Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

KIT-Team „kluster“ dreifach erfolgreich

21.06.2012
Das Studierendenteam „kluster“ vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) überzeugte bei der „Student Cluster Competition“ gleich dreimal: Es belegte den ersten Platz für den Linpack-Benchmark in der Kategorie reine CPU-Cluster, einen weiteren ersten Platz für die Kategorie „Beste Darstellung des Teams“ und den zweiten Platz für den Linpack-Benchmark für allgemeine Cluster.
Benchmarks in der IT-Branche sind Bewertungssysteme, um die Effizienz von Computersystemen für verschiedene Anwendungen einzuschätzen. Das KIT-Team trat als einziges aus Europa gegen je zwei Teams aus den USA und aus China an. Ziel des Wettbewerbs war es, einen energieeffizienten Höchstleistungsrechner zu konstruieren.

Höchstleistungsrechner für verschiedene Anwendungen zu entwickeln, die gleichzeitig energieeffizient sind – dies war die Aufgabe, der sich die Studierendenteams bei der Student Cluster Competition stellen mussten. Als einziges Team aus Europa hatte sich die KIT-Gruppe für diesen Wettbewerb qualifiziert. Sie trat in Hamburg gegen je zwei Teams aus den USA und China an – die Kontrahenten galten durch mehrfache Teilnahmen an früheren Wettbewerben als bereits sehr erfahren. „Umso mehr war das Ergebnis für unser Team ein großartiger Erfolg“, sagt kluster-Betreuerin Eva Ketelaer.

Das Karlsruher Team errang zwei erste Plätze: für den Linpack-Benchmark in der Kategorie reine CPU-Cluster, also für Hauptprozessoren, sowie in der Kategorie „Beste Darstellung des Teams“. Platz zwei erlangte die „kluster“-Gruppe für den Linpack-Benchmark für allgemeine Cluster. Benchmarks im IT-Bereich gelten als Bewertungssysteme, um die Laufzeit von Anwendungen in verschiedenen Computersystemen zu bewerten.

Seit vergangenem Herbst hatten die Mathematik-, Informatik- und Physikstudierenden an der Entwicklung eines Supercomputers gearbeitet, der diese Voraussetzungen erfüllt, also leistungsstark und gleichzeitig effizient im Energieverbrauch ist. Denn einen Stromverbrauch von 3.000 Watt durfte der Superrechner nicht übersteigen. Zudem waren verschiedene Anwendungen vorgegeben: Dazu zählen unter anderem Simulationen in der Strömungsmechanik für die Ozeanographie oder die Vorhersage von Eisbewegungen. Professor Vincent Heuveline, Leiter des Engineering Mathematics and Computing Lab (EMCL) am KIT, sowie weitere Partner aus der Industrie unterstützten die Studierenden. „Ich bin sehr stolz auf die Motivation und die Begeisterung, mit der unsere Studierenden diese komplexe Aufgabe bewältigt haben", lobt Vincent Heuveline sein Team. „Dieser Wettbewerb ist eine enorme Bereicherung für die Ausbildung der Studierenden. Er fördert das Interesse des Nachwuchses am High Performance Computing und dem Computational Science and Engineering."

Die Student Cluster Competition als Wettbewerb im High Performance Computing fand bei der „International Supercomputing Conference“ (ISC) in Hamburg statt. Die deutsche ISC und die amerikanische Supercomputing, die jährlich stattfinden, sind die weltweit bedeutendsten Konferenzen für das High Performance Computing. Bei diesen Tagungen wird die halbjährlich aktualisierte Liste der weltweit 500 schnellsten Supercomputer (Top 500) bekannt gegeben. Seit mehreren Jahren findet auf der Supercomputing in den USA regelmässig ein Student Cluster Competition statt, bei dem Studierenden-Teams mit selbst entworfenen Supercomputern gegeneinander antreten. Veranstalter des internationalen Wettbewerbs ist das HPC Advisory Council, eine Organisation für Forschung, Beratung und Ausbildung im Höchstleistungsrechnen.

Weitere Informationen: http://kluster-team.de/

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts nach den Gesetzen des Landes Baden-Württemberg. Es nimmt sowohl die Mission einer Universität als auch die Mission eines nationalen Forschungszentrums in der Helmholtz-Gemeinschaft wahr. Das KIT verfolgt seine Aufgaben im Wissensdreieck Forschung – Lehre – Innovation.

Monika Landgraf | idw
Weitere Informationen:
http://www.kit.edu
http://kluster-team.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Periimplantitis: BMBF fördert zahnärztliches Verbund-Projekt mit 1,1 Millionen Euro
21.02.2018 | Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

nachricht Eva Luise Köhler Forschungspreis für Seltene Erkrankungen 2018 für Tübinger Neurowissenschaftler
21.02.2018 | Universitätsklinikum Heidelberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Im Focus: Developing reliable quantum computers

International research team makes important step on the path to solving certification problems

Quantum computers may one day solve algorithmic problems which even the biggest supercomputers today can’t manage. But how do you test a quantum computer to...

Im Focus: Innovation im Leichtbaubereich: Belastbares Sandwich aus Aramid und Carbon

Die Entwicklung von Leichtbaustrukturen ist eines der zentralen Zukunftsthemen unserer Gesellschaft. Besonders in der Luftfahrtindustrie und in anderen Transportbereichen sind Leichtbaustrukturen gefragt. Sie ermöglichen Energieeinsparungen und reduzieren den Ressourcenverbrauch bei Treibstoffen und Material. Zum Einsatz kommen dabei Verbundmaterialien in der so genannten Sandwich-Bauweise. Diese bestehen aus zwei dünnen, steifen und hochfesten Deckschichten mit einer dazwischen liegenden dicken, vergleichsweise leichten und weichen Mittelschicht, dem Sandwich-Kern.

Aramidpapier ist ein etabliertes Material für solche Sandwichkerne. Sein mechanisches Strukturversagen ist jedoch noch unzureichend erforscht: Bislang fehlten...

Im Focus: Die Brücke, die sich dehnen kann

Brücken verformen sich, daher baut man normalerweise Dehnfugen ein. An der TU Wien wurde eine Technik entwickelt, die ohne Fugen auskommt und dadurch viel Geld und Aufwand spart.

Wer im Auto mit flottem Tempo über eine Brücke fährt, spürt es sofort: Meist rumpelt man am Anfang und am Ende der Brücke über eine Dehnfuge, die dort...

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

Tag der Seltenen Erkrankungen – Deutsche Leberstiftung informiert über seltene Lebererkrankungen

21.02.2018 | Veranstaltungen

Digitalisierung auf dem Prüfstand: Hochkarätige Konferenz zu Empowerment in der agilen Arbeitswelt

20.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Von Hefe für Demenzerkrankungen lernen

22.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Sektorenkopplung: Die Energiesysteme wachsen zusammen

22.02.2018 | Seminare Workshops

Die Entschlüsselung der Struktur des Huntingtin Proteins

22.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics