Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

IWM erhält Forschungsgeld in Höhe von 1,3 Millionen Euro

04.12.2013
Das Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM) in Tübingen hat im bundesweiten Leibniz-Wettbewerb um insgesamt knapp 30 Millionen Euro mit drei Projekten erfolgreich abgeschnitten und erhält in den nächsten drei Jahren eine Fördersumme von knapp 1,3 Millionen Euro.

Für das IWM ist das eine weitere Bestätigung seiner erfolgreichen Entwicklung, nachdem der Senat der Leibniz-Gemeinschaft dem Tübinger Institut in der vergangenen Woche bereits Forschungsarbeit auf internationalem Spitzenniveau bescheinigt hat.

„Wir sind sehr stolz darauf, dass wir nach der hervorragenden Evaluierung durch den Senat der Leibniz-Gemeinschaft nun den nächsten Erfolg nach Tübingen tragen können“, gibt der Direktor des IWM, Prof. Dr. Dr. Friedrich W. Hesse, bekannt. Eine Fördersumme von knapp einer Million Euro warb Dr. Dr. Elise Klein, Postdoktorandin am IWM, in der Förderlinie "Frauen für wissenschaftliche Leitungspositionen" ein. In ihrem Projekt erforscht die Wissenschaftlerin Netzwerke im Gehirn die uns das Rechnen ermöglichen. Mit den gewonnenen Erkenntnissen möchte sie Interventionsprogramme entwickeln, die sowohl für das Erlernen von Rechnen, Schreiben und Lesen im Schulunterricht nutzbar sind, als auch für das Wiedererlernen dieser Fähigkeiten beispielweise nach einem Schlaganfall.

Prof. Dr. Ulrike Cress ist mit einer Fördersumme von knapp 150.000 Euro an einem Projekt des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim (ZEW) beteiligt. Hier erforschen Wissenschaftler die Chancen und Risiken der Allgegenwart der Arbeit. Beschäftigte können heute durch moderne Netzwerke fast überall und jederzeit auf Informationen ihres Unternehmens zugreifen und intern wie extern kommunizieren. Ihre Arbeit ist daher nicht mehr an ihren Arbeitsplatz gebunden. Die Wissenschaftler des IWM untersuchen welche Auswirkungen die verstärkte Vernetzung auf den Arbeitsalltag und die dort erlebten Anforderungen hat.

An einem dritten Projekt unter der Leitung des Leibniz-Instituts für Länderkunde in Leipzig (IfL) ist Prof. Dr. Stephan Schwan mit knapp 200.000 Euro beteiligt. Ausgangspunkt ist die digitale Aufbereitung von Landkarten. Mit frei zugänglicher Software im Internet können Nutzer diese Karten nicht mehr nur recherchieren, sondern auch bearbeiten oder mit geringem Aufwand sogar selbst erstellen. Anhand prototypischer Anwendungsfälle (z.B. interaktive Karten im Naturschutzbereich) analysiert das interdisziplinäre Projektteam die verfügbaren "Kartensprachen" und die damit verbundenen Prozesse der Kartennutzung und -erstellung.

Der Leibniz-Wettbewerb wird aus Mitteln des Paktes für Forschung und Innovation des Bundesministeriums für Bildung und Forschung finanziert. Auf Beschluss der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) obliegt das Verfahren in administrativer Hinsicht sowie in den Entscheidungsprozessen der Leibniz-Gemeinschaft. Als internes Wettbewerbsinstrument der Leibniz-Gemeinschaft kann jede der 86 Einrichtungen jährlich einen Antrag einreichen, der sich auf eine der sieben Förderlinien beziehen muss, die die Ziele des Pakts für Forschung und Innovation widerspiegeln. Der Senatsausschuss Wettbewerb (SAW) bewertet dann die Anträge in Konkurrenz zueinander und nach Kriterien wissenschaftlicher Exzellenz.

Kontakt & weitere Information Leibniz-Institut für Wissensmedien
Dr. Dr. Elise Klein, Postdoktorandin in der Nachwuchsgruppe Neurokognition
Leibniz-Institut für Wissensmedien, Schleichstraße 6, 72076 Tübingen,
Tel.: 07071/ 979-261, Fax: 07071/ 979-100, E-Mail: s.neubert@iwm-kmrc.de
Prof. Dr. Ulrike Cress, Leiterin der Arbeitsgruppe Wissenskonstruktion
Leibniz-Institut für Wissensmedien, Schleichstraße 6, 72076 Tübingen,
Tel.: 07071/ 979-261, Fax: 07071/ 979-100, E-Mail: s.neubert@iwm-kmrc.de
Prof. Dr. Stephan Schwan, Leiter der Arbeitsgruppe Wissenserwerb mit Cybermedia
Leibniz-Institut für Wissensmedien, Schleichstraße 6, 72076 Tübingen,
Tel.: 07071/ 979-261, Fax: 07071/ 979-100, E-Mail: s.neubert@iwm-kmrc.de
Steffi Neubert, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Leibniz-Institut für Wissensmedien, Schleichstraße 6, 72076 Tübingen,
Tel.: 07071/ 979-261, Fax: 07071/ 979-100, E-Mail: s.neubert@iwm-kmrc.de
Das Leibniz-Institut für Wissensmedien
Das Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM) in Tübingen erforscht das Lehren und Lernen mit digitalen Technologien. Rund 60 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Kognitions-, Verhaltens- und Sozialwissenschaften arbeiten multidisziplinär an Forschungsfragen zum individuellen und kooperativen Wissenserwerb in medialen Umgebungen. Seit 2009 unterhält das IWM gemeinsam mit der Universität Tübingen Deutschlands ersten WissenschaftsCampus zum Thema „Bildung in Informationsumwelten“. Besuchen Sie uns im Internet unter http://www.iwm-kmrc.de.
Die Leibniz-Gemeinschaft
Das IWM ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft, die 86 selbstständige Forschungseinrichtungen der Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften verbindet. Leibniz-Institute bearbeiten gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevante Fragestellungen. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Grundlagenforschung. Sie unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 16.500 Personen, darunter 7.700 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei 1,4 Milliarden Euro.

Stefanie Neubert | idw
Weitere Informationen:
http://www.iwm-kmrc.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet
02.12.2016 | Universität zu Lübeck

nachricht Ohne erhöhtes Blutungsrisiko: Schlaganfall innovativ therapieren
02.12.2016 | Universität Duisburg-Essen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie