Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

An der Jacobs entwickeltes Datenbanksystem „rasdaman“ erhält internationalen Preis

25.06.2013
Die rasdaman Big Data Technologie ist mit dem Geospatial World Innovation Award ausgezeichnet worden.

Das unter der Leitung von Peter Baumann, Professor für Informatik an der Jacobs University, entwickelte Datenbanksystem verarbeitet multidimensionale Rasterdaten. Ähnlich wie Google Maps 2-dimensionale Karten bereitstellt, kann das Datenbanksystem zum Beispiel 4-dimensionale Klimadaten visualisieren und analysieren. Die rasdaman Technologie beantwortet Fragen wie: „Wo ist die Meeresströmung?“.

Das Datenbanksystem kann die Überflutung einer Stadt simulieren, wenn ein Fluss über die Ufer tritt, und Häuslebauern Auskunft über die Überschwemmungsgefahr für Grundstücke in Ufernähe geben.

Das Open-Source-System wird in einer Reihe von EU-Projekten eingesetzt. Dafür fließen 1,3 Millionen Euro Fördergeld an die Jacobs University. Eindimensionale Messreihen, zweidimensionale Satellitenbilder, dreidimensionale Daten aus der Meeresforschung und vierdimensionale Klimadaten können auf Anfrage selektiert, verknüpft und analysiert werden. Die von der EU geförderte transatlantische Initiative Earth-Server etwa, nutzt rasadaman für multidimensionale Analysen von geowissenschaftlichen und astrophysikalischen Daten.

Professor Hrishikesh Samant aus Indien überreichte den Geospatial World Innovation Award an Peter Baumann und den Repräsentanten der Europäischen Kommission, Wim Jansen. In seiner Festrede hieß es, die rasdaman Technologie führe zu einer weltweiten Demokratisierung und Nutzung von Daten auf allen Ebenen. Dies sei nicht nur der Wissenschaft dienlich, sondern biete auch Unternehmen die Möglichkeit zur Erschließung neuer Geschäftsmodelle. Weiterhin verbessere diese Innovation den Informationsfluss zwischen Regierung und Bürgern erheblich.

Peter Baumann kommentiert: „ Unsere Technologie ist für Wissenschaftler interessant, für die Industrie, für Institutionen wie etwa den deutschen Wetterdienst, aber natürlich auch für die breite Öffentlichkeit. Unser Ziel ist es, die rasdaman Technologie für jedermann bereitzustellen.“

Die Technik hinter diesem Vorhaben ist hochkomplex, denn nicht nur die riesigen und stetig wachsenden Datenmengen - eine einzige Klimasimulations-Datenreihe kann bereits Terabytes umfassen - sondern auch die Verwendung unterschiedlichster Datenformate und Bereitstellungsprogramme erfordern ein intelligentes und vor allem flexibles Datenbanksystem.

Weitere Fragen beantwortet:
Peter Baumann | Professor of Computer Science
Email: p.baumann@jacobs-university.de | Tel.: +49 421 200-3178

Judith Ahues | idw
Weitere Informationen:
http://www.jacobs-university.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)
26.05.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Neues Helmholtz-Institut in Würzburg erforscht Infektionen auf genetischer Ebene
24.05.2017 | Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften