Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Johann-Wempe-Preis an Prof. Ken Freeman

09.12.2008
Preisverleihung am Astrophysikalischen Institut Potsdam (AIP)

Der diesjährige Johann-Wempe-Preis des Astrophysikalischen Institut Potsdam (AIP) wird am Montag, dem 15. Dezember 2008 an Prof. Dr. Dr. h.c. Kenneth C. Freeman von der Australischen National-Universität für sein Lebenswerk in der Erforschung des Aufbaus und der Struktur der Galaxien verliehen.

Der Preis wird aus Mitteln finanziert, die der letzte Direktor des ehemaligen Astrophysikalischen Observatoriums Potsdam, Prof. Dr. Johann Wempe (1906-1980), hinterlassen hat. Er umfasst eine Einladung zu einem mehrmonatigen Gastaufenthalt ans AIP mit einer angemessenen finanziellen Ausstattung. Er kann sowohl an jüngere Wissenschaftler, die bereits mit bemerkenswerten Leistungen hervorgetreten sind, als auch an erfahrene Wissenschaftler in Würdigung ihres Lebenswerkes verliehen werden. Bisherige Preisträger waren Prof. Tom Abel von der Stanford University (2001), Dr. Russel D. Cannon vom Anglo-Australian Observatory Sydney (2002), Dr. Isabelle Baraffe und Prof. Gilles Chabrier von der Ecole Normale Supérior de Lyon (2004), Dr. Alexander G. Kosovichev von der Stanford University (2005), Prof. Eva Grebel vom Astronomischen Institut der Universität Basel (2006) und Dr. Ignasi Ribas vom Institut für Spezielle Studien von Katalonien, Spanien (2007).

Prof. Ken Freemans Forschungsinteressen liegen hauptsächlich im Aufbau und der Entstehung von Galaxien, insbesondere unserer Milchstraße. Außerdem widmete er sich dem Problem der Dunklen Materie in Galaxien: Er war einer der ersten, der nachweisen konnte, dass Spiralgalaxien einen sehr großen Anteil an Dunkler Materie enthalten.

Ken Freeman studierte Mathematik und Physik an der Universität von West-Australien und beendete das Studium dort mit Auszeichnung in angewandter Mathematik. Für seine Doktorarbeit ging Ken Freeman an die Universität Cambridge, um im Bereich der theoretischen Astrophysik zu arbeiten. Nach anschließenden Forschungsaufenthalten an der Universität Texas in Austin und einem Forschungsstipendium am Trinity College in Cambridge, kehrte Ken Freeman 1967 wieder nach Australien zurück, als Queen Elizabeth Fellow an das Mt Stromlo Observatory. Mit Ausnahme eines Jahres am Kapteyn Institut in Groningen arbeitet Ken Freeman seither am Mount Stromlo Observatory. Er ist Ehrendoktor der Universität von West-Australien, Mitglied der Royal Society und der Australischen Akademie der Wissenschaften und Träger zahlreicher Wissenschaftspreise. Er zählt zu den fünf meistzitierten Wissenschaftlern Australiens.

Prof. Dr. Gerry Gilmore vom Institut für Astronomie der Universität Cambridge wird zur Wempe-Preisverleihung am 15. Dezember 2008 einen Festvortrag zu Prof. Freemans Forschungsgebiet halten: "Milky Way Formation - what needs to be explained".

Das AIP beschäftigt sich vorrangig mit kosmischen Magnetfeldern und extragalaktischer Astrophysik. Daneben wirkt das Institut als Kompetenzzentrum bei der Entwicklung von Forschungstechnologie in den Bereichen Spektroskopie, robotische Teleskope und E-Science. Das AIP ist Nachfolger der 1700 gegründeten Berliner Sternwarte und des 1874 gegründeten Astrophysikalischen Observatoriums Potsdam, das sich als erstes Institut weltweit ausdrücklich der Astrophysik widmete. Das AIP ist eine Stiftung privaten Rechts und ein Institut der Leibniz-Gemeinschaft. Zur Leibniz-Gemeinschaft gehören derzeit 82 außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, die wissenschaftliche Fragestellungen von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung bearbeiten.

Kontakt:
Prof. Dr. Matthias Steinmetz
Tel.: 0331 7499 - 381
msteinmetz@aip.de
Madleen Köppen, Pressestelle
Tel.: 0331 7499 - 469
Fax: 0331 7499 - 216
presse@aip.de

Madleen Köppen | idw
Weitere Informationen:
http://www.aip.de/pr/presse.html
http://www.aip.de/news/wempe/index.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Millionen für die Krebsforschung
20.09.2017 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

nachricht Ausschreibung des Paul-Martini-Preises 2018 für klinische Pharmakologie
19.09.2017 | Paul-Martini-Stiftung (PMS)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Höher - schneller - weiter: Der Faktor Mensch in der Luftfahrt

20.09.2017 | Veranstaltungen

Wälder unter Druck: Internationale Tagung zur Rolle von Wäldern in der Landschaft an der Uni Halle

20.09.2017 | Veranstaltungen

7000 Teilnehmer erwartet: 69. Urologen-Kongress startet heute in Dresden

20.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Granulare Materie blitzschnell im Bild

21.09.2017 | Verfahrenstechnologie

Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

21.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Überleben auf der Schneeball-Erde

21.09.2017 | Biowissenschaften Chemie