Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kantorowitsch-Forschungspreis für Raoul Privenau und Dr. Henry Dannenberg

19.06.2012
Das Institut für Unternehmensforschung und Unternehmensführung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg e. V. (ifu) verleiht am Freitag, 22. Juni 2012, zum zwölften Mal den Kantorowitsch-Forschungspreis.
Die Auszeichnung erhalten in diesem Jahr Raoul Privenau und Dr. Henry Dannenberg im Rahmen der feierlichen Verabschiedung der Absolventen des Wirtschaftswissenschaftlichen Bereichs der Universität.

Dr. Henry Dannenberg erhält den Preis für seine Dissertation zum Thema „Quantitative Bewertung des Ausfallrisikos von Forderungsportfolios gewerblicher Unternehmen - Eine Analyse unter besonderer Berücksichtigung von Schätzunsicherheit und einer fehlenden eigenen Datenbasis im Unternehmen“. Er wurde am Institut für Wirtschaftsforschung Halle bei Prof. Dr. Ulrich Blum und Prof. Dr. Joachim Wilde promoviert. In seiner Arbeit untersucht er, wie gewerbliche Unternehmen das Risiko bewerten können, dass ihre Kunden ihre Rechnungen nicht bezahlen. Die Arbeit schafft die Grundlage für die Bewertung der mit dem Eingehen von Kreditrisiken verbundenen Kosten und stellt somit eine Voraussetzung für eine risikogerechte Preisfestsetzung dar.

Dannenberg wuchs in Nienburg an der Saale auf und studierte in Dresden Betriebswirtschaftslehre. Seit Abschluss seiner Promotion im vergangenen Jahr arbeitet der 33-Jährige als Risikomanager bei der Volkswagen Financial Services AG in Braunschweig, wo er für die Durchführung und Weiterentwicklung der gruppenweiten Stresstests verantwortlich ist.

Für seine herausragende Diplomarbeit wird Raoul Privenau ausgezeichnet. Darin thematisiert er künstliche neuronale Netze, insbesondere das Neokognitron, zur Nachahmung der natürlichen visuellen Mustererkennung und implementierte prototypisch ein E-Learning Modul für binäre Hopfield Netze. Über die Theorie hinaus zeigt der 30-Jährige in seiner Arbeit Anwendungen aus verschiedenen Praxisbereichen auf. Zur Unterstützung der universitären Lehre entwickelte er eine Software für ein spezielles klassisches künstliches neuronales Netz zur Mustererkennung. Die entstandene Software „HopSim“ ermöglicht Studenten, anhand eigener praktischer Experimente die Inhalte aus den Vorlesungen besser nachvollziehen und vertiefen zu können. Betreut wurde die Diplomarbeit von Prof. Dr. Rolf Rogge und PD Dr. Axel Stolze (MLU).

Raoul Privenau studierte Wirtschaftsinformatik an der MLU und schloss das Diplomstudienfach im Jahr 2011 erfolgreich ab. Während seiner Studienzeit spezialisierte er sich auf die Bereiche Softcomputing, E-Business sowie Datenbanken. Bei wissenschaftlichen Nebentätigkeiten sammelte er Erfahrungen in den Bereichen Web-Engineering, IT-Sicherheit und E-Learning. Seit September 2011 ist er als Anwendungsentwickler bei der regiocom GmbH, einem IT-Dienstleister, beschäftigt.

Der Kantorowitsch-Forschungspreis wird seit 2001 jährlich verliehen, um hervorragende Dissertationen und Master- oder Diplomarbeiten mit wirtschaftswissenschaftlichem Forschungsschwerpunkt zu würdigen. Für die Dissertation ist der Preis mit 1.500 Euro dotiert (Sponsor: GISA GmbH Halle), für die Diplomarbeit mit 750 Euro (Sponsor: Prof. Wolfgang Lassmann-Stiftung, 2011 an der MLU gegründet). Benannt ist die Auszeichnung nach Leonid Witaljewitsch Kantorowitsch, dem Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften aus St. Petersburg. Die hallesche Universität arbeitete bis zu seinem Tod im Jahre 1986 eng mit ihm zusammen und verlieh ihm 1984 die Ehrendoktorwürde.

Das Institut für Unternehmensforschung und Unternehmensführung existiert seit 19 Jahren und fördert seitdem die praxisrelevante Forschung am Wirtschaftswissenschaftlichen Bereich der MLU sowie die Umsetzung der Forschungsergebnisse in der privaten Wirtschaft und der öffentlichen Verwaltung. Eine der wichtigsten Veranstaltungen des ifu sind die halleschen Wirtschaftsgespräche, die zweimal jährlich stattfinden.

Ansprechpartner:
PD Dr. Axel Stolze
Institut für Unternehmensforschung und Unternehmensführung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg e. V.
Telefon: 0345 55 23412
E-Mail: ifu@uni-halle.de

Ute Olbertz | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-halle.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Umfangreiche Fördermaßnahmen für Forschung an Chromatin, Nebenniere und Krebstherapie
28.06.2017 | Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt

nachricht Revolutionäres Desinfektionsverfahren und Referenzmaterial für Genanalysen sind UNIQUE-Sieger
28.06.2017 | Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelles und umweltschonendes Laserstrukturieren von Werkzeugen zur Folienherstellung

Kosteneffizienz und hohe Produktivität ohne dabei die Umwelt zu belasten: Im EU-Projekt »PoLaRoll« entwickelt das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen gemeinsam mit dem Oberhausener Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheit- und Energietechnik UMSICHT und sechs Industriepartnern ein Modul zur direkten Laser-Mikrostrukturierung in einem Rolle-zu-Rolle-Verfahren. Ziel ist es, mit Hilfe dieses Systems eine siebartige Metallfolie als Demonstrator zu fertigen, die zum Sonnenschutz von Glasfassaden verwendet wird: Durch ihre besondere Geometrie wird die Sonneneinstrahlung reduziert, woraus sich ein verminderter Energieaufwand für Kühlung und Belüftung ergibt.

Das Fraunhofer IPT ist im Projekt »PoLaRoll« für die Prozessentwicklung der Laserstrukturierung sowie für die Mess- und Systemtechnik zuständig. Von den...

Im Focus: Das Auto lernt vorauszudenken

Ein neues Christian Doppler Labor an der TU Wien beschäftigt sich mit der Regelung und Überwachung von Antriebssystemen – mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums und von AVL List.

Wer ein Auto fährt, trifft ständig Entscheidungen: Man gibt Gas, bremst und dreht am Lenkrad. Doch zusätzlich muss auch das Fahrzeug selbst ununterbrochen...

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Marine Pilze – hervorragende Quellen für neue marine Wirkstoffe?

28.06.2017 | Veranstaltungen

Willkommen an Bord!

28.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

EUROSTARS-Projekt gestartet - mHealth-Lösung: time4you Forschungs- und Entwicklungspartner bei IMPACHS

28.06.2017 | Unternehmensmeldung

Proteine entdecken, zählen, katalogisieren

28.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Scheinwerfer-Dimension: Volladaptive Lichtverteilung in Echtzeit

28.06.2017 | Automotive