Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Karl-Steinbuch-Forschungsprogramm 2013: Projektideen aus der angewandten Forschung zwischen ITK und Kreativwirtschaft gesucht

18.12.2012
Bis zum 15. März 2013 können sich Forscher an Hochschulen für angewandte Wissenschaften und der Dualen Hochschule Baden-Württemberg mit ihren Forschungsskizzen bei der MFG Stiftung bewerben.

Zum dritten Mal schreibt die MFG Stiftung das Karl-Steinbuch-Forschungsprogramm aus, das auf Wissenschaftler aus der anwendungsnahen Forschung zugeschnitten ist. Ziel ist es, besonders innovative Projekte an der Schnittstelle zwischen ITK- und Kreativwirtschaft zu fördern.

Das Portfolio möglicher Fragestellungen reicht von experimenteller Forschung über die Entwicklung neuartiger Modelle bis zu empirischen Studien. Neben technischen Disziplinen richtet sich das Programm damit auch an die Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Projekte von bis zu zwei Jahren Dauer werden mit maximal 70.000 Euro unterstützt.

Praxisnähe und Anwendungsorientierung gewinnen in der deutschen Hochschullandschaft an Bedeutung. Dabei besetzen die Hochschulen für angewandte Wissenschaften, die man früher als Fachhochschulen kannte, eine wichtige Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Sie bieten eine praxisnahe Ausbildung, forschen problemorientiert und sind mit den Unternehmen in der Region vernetzt. Weil gerade an Einrichtungen mit anwendungsorientiertem Schwerpunkt viel Potenzial für innovative Forschungsthemen schlummert, richtet sich das Karl-Steinbuch-Forschungsprogramm (KSF) ausschließlich an Hochschulen mit starkem Praxisbezug:

Mit insgesamt 900.000 Euro unterstützt die MFG Stiftung die Baden-Württemberger Hochschulen für angewandte Wissenschaften sowie die Duale Hochschule Baden-Württemberg dabei, ihr Profil im Forschungsbereich weiter schärfen. Im Fokus stehen die zukunftsträchtigen Branchen ITK- und Kreativwirtschaft. Sowohl die Ausschreibung der Themen als auch die Veröffentlichung der Ergebnisse sind darauf ausgelegt, Trends zu identifizieren und damit weitere Wachstumspotenziale des ITK- und Kreativbereichs im Land zu erschließen.

Von Sicherheit im Cloud Computing bis Kundenintegration in der Kreativbranche

2013 geht das Karl-Steinbuch-Forschungsprogramm in die dritte Runde und hat bisher eine sehr positive Resonanz erfahren: "Das KSF ermöglicht es uns, unsere Forschungsidee zum Datenschutz in der Cloud erfolgreich umzusetzen", freut sich Prof. Dr. Thomas Specht, der an der Hochschule Mannheim das Projekt "SeDiCo - A Secure and Distributed Cloud Datastore" leitet. "So können wir uns an einem sehr dynamischen Diskurs beteiligen, schließlich ist die Datensicherheit eine zentrale Herausforderung im Cloud Computing - und im Moment ein Trendthema." Gemeinsam mit Jens Kohler arbeitet er an einem sicheren und zugleich anwenderfreundlichen Framework für eine verteilte - und dadurch sicherere - Datenspeicherung bei verschiedenen Cloud-Anbietern.

Neben SeDiCo fördert das Forschungsprogramm aktuell noch vier weitere Projekte, die zusammen ein breites Themenspektrum abdecken.

Es geht um neue Datenbanklösungen, IT-Services in der Kreativwirtschaft, Kundenintegration in der Kreativbranche und die Rolle des Web 2.0 in der öffentlichen Verwaltung. Der Geschäftsführer der MFG Stiftung Baden-Württemberg, Klaus Haasis, lobt die Qualität der laufenden Projekte: "Bisher gab es ausschließlich hochspannende, interdisziplinäre und beeindruckende Forschungsarbeiten. Das ist auch deswegen erfreulich, da die angewandte Forschung entscheidend zur Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Baden-Württembergs beiträgt."

Praxisbezug, Innovationsgehalt und regionale Bedeutung

Nach dem Einreichungsschluss am 15. März 2013 unterstützt ein sechsköpfiger Beirat mit Experten aus Wissenschaft, Technik und Wirtschaft die MFG Stiftung bei der Auswahl der Forschungsarbeiten.

Der Startschuss für diese fällt dann im Sommer 2013. Neben dem Innovationsgehalt und dem Praxisbezug sind die regionale Bedeutung, die Qualität der Projektplanung und die Fachkompetenz des Antragstellers die entscheidenden Kriterien. Interessierte Forscher können sich die Ausschreibungsunterlagen ab sofort unter www.karl-steinbuch-forschungsprogramm.de herunterladen. Neben einem kurzen formularbasierten Antragsteil werden die Forscher um eine aussagekräftige Projektskizze gebeten.

Bewerbungsschluss: 15. März 2013

Anträge an: forschung@mfg.de

Weiterführende Links:

www.karl-steinbuch-forschungsprogramm.de www.mfg.de/stiftung

Über das Karl-Steinbuch-Forschungsprogramm:

Prof. Dr. Karl Steinbuch (1917-2005) war ein Informatiker der ersten Stunde. Er studierte Physik an der Technischen Hochschule Stuttgart, an der er 1944 auch promovierte. In den 60er und 70er Jahren baute er als Professor an der Universität Karlsruhe das Institut für Nachrichtenverarbeitung auf. Der Begriff "Informatik" wurde von Karl Steinbuch geprägt und geht auf seine erste Publikation im Jahr 1957 zurück. Insgesamt meldete er nicht weniger als 80 Patente an.

Mit dem Karl-Steinbuch-Forschungsprogramm unterstützt die MFG Stiftung Wissenschaftler dabei, sich gezielt mit anwendungsnahen Forschungsfragen zu den Wechselwirkungen zwischen ITK- und den Kreativbranchen zu beschäftigen. Bewerben können sich Forscher, die an Hochschulen für angewandte Wissenschaften und der Dualen Hochschule Baden-Württemberg tätig sind. Die Forschungsprojekte werden mit maximal 70.000 Euro gefördert. Insgesamt stellt das Land der MFG Stiftung aus Mitteln der Zukunftsoffensive III 900.000 Euro für 2011 bis 2015 zur Verfügung.

Über die MFG Stiftung Baden-Württemberg:

Die MFG Stiftung wurde 2003 ins Leben gerufen. Ziel ist Aus- und Weiterbildung sowie Förderung von Kunst, Kreativität und Kultur.

Schwerpunkte sind Forschung und Entwicklung in den Bereichen Medien, IT und Film im Rahmen eigener Projekte. Die MFG Stiftung fördert innovative Projekte und Forschungsaktivitäten durch Studien, Stipendienprogramme sowie Wettbewerbe. Darüber hinaus bietet sie neue Fort- und Weiterbildungsangebote an und vernetzt Akteure im Bildungs- und Forschungsbereich.

Pressekontakt:
Fachlicher Ansprechpartner:
MFG Stiftung Baden-Württemberg
Dr. Christian Förster, Projektleiter
Forschungsförderung/Themenscouting
Breitscheidstraße 4 | 70174 Stuttgart
Tel: 0711-90715-312 | E-Mail: foerster@mfg.de
Ansprechpartner für die Presse:
MFG Innovationsagentur für IT und Medien Baden-Württemberg Bernd Hertl, Leiter Projektteam Kommunikation/Marketing Breitscheidstraße 4 | 70174 Stuttgart

Tel: 0711-90715-316 | E-Mail: hertl@mfg.de

Bernd Hertl | presseportal
Weitere Informationen:
http://innovation.mfg.de/presse

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht „Digital Mobility“– 48 Mio. Euro für die Entwicklung des digitalen Fahrzeuges
26.06.2017 | Kompetenzzentrum - Das virtuelle Fahrzeug Forschungsgesellschaft mbH

nachricht Hochschule Karlsruhe: mit speichenlosem Fahrrad Kreativwettbewerb gewonnen
26.06.2017 | Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zu aktuellen Fragen der Stammzellforschung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Fraunhofer FKIE ist Gastgeber für internationale Experten Digitaler Mensch-Modelle

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mainzer Physiker gewinnen neue Erkenntnisse über Nanosysteme mit kugelförmigen Einschränkungen

27.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wave Trophy 2017: Doppelsieg für die beiden Teams von Phoenix Contact

27.06.2017 | Unternehmensmeldung

Warnsystem KATWARN startet international vernetzten Betrieb

27.06.2017 | Informationstechnologie