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Katja Heinze erhält Wissenschaftspreis für intelligente Lebensmittelverpackung mit Frischeanzeige

24.11.2014

Mainzer Chemieprofessorin hat in einer Forschungskooperation eine neuartige Folie entwickelt, die Informationen über die Frische eines Nahrungsmittels durch Farbänderung anzeigt

Für die Entwicklung neuartiger, intelligenter Folien zur Lebensmittelverpackung erhält die Mainzer Chemieprofessorin Katja Heinze zusammen mit ihrem luxemburgischen Kooperationspartner Patrick Choquet den Interregionalen Wissenschaftspreis.


Prototyp einer intelligenten Folie zur Lebensmittelverpackung im Originalzustand

Foto: Dr. Philip Heier / AK Heinze

Der Preis, der nunmehr zum sechsten Mal vergeben wird, soll die grenzüberschreitende wissenschaftliche Zusammenarbeit fördern und die Profilierung des interregionalen Wissenschaftsraums stärken. Die Verleihung des Interregionalen Wissenschaftspreises der Großregion 2014 findet am 25. November 2014 in Trier statt. Der Preis ist mit 35.000 Euro dotiert.

Die Preisverleihung erfolgt durch Staatssekretär Prof. Dr. Thomas Deufel vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur in Rheinland-Pfalz im Rahmen der Konferenz der Fachministerinnen und Fachminister für Hochschulwesen und Forschung am 25. November 2014 im Kurfürstlichen Palais in Trier.

Deufel betont: „Starken Partnern beste Bedingungen für grenzüberschreitende Kooperationen bieten – das ist das Ziel unserer gemeinsamen Zusammenarbeit im Bereich Hochschulwesen und Forschung in der Großregion. Das mit dem Wissenschaftspreis gewürdigte Forschungsprojekt SURFAMINE ist ein gelungenes Beispiel für das Potenzial, das in einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit liegt.“

Die Arbeitsgruppe von Univ.-Prof. Dr. Katja Heinze vom Institut für Anorganische Chemie und Analytische Chemie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) hat zusammen mit Dr. Patrick Choquet vom Centre de Recherche Public in Belvaux, Luxemburg, und assoziierten Partnern im Forschungsprojekt SURFAMINE neuartige Folien für Nahrungsmittel entwickelt.

„Im Hinblick auf eine Reihe von Lebensmittelskandalen in den letzten Jahren herrscht ein gesteigertes Interesse an der Kontrolle von Lebensmittelfrische und Lebensmittelsicherheit“, erklärt Heinze den Hintergrund der Forschungsarbeit. Der in dem dreijährigen SURFAMINE-Projekt verfolgte Ansatz besteht in der Entwicklung von Lebensmittelverpackungen, die Echtzeitinformationen über den Status der verpackten Güter anzeigen. Die Verpackungsfolien sollen mit der Atmosphäre innerhalb der Verpackung wechselwirken und Informationen über deren Zusammensetzung durch eine Farbänderung, zum Beispiel von grün nach rot, anzeigen.

Um dieses anspruchsvolle Ziel zu erreichen, haben eine Reihe von Instituten und industriellen Partnern ihre Kräfte gebündelt. Beteiligt sind neben der Gruppe von Univ.-Prof. Dr. Katja Heinze am Institut für Anorganische Chemie und Analytische Chemie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz zudem die Abteilung für Wissenschaft und Analyse von Materialen sowie die Abteilung für Umwelt- und Agrarwissenschaften des Centre de Recherche Public – Gabriel Lippmann in Belvaux in Luxemburg, das ebenfalls in Belavoux ansässige Novelis Foil Innovation Center und die ArcelorMittal Plasma Research-Gruppe in Liège in Belgien.

Die Teams haben zusammen im SURFAMINE-Projekt neuartige Pigmente entworfen, synthetisiert und charakterisiert. Diese Pigmente verleihen den Folien ihre Farbe und verändern diese Farbe durch die Wechselwirkung mit Aminen, die durch bakterielle Zersetzung frei werden. So kann angezeigt werden, wie frisch das Lebensmittel ist. Außerdem wurde ein neuer, umweltfreundlicher Beschichtungsprozess entwickelt, mit dem sich auch große Oberflächen mit den intelligenten Beschichtungen versehen lassen. Das multinationale Kooperationsprojekt wurde von der luxemburgischen Forschungsförderung Fonds National de la Recherche gefördert.

Mit dem Interregionalen Wissenschaftspreises der Großregion Saar – Lor – Lux – Rheinland-Pfalz – Wallonien werden Forschungsnetze ausgezeichnet, die mindestens bilateral, vorzugsweise jedoch multilateral im Ländereck Frankreich, Luxemburg, Belgien und Deutschland arbeiten. Das Thema soll im Rahmen der Großregion von grenzüberschreitendem Interesse sein und der Preis soll für neue Projekte verwendet werden, die die öffentliche Wahrnehmung und die Anziehungskraft der Großregion verstärken.

Weitere Informationen:
Univ.-Prof. Dr. Katja Heinze
Institut für Anorganische Chemie und Analytische Chemie
Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU)
55099 Mainz
Tel. 06131 39-25886
Fax 06131 39-27277
E-Mail: katja.heinze@uni-mainz.de
https://www.blogs.uni-mainz.de/fb09ak-heinze/


Weitere Informationen:

http://www.uni-mainz.de/presse/63155.php  - Pressemitteilung ;
https://www.blogs.uni-mainz.de/fb09ak-heinze/  - Prof. Dr. Katja Heinze

Petra Giegerich | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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