Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kerckhoff-Mediziner erhalten hohe Auszeichnungen auf Europäischem Kardiologenkongress in München

11.09.2012
Auszeichnung der wissenschaftliche Arbeiten von Dr. Jürgen Leick und Dr. Sebastian Szardien zeigen hohes internationales Niveau der Forschung und der Medizin an der Kerckhoff-Klinik.

„Die Auszeichnung der beiden Arbeiten unter den insgesamt fast 10.000 Eingereichten Artikeln auf dem Europäischen Kardiologenkongress in München ist ein großer Erfolg für unsere Nachwuchskräfte und dokumentiert die hohe Qualität der klinischen und wissenschaftlichen Arbeit an der Kerckhoff-Klinik“, gratuliert der Ärztliche Direktor der Kerckhoff-Klinik und Chefarzt der Abteilung Kardiologie seinen beiden Mitarbeitern, Dr. Sebastian Szardien und Dr. Jürgen Leick zur Prämierung ihrer Arbeiten.


Erhielten hohe Auszeichnungen: Dr. Sebastian Szardien und Dr. Jürgen Leick aus der Abteilung Kardiologie der Kerckhoff-Klinik.

Beide Arbeiten wurden von der Kongressjury mit einem Preis für die beste Posterpräsentation in ihrer Kategorie ausgezeichnet, die Arbeit von Szardien erhielt darüber hinaus einen Preis als die am besten bewertete Arbeit in der Kategorie Herzinsuffizienz. Insgesamt haben sich beide arbeiten unter fast 10.000 einge-reichten Präsentationen und Artikeln behaupten können.

Forschungsarbeit zur Herzinsuffizienz ausgezeichnet

In der Arbeit von Szardien mit dem Titel "G-CSF leads to a normalization of diastolic function in a mouse model of diastolic heart failure" aus der Arbeitsgruppe Experimentelle Kardiologie konnte erstmals ein Tiermodell für eine diastolische Herzinsuffizienz entwickeln werden. Bei dieser Herzinsuffizienz kommt es zu einer gestörten Entspannung des Herzmuskels, während die Kontraktionsleistung normal ist. Diese Form der Herzinsuffizienz betrifft sehr viele Patienten, ist jedoch bisher im Prinzip nicht behandelbar.

In der ausgezeichneten Arbeit konnte gezeigt werden, dass die Gabe eines körpereigenen Botenstoffs (ein Wachstumsfaktor mit der Bezeichnung G-CSF) zu einer vollständigen Normalisierung der Entspannung des Herzmuskels führt. Damit steht erstmals ein Tiermodell zur Verfügung, mit dem weitere Forschungen zur diastolischen Herzinsuffizienz und möglichen Therapieansätzen durchgeführt werden können. Die Arbeit wird aufgrund ihrer Bedeutung von wichtigen Förderorganisationen unterstützt, unter anderem von der Kerckhoff-Stiftung und der Else-Kröner-Fresenius-Stiftung.

Auszeichnung für klinische Arbeit zur mobilen Herz-Lungen-Maschine
Die zweite Arbeit von Dr. Leick mit einem klinischen Schwerpunkt befasst sich mit dem Einsatz einer mobilen Herz-Lungenmaschine bei Notfallpatienten. Hintergrund ist die vergleichsweise geringe Erfolgsrate der Wiederbelebung im kardialen Notfall außerhalb der Klinik. „Nach Angaben aus der Literatur kann nur etwa jeder zehnte Patient im Fall eines Herz-Kreislauf-Stillstandes außerhalb der Klinik durch Rettungsassistenten und Notärzte ins Leben zurückgeholt werden. Um diese Überlebensrate zu steigern wird seit einigen Jahren zunehmend der Einsatz einer mobilen Herz-Lungenmaschine (Extracoporeal life support system) empfohlen.

Hier konnte in der Vergangenheit gezeigt werden, dass die Überlebensrate bis zu circa 30% gesteigert werden kann. Mit der vorgelegten Arbeit von Dr. Leick sollten die positiven Effekte dieser mobilen Kreislaufunterstützungssysteme analysiert werden, denn trotz guter Ergebnisse des Verfahrens ist der routinemäßige Einsatz aktuell Gegenstand zahlreicher Diskussionen“, erläutert der stellvertretende Leiter der Abteilung Kardiologie, Prof. Dr. Helge Möllmann, unter dessen wissenschaftlicher Leitung die Arbeit durchgeführt wurde, den Hintergrund zur Studie.

Dazu wurden in der Kerckhoff-Klinik die Daten all derjenigen Patienten anonymisiert und rückwirkend ausgewertet, die von den Notärzten der Wetterau unter fortbestehenden Wiederbelebungsmaßnahmen mit dem mobilen System in das Katheterlabor der Kerckhoff-Klinik transportiert wurden. Es konnte gezeigt werden, dass 38% der Patienten gerettet werden und später ohne wesentliche Einschränkungen wieder aktiv am Leben teilhaben konnten, insbesondere dann, wenn das System sehr zügig implantiert wurde.

„Da die Ergebnisse dieser Studie einen neuen Aspekt in der Behandlung des Kreislaufstillstandes darstellen und zuvor noch niemand zeigen konnte, dass neben der Dauer der Kreislaufwiederbelebung auch eine schnelle Implantation eines Kreislaufunterstützungssystems die Erfolgsrate einer Wiederbelebung drastisch steigern kann, hat die Arbeit von Dr. Leick hohen wissenschaftlichen Wert“, so Möllmann abschließend.

Pressekontakt:
C3 Public Relations
Klinikkommunikation und Litigation PR
Dr. Berend von Thülen
Tel.: 0 641 / 480.99.40
Fax: 0 641 / 494.18.13
E-Mail : thuelen@t-online.de
Kerckhoff-Klinik Bad Nauheim
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Christiane Brandt
Tel.: 06032 / 996.2554
Fax: 06032 / 996.3633
E-Mail : c.brandt@kerckhoff-klinik.de

Dr. Berend von Thülen | C3 Public Relations
Weitere Informationen:
http://www.kerckhoff-klinik.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht IVAM-Marketingpreis würdigt zum zehnten Mal überzeugendes Technologiemarketing
22.08.2017 | IVAM Fachverband für Mikrotechnik

nachricht UDE / UK: Verbundprojekt zur Bekämpfung Ras-abhängiger Tumore
22.08.2017 | Universität Duisburg-Essen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

22.08.2017 | Physik Astronomie

Forscher beschreiben neuartigen Antikörper als möglichen Wirkstoff gegen Alzheimer

22.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Virus mit Eierschale

22.08.2017 | Biowissenschaften Chemie