Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Johnson Controls-Saft gewinnt 2. Preis beim ÖkoGlobe

09.09.2010
Elektromobilität - Johnson Controls-Saft fährt vorne mit

Der Autobatterie-Experte Johnson Controls-Saft ist am Dienstag in der Kategorie 6 "Zuliefer- Innovation" mit dem 2. Platz des ÖkoGlobes ausgezeichnet worden. Die besonderen Vorteile haben die Jury überzeugt: Die Batterie ermöglicht 130 km Fahrspaß im elektrischen Modus, hat eine Lebensdauer von über 10 Jahren und ein besonderes Sicherheitskonzept.

Bei der Auszeichnung handelt es sich um einen internationalen Umweltpreis für die Automobilindustrie und ihre Zulieferer, der bereits zum 4. Mal Lösungen rund um nachhaltige Mobilität in 10 Kategorien bewertet. Initiiert wurde der Preis 2007 von dem Aktionskünstler HA Schult, verliehen wird er von der DEVK und vom ACV in Zusammenarbeit mit dem Institut CAR Center Research der Fachhochschule Gelsenkirchen. Die feierliche Preisübergabe fand am Dienstag in Köln statt.

"Wir sind sehr stolz auf den Preis und freuen uns darüber, dass wir für unser Engagement für nachhaltige Produkte ausgezeichnet werden", sagt Stefan Suckow, Key Account Director bei Johnson Controls-Saft. Bei Johnson Controls-Saft handelt es sich um ein Joint Venture mit einer Erfahrung von über 20 Jahren in der Entwicklung von Lithium-Ionen-Batterien für Automobile.

Zukünftig müssen Fahrzeuge weniger Kraftstoff verbrauchen, ja eines Tages ganz ohne Kraftstoffe aus Erdöl auskommen, um den CO2-Ausstoß zu minimieren und das Klima zu schonen. Ford holt zusammen mit Azure Dynamics die Zukunft in die Gegenwart, denn im Herbst wird die Produktion des Ford Transit Connect Electric gestartet. Die Lithium- Ionen-Batterien von Johnson Controls-Saft werden bei dem neuen Elektroauto eine wichtige Rolle spielen, denn ihnen kommt bei der Speicherung von elektrischer Energie eine Schlüsselrolle zu.

130 km Fahrspaß im elektrischen Modus

Ende 2010 wird in den USA die Produktion des Ford Transit Connect Electric gestartet. Dabei handelt es sich um ein leichtes Nutzfahrzeug mit Elektroantrieb, das auch in Europa in 2011 auf die Straße kommen wird. Die Batterie stammt von Johnson Controls-Saft. An den Systemintegrationsstandorten in Hannover und Milwaukee haben Ingenieure die Batterie entwickelt und getestet, die in Holland, Michigan, produziert und zum System zusammengebaut wird.

Die Batterie befindet sich im Boden des Fahrzeugladeraums und besteht aus insgesamt 192 Hochenergiezellen à 41 Ah. Mit einem Energieinhalt von 28 kWh fährt der Transit Connect rund 130 km im elektrischen Modus. An herkömmlichen Haushaltssteckdosen kann das Batteriesystem über Nacht bequem aufgeladen werden. Die Batterie wurde entwickelt, um mehr als 3.000 Lade- und Entladezyklen zu realisieren. Das entspricht einer Fahrleistung von mehr als 300.000 km. Ein Flüssigkeitskühlungssystem hält die Zellen auf einer optimalen Betriebstemperatur, um eine Lebensdauer von 10 Jahren zu ermöglichen.

Sicherheit wird großgeschrieben

Um einen sicheren Fahrzeugbetrieb zu ermöglichen, haben die Konstrukteure vorgesorgt: redundante Sicherheitssysteme von der Softwaresteuerung bis hin zur Abschaltung auf Zellebene.

Das Batteriemanagementsystem ist mit dem Sicherheitsmanagementsystem des Autos verbunden. Bei einem Unfall wird die Batterie dann blitzschnell ausgeschaltet und die Verbindung zum Fahrzeug getrennt.

Johnson Controls ist ein Lithium-Ionen-Batterie-Pionier und fertigt diesen Batterietyp seit 2008 in seinem Joint Venture Johnson Controls-Saft in Serie. Schon heute arbeiten die Entwickler in Hannover daran, die Batterien leichter zu machen und trotzdem die Speicherkapazität weiter zu erhöhen.

Johnson Controls ist der weltweit führende Anbieter von Bleibatterien und Energiespeichersystemen für Hybrid- und Elektrofahrzeuge. In unseren 30 Werken produzieren wir mehr als ein Drittel der weltweit hergestellten Bleibatterien für namhafte Automobilhersteller und Ersatzteilanbieter. Mit unseren Innovationen fördern und gestalten wir den Markt für fortschrittliche Energiespeichersysteme zum Antrieb von Hybrid- und Elektrofahrzeugen.

Unser Joint Venture Johnson Controls-Saft ist weltweit das erste Unternehmen, das Lithium-Ionen-Batterien für Hybridfahrzeuge in Großserien produziert. Unsere erstklassigen Technologien, Produktionseinrichtungen und Recycling-Fähigkeiten beweisen den hohen Stellenwert, den wir der Nachhaltigkeit beimessen.

Ina Longwitz | Johnson Controls
Weitere Informationen:
http://www.jci.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Fraunhofer WKI koordiniert vom BMEL geförderten Forschungsverbund zu Zusatznutzen von Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen
05.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Holzforschung - Wilhelm-Klauditz-Institut WKI

nachricht 1,5 Mio. Euro für das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW)
05.12.2016 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Nährstoffhaushalt einer neuentdeckten “Todeszone” im Indischen Ozean auf der Kippe

06.12.2016 | Geowissenschaften

Entschlüsselung von Kommunikationswegen zwischen Tumor- und Immunzellen beim Eierstockkrebs

06.12.2016 | Medizin Gesundheit

Bioabbaubare Polymer-Beschichtung für Implantate

06.12.2016 | Materialwissenschaften