Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kai-Uwe von Hassel Preis für NaT-Working Meeresforschung

19.11.2010
Initiative des IFM-GEOMAR für Arbeit mit Schülern ausgezeichnet

Schüler für Naturwissenschaften zu begeistern ist das Ziel der Initiative „NaT-Working Meeresforschung“ am Kieler Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR). Dazu bringt sie Schüler, Lehrer und Wissenschaftler in gemeinsamen Projekten zusammen. Für ihre erfolgreiche Arbeit erhielt die Initiative heute den mit 2.500 Euro dotierten Kai-Uwe von Hassel Preis der Hermann Ehlers Stiftung.

Etwas über neue Tier- und Pflanzenarten zu lesen, die in die Ostsee eingewandert sind, ist spannend. Sie zusammen mit echten Meeresbiologen zu beobachten und zu erforschen, ist aber noch viel aufregender. Die Initiative „NaT-Working Meeresforschung“ des Kieler Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) versucht, junge Menschen für naturwissenschaftliche Fächer zu begeistern, indem sie Schüler, Lehrer und Wissenschaftler zusammenbringt und gemeinsame Forschungsprojekte organisiert.

Für ihre erfolgreiche Arbeit wurde der Initiative heute der Kai-Uwe von Hassel Förderpreis der Hermann Ehlers Stiftung verliehen. „NaT-Working steht für einen neuen Ansatz des ,Netzwerkens’: Die Initiative zeigt auf, wie Interesse an Naturwissenschaften und Technik innerhalb und außerhalb des Schulunterrichts nachhaltig geweckt werden kann“, betonte der Vorsitzende der Hermann Ehlers Stiftung Otto Bernhardt während der Preisverleihung.

Bernhardt sagte, dass die Stiftung mit dem Preis das herausragende Engagement des Projektes würdigt, dem es gelungen sei, Heranwachsenden Spitzenforschung und die Menschen dahinter näher zu bringen und den Lehrern durch direkten Zugang zu Wissenschaftlern Ideen für neue Lehrinhalte zu bieten.

Auch Schleswig-Holsteins Wissenschaftsminister Jost de Jager hob in seiner Laudatio die Bedeutung der Nat-Working-Initiative hervor: „Das Meer und dessen Stellenwert für die Menschen zu verstehen ist von elementarer Bedeutung für die Zukunft. Deshalb brauchen wir junge Leute, die auch in den kommenden Jahren und Jahrzehnten die exzellente Meeresforschung, wie sie in Schleswig-Holstein betrieben wird, weiter voranbringen.“ NaT-Working Meeresforschung ermögliche Schülerinnen und Schüler, die Arbeit echter Meeresforscher kennen zu lernen. „Die Initiative begeistert den Nachwuchs für diesen zukunftsweisenden Wissenschaftszweig und sichert auch den Wissenschaftsstandort Schleswig-Holstein“, sagte de Jager.

Projektleiter Dr. Joachim Dengg, der den Preis stellvertretend für alle an der Initiative Beteiligten entgegennahm, bedankte sich nach der Preisverleihung: „Es ist für uns eine herausragende Ehre und Freude, dass die Hermann Ehlers Stiftung unsere Arbeit mit dem Kai-Uwe von Hassel Förderpreis würdigt. Vor allem ist es aber ein Ansporn, auch weiterhin Schüler für naturwissenschaftliches Arbeiten und unsere Wissenschaftler für das Engagement in der Nachwuchsförderung zu begeistern“.

Die mit Mitteln der Robert Bosch Stiftung gestartete Initiative „NaT-Working-Meeresforschung“ läuft seit 2003 mit großem Erfolg in Kiel. Das regelmäßige Programm umfasst Projekte für Schulklassen, Förderkurse aus dem Begabtenprogramm des Landes Schleswig-Holstein und Einzelschüler: Derzeit erstellen zum Beispiel zehn Schüler aus Schleswig-Holstein unter Betreuung von Forschern des IFM-GEOMAR Jahresarbeiten über meereswissenschaftliche Themen. Ergänzt wird dies nach Möglichkeit durch besondere Vorhaben, beispielweise durch internationale Kooperationen wie das EU-Projekt CarboSchools, Videoprojekte mit den Kieler Sonderforschungsbereichen 574 und 754, bei denen Schüler Filme über wissenschaftliche Themen drehen, und Highlights wie die Teilnahme einzelner Schüler an Expeditionen mit deutschen Forschungsschiffen oder zu Vulkanen in den Anden. Aktuell arbeitet Dengg außerdem als „NaT-Working Botschafter“ daran, ähnliche Initiativen zwischen Schule und Wissenschaft in der Region enger zu vernetzen und so diese Angebote weiter in die Breite zu tragen.

Andreas Villwock | idw
Weitere Informationen:
http://www.hermann-ehlers.de
http://nat-meer.ifm-geomar.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Klimawandel und Ökosystemfunktionen im Bergregenwald
18.12.2017 | Philipps-Universität Marburg

nachricht Spitzenforschung vom Nanodraht bis zur Supernova: Fünf ERC Consolidator Grants für die TU München
14.12.2017 | Technische Universität München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Carmenes“ findet ersten Planeten

Deutsch-spanisches Forscherteam entwirft, baut und nutzt modernen Spektrografen

Seit Januar 2016 nutzt ein deutsch-spanisches Forscherteam mit Beteiligung der Universität Göttingen den modernen Spektrografen „Carmenes“ für die Suche nach...

Im Focus: Fehlerfrei ins Quantencomputer-Zeitalter

Heute verfügbare Ionenfallen-Technologien eignen sich als Basis für den Bau von großen Quantencomputern. Das zeigen Untersuchungen eines internationalen Forscherteams, deren Ergebnisse nun in der Fachzeitschrift Physical Review X veröffentlicht wurden. Die Wissenschaftler haben für Ionenfallen maßgeschneiderte Protokolle entwickelt, mit denen auftretende Fehler jederzeit entdeckt und korrigiert werden können.

Damit die heute existierenden Prototypen von Quantencomputern ihr volles Potenzial entfalten, müssen sie erstens viel größer werden, d.h. über deutlich mehr...

Im Focus: Error-free into the Quantum Computer Age

A study carried out by an international team of researchers and published in the journal Physical Review X shows that ion-trap technologies available today are suitable for building large-scale quantum computers. The scientists introduce trapped-ion quantum error correction protocols that detect and correct processing errors.

In order to reach their full potential, today’s quantum computer prototypes have to meet specific criteria: First, they have to be made bigger, which means...

Im Focus: Search for planets with Carmenes successful

German and Spanish researchers plan, build and use modern spectrograph

Since 2016, German and Spanish researchers, among them scientists from the University of Göttingen, have been hunting for exoplanets with the “Carmenes”...

Im Focus: Immunsystem - Blutplättchen können mehr als bislang bekannt

LMU-Mediziner zeigen eine wichtige Funktion von Blutplättchen auf: Sie bewegen sich aktiv und interagieren mit Erregern.

Die aktive Rolle von Blutplättchen bei der Immunabwehr wurde bislang unterschätzt: Sie übernehmen mehr Funktionen als bekannt war. Das zeigt eine Studie von...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Neue Konfenzreihe in Berlin: Landscape 2018 - Ernährungssicherheit, Klimawandel, Nachhaltigkeit

18.12.2017 | Veranstaltungen

Call for Contributions: Tagung „Lehren und Lernen mit digitalen Medien“

15.12.2017 | Veranstaltungen

Die Stadt der Zukunft nachhaltig(er) gestalten: inter 3 stellt Projekte auf Konferenz vor

15.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Lipid-Nanodisks stabilisieren fehlgefaltete Proteine für Untersuchungen

18.12.2017 | Biowissenschaften Chemie

Von Alaska bis zum Amazonas: Pflanzenmerkmale erstmals kartiert

18.12.2017 | Biowissenschaften Chemie

Krebsforschung in der Schwerelosigkeit

18.12.2017 | Biowissenschaften Chemie