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Jean-Pierre Lefebvre erhält Jacob- und Wilhelm-Grimm-Preis des DAAD

10.11.2008
Der Jacob- und Wilhelm-Grimm-Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) geht in diesem Jahr an den international renommierten französischen Germanisten Professor Dr. Jean-Pierre Lefebvre.

Der Preis ist mit 5.000 Euro und einem vierwöchigen Forschungsaufenthalt an einer deutschen Hochschule dotiert und wird am 24. November 2008 im Palais Beauharnais in Paris auf Einladung des deutschen Botschafters Reinhard Schäfers vom Präsidenten des DAAD, Prof. Dr. Stefan Hormuth, verliehen.

Jean-Pierre Lefebvre hat den Lehrstuhl für deutsche Literatur an der Ecole Normale Supérieure in Paris inne und leitet die germanistische Abteilung. Er ist einer der profiliertesten Vertreter der deutschen Literaturwissenschaft im Ausland und zeichnet sich aus durch große Breite seiner wissenschaftlichen Themen und Forschungsfelder.

Sie reichen von der Goethezeit über Hölderlin, Hegel, Heine und Marx bis zu Paul Celan. Seine Fähigkeit, die Literaturwissenschaft durch Erkenntnisse der Philosophie, der Ideengeschichte und der Soziologie zu erweitern und die Germanistik mit der Kulturwissenschaft zu verbinden, hat ihm hohes Ansehen eingetragen. Auch als exzellenter Übersetzer ist er hervorgetreten - nicht nur den Schriften von Hegel und Marx sondern auch der Lyrik von Paul Celan sowie Romanen von Christoph Ransmayr widmete er sich als solcher. Hervorzuheben ist die 1993 in der Klassiker-Bibliothek "La Pléiade" erschienene umfangreiche Anthologie deutscher Gedichte.

Jean-Pierre Lefebvre hat sich um das fachliche Renommee der Germanistik in Frankreich verdient gemacht; dem fach- und kulturpolitischen Austausch mit der Germanistik in Deutschland und anderen europäischen Regionen gehört seine besondere Aufmerksamkeit.

Der Jacob- und Wilhelm-Grimm-Preis des DAAD wird jährlich an ausländische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für herausragende Arbeiten auf den Gebieten germanistischer Literatur- und Sprachwissenschaft, Deutsch als Fremdsprache sowie Deutschlandstudien vergeben. Der Preis soll diejenigen ehren, die durch ihre Lehr- und Forschungstätigkeit im Ausland in besonderem Maße zur internationalen akademischen Kooperation und zur kulturellen Verständigung beigetragen haben.

Kontakt:
Friederike Schomaker, DAAD
Fachliche Lektorenbetreuung
Tel.: 0228 / 882-650
E-Mail: schomaker@daad.de
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Francis Hugenroth
Tel: 0228 / 882-454
Fax: 0228 / 882-659
E-Mail: presse@daad.de
Kennedyallee 50
D - 53175 Bonn

Nora Neuwinger | idw
Weitere Informationen:
http://www.daad.de

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