Kollegen, insbesondere auch aus anderen wissenschaftlichen Bereichen wie der Bioklimatologie, den Forstwissenschaften oder der Bodenkunde zu eröffnen.“

Die Förderung erfolgt im Rahmen des neu eingerichteten DFG-Schwerpunktprogramms „Building a Habitable Earth“. Weitere Informationen sind im Internet unter http://www.habitableearth.uni-koeln.de zu finden.

Kontaktadresse:
Prof. Dr. Andreas Pack
Georg-August-Universität Göttingen
Fakultät für Geowissenschaften und Geographie
Geowissenschaftliches Zentrum
Abteilung Isotopengeologie
Goldschmidtstraße 3, 37077 Göttingen
Telefon (0551) 39-12254
E-Mail: apack@gwdg.de
Internet: http://www.uni-goettingen.de/de/prof-dr-andreas-pack/78572.html

Weitere Informationen:

http://www.uni-goettingen.de/de/prof-dr-andreas-pack/78572.html
http://www.habitableearth.uni-koeln.de

Thomas Richter | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Eine Milliarde Euro für die Hochschulmedizin
17.02.2017 | Deutsche Hochschulmedizin e.V.

nachricht Sensible Daten besser analysieren
16.02.2017 | Georg-August-Universität Göttingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

6. Internationale Fachkonferenz „InnoTesting“ am 23. und 24. Februar 2017 in Wildau

22.02.2017 | Veranstaltungen

Wunderwelt der Mikroben

22.02.2017 | Veranstaltungen

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Ursache für eine erbliche Muskelerkrankung entdeckt

22.02.2017 | Medizin Gesundheit

Möglicher Zell-Therapieansatz gegen Zytomegalie

22.02.2017 | Biowissenschaften Chemie

Meeresforschung in Echtzeit verfolgen

22.02.2017 | Geowissenschaften