Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Jacob-Henle-Medaille an Experten der Nierenanatomie

26.01.2010
Professor Dr. Sebastian Bachmann von der Charité Berlin erhält am Donnerstag, 28. Januar 2010, um 15:15 Uhr im Hörsaal 542 des Universitätsklinikums Göttingen die Jacob-Henle-Medaille aus Anlass des 200. Geburtstags des großen Göttinger Anatomen.

Aus Anlass des 200. Geburtstags des großen Göttinger Anatomen und Nierenexperten Jacob Henle im Jahr 2009 verleiht die Medizinische Fakultät der Universitätsmedizin Göttingen die Jacob-Henle-Medaille an einen ausgewiesenen Nierenanatomen der Neuzeit: Professor Dr. Sebastian Bachmann von der Charité Berlin arbeitet seit vielen Jahren auf jenem Arbeitsgebiet, das Jacob Henle ehemals begründete. Bachmann gilt als internationaler Experte in der Erforschung von Struktur, Funktion und molekularer Ausstattung des harnbereitenden Tubulussystems der Niere.

Prof. Bachmann erhält die Auszeichnung für seine medizinisch bedeutsame Arbeit auf dem Gebiet der funktionellen Anatomie und der Physiologie der Niere. Die feierliche Verleihung der Jacob-Henle-Medaille findet statt am Donnerstag, 28. Januar 2010, um 15:15 Uhr im Hörsaal 542 des Universitätsklinikums Göttingen. Die Laudatio spricht Professor Dr. Gerhard Burckhardt, Studiendekan und Direktor der Abteilung Vegetative Physiologie und Pathophysiologie der Universitätsmedizin Göttingen. Im Anschluss daran hält Professor Bachmann einen Vortrag zum Thema "Im Geiste des Erfinders: Mechanismen der Henle`schen Schleife für die renale Homöostaseregulation".

Verleihung der Jacob-Henle-Medaille
an Prof. Dr. Sebastian Bachmann, Charité-Universitätsmedizin Berlin
Donnerstag, 28. Januar 2010, 15:15 Uhr
Hörsaal 542, Universitätsklinikum Göttingen
Robert-Koch-Straße 40, 37075 Göttingen
Medienvertreter sind herzlich eingeladen!
Prof. Dr. Sebastian Bachmann ist seit 2004 Direktor des Instituts für Vegetative Ana-tomie im Zentrum für Anatomie der Charité-Universitätsmedizin Berlin. Er studierte Biologie und Philosophie in Kiel und Salzburg und wurde 1978 im Fach Zoologie mit einer Arbeit zum "Axialorgan der Echinodermen promoviert. 1990 absolvierte er die Habilitation für das Fach Anatomie und Zellbiologie. Seit 1995 ist Professor Bachmann an der Charité Berlin als Professor für Anatomie tätig. Einer seiner Forschungsschwerpunkte liegt dabei in dem Bereich, den Jacob Henle mit der Entdeckung der "Henle`schen Schleife" vor über 140 Jahren in Göttingen begründete. Professor Bachmann hat mit Hilfe der Mikroskopie viel dazu beigetragen, die Funktionen der Nieren zu verstehen. Er ist international in der Erforschung des Transport- und Kreislaufsystems der Nieren tätig.

Seit 2005 ist Prof. Bachmann Sprecher der DFG-Forschergruppe FOR 667 "Epithelia-le Mechanismen der renalen Volumenregulation". Aufgabe des Forschungsverbundes ist es, Störungsmechanismen im Transportsystem der Niere zu ergründen. Es sollen neue Erkenntnisse zur Funktion verschiedener Transportproteine gewonnen werden, die an der Filtrierung des Blutes beteiligt sind. Die Erkenntnisse sollen helfen, Erkrankungen der Niere besser zu verstehen und daraus resultierenden Bluthochdruck sowie Herzinfarkt zu verhindern. Professor Bachmann vernetzt in seinen Arbeiten Grundlagenforschung und klinische Forschung.

Die Jacob Henle-Medaille wird seit 1988 jährlich für herausragende, medizinisch relevante wissenschaftliche Leistungen vergeben. Mit der Verleihung der Medaille erinnert die Medizinische Fakultät der Georg-August-Universität Göttingen an den Göttinger Anatomen und Physiologen Friedrich Gustav Jacob Henle (1809 bis 1885). Henle forschte und lehrte 33 Jahre lang in Göttingen. Nach ihm wurde die "Henle'sche Schleife" benannt, ein spezieller Abschnitt im Tubulus-System (Röhrchensystem der Harnaufbereitung) in der Niere.

WEITERE INFORMATIONEN:
Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität
Unternehmenskommunikation, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Stefan Weller, Telefon 0551 / 39-9959, Fax 0551 / 39-9957
presse.medizin@med.uni-goettingen.de

Stefan Weller | idw
Weitere Informationen:
http://www.universitatsmedizin-goettingen.de

Weitere Berichte zu: Anatomie Jacob-Henle-Medaille Niere Nierenanatomie Physiologie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Ausschreibung des Paul-Martini-Preises 2018 für klinische Pharmakologie
19.09.2017 | Paul-Martini-Stiftung (PMS)

nachricht EU fördert exzellente Nachwuchsforschung: Zehn Auszeichnungen gehen nach Nordrhein-Westfalen
15.09.2017 | Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Im Focus: Ultrakurze Momentaufnahmen der Dynamik von Elektronen in Festkörpern

Mit Hilfe ultrakurzer Laser- und Röntgenblitze haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (Garching bei München) Schnappschüsse der bislang kürzesten Bewegung von Elektronen in Festkörpern gemacht. Die Bewegung hielt 750 Attosekunden lang an, bevor sie abklang. Damit stellten die Wissenschaftler einen neuen Rekord auf, ultrakurze Prozesse innerhalb von Festkörpern aufzuzeichnen.

Wenn Röntgenstrahlen auf Festkörpermaterialien oder große Moleküle treffen, wird ein Elektron von seinem angestammten Platz in der Nähe des Atomkerns...

Im Focus: Ultrafast snapshots of relaxing electrons in solids

Using ultrafast flashes of laser and x-ray radiation, scientists at the Max Planck Institute of Quantum Optics (Garching, Germany) took snapshots of the briefest electron motion inside a solid material to date. The electron motion lasted only 750 billionths of the billionth of a second before it fainted, setting a new record of human capability to capture ultrafast processes inside solids!

When x-rays shine onto solid materials or large molecules, an electron is pushed away from its original place near the nucleus of the atom, leaving a hole...

Im Focus: Quantensensoren entschlüsseln magnetische Ordnung in neuartigem Halbleitermaterial

Physiker konnte erstmals eine spiralförmige magnetische Ordnung in einem multiferroischen Material abbilden. Diese gelten als vielversprechende Kandidaten für zukünftige Datenspeicher. Der Nachweis gelang den Forschern mit selbst entwickelten Quantensensoren, die elektromagnetische Felder im Nanometerbereich analysieren können und an der Universität Basel entwickelt wurden. Die Ergebnisse von Wissenschaftlern des Departements Physik und des Swiss Nanoscience Institute der Universität Basel sowie der Universität Montpellier und Forschern der Universität Paris-Saclay wurden in der Zeitschrift «Nature» veröffentlicht.

Multiferroika sind Materialien, die gleichzeitig auf elektrische wie auch auf magnetische Felder reagieren. Die beiden Eigenschaften kommen für gewöhnlich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Biowissenschaftler tauschen neue Erkenntnisse über molekulare Gen-Schalter aus

19.09.2017 | Veranstaltungen

Zwei Grad wärmer – und dann?

19.09.2017 | Veranstaltungen

10. Cottbuser Medienrechtstage zu »Fake News, Hate Speech und Whistleblowing«

18.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parasitenflirt: Molekulare Kamera zeigt Paarungszustand von Bilharziose-Erregern in 3D

19.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Biowissenschaftler tauschen neue Erkenntnisse über molekulare Gen-Schalter aus

19.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Ausschreibung des Paul-Martini-Preises 2018 für klinische Pharmakologie

19.09.2017 | Förderungen Preise