Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Invent a Chip: Die bundesweit besten Schülerteams stehen fest

08.05.2012
Schülerwettbewerb von VDE und BMBF geht in die elfte Runde

Sie starten allein, zu zweit und erstmals in gemischten Teams: Aus dem Feld von mehr als 2.000 Teilnehmern der Klassen 8 bis 13 von weiterführenden und berufsbildenden Schulen wurden jetzt die besten zwölf Entwürfe für „Invent a Chip“ ausgewählt.

Der weltweit einmalige Wettbewerb für junge Chipdesigner, der jährlich vom VDE und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) veranstaltet wird, startet in die Praxisphase. Die Jury hat insgesamt zwölf Teams ausgewählt, die in einem dreitägigen Workshop am Institut für Mikroelektronische Systeme (IMS) der Leibniz Universität Hannover von Experten im Chipdesign trainiert wurden.

Dr.-Ing. Hans Heinz Zimmer, VDE-Vorstandsvorsitzender: „Dieser praktische Teil macht den Wettbewerb zu etwas Besonderem. Frühzeitig haben Jugendliche die Möglichkeit, Einblicke ins Design von Mikrochips zu gewinnen und selbst den technologischen Fortschritt aktiv in Angriff zu nehmen. Im elften Jahr des Wettbewerbs gibt es wieder viele tolle Ideen für neue Mikrochips. Vom Kugelroboter über den Sonnenschutz-Chip bis zur Optimierung von Windrädern oder einer Chip-Warnung vor Taschendieben ist alles dabei.“

Schwerpunktthema von „Invent a Chip“ ist in diesem Jahr das Thema Robotik. Sie kann den Alltag verändern und wenn es nach Dominik Thomas (18) vom Elsa-Brändström-Gymnasium in Oberhausen geht, auch als Einkaufshelfer fungieren: „Der Roboter soll dem Menschen Arbeiten abnehmen, indem er ihm selbständig folgt und Einkaufsgüter trägt“, sagt er. Ihn fasziniert, wie viel Power in einem Mikrochip steckt und die Allgegenwärtigkeit von Chips in modernen Geräten. Ein Spielzeug brachte den 13-jährigen Jiri Stalik vom Gymnasium am Römerkastell in Alzey auf sein Projekt:

„Es besteht aus einer Plastikkugel, in der sich ein Gewicht dreht und die Plastikkugel so zufällig fortbewegt. Da kam mir die Idee einen Roboter zu bauen, der sich auf diese Weise fortbewegt.“ Den Grund für seine Teilnahme bringt er schnell auf den Punkt: „Weil ich finde, dass technische Themen Zukunft haben und unsere Zukunft aktiv gestaltet werden sollte“, sagt der 13-Jährige.

Spaß an Technik haben auch immer mehr junge Frauen: Ihr Anteil liegt in diesem Jahr erneut bei 30 Prozent. Mit kreativen Ansätzen erobern sie sich ganz ungezwungen das technische Terrain: Mit einem intelligenten Kleiderschrank möchten die 17-jährigen Schülerinnen Daniela Bieber und Rebecca Herrmann vom Gymnasium Bad Königshofen auf Erfolgskurs gehen: „Alle Kleidungsstücke sind dafür mit einem Chip versehen, der Informationen wie Farbe, Stil und Wettertauglichkeit enthält und dann Outfitvarianten errechnet und vorschlägt“, beschreiben sie ihren Entwurf. Mit der Zukunft der LED-Technik beschäftigen sich Julius Wiesemann (18) und Joachim Hebeler (17) von der König-Heinrich-Schule in Fritzlar: „Das Besondere an unserer Idee ist, dass sie durch hohe Effizienz und kleine Baugröße eine Grundlage schafft, mehr und bessere LED-Produkte als Ersatz für Glühbirnen in die Häuser zu bringen.“

Mikrochips haben heute fast überall ihren Platz, und so dürften die innovativen Ideen der Jugendlichen vielleicht auch bald ihren Einsatz im Alltag finden. Zum Beispiel der UV-Radiation-Controller, mit dem sich Mira Boes (16), Miriam Geisse (17), Fabian Stroh (18) und Christian Schiffer (17) vom Gymnasium Zitadelle in Jülich beworben haben: „Das Besondere an unserer Idee ist, dass vor allem Eltern von Kindern, die sich selbst noch nicht vor gefährlicher UV-Strahlung und grellem Licht schützen können, rechtzeitig gewarnt werden, wenn gesundheitliche Konsequenzen drohen.“

Die besten und originellsten Chip-Entwürfe werden von einer Jury nominiert und am 5. November in Stuttgart auf dem VDE-Kongress „Smart Grid“ der Öffentlichkeit präsentiert und von Bundesforschungsministerin Professor Annette Schavan ausgezeichnet. Die Sieger von „Invent a Chip“ erwarten nicht nur attraktive Geldpreise von bis zu 3.000 Euro, sondern darüber hinaus die Aufnahme ins Auswahlverfahren für ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes, Kontakte zu Industrie und Hochschulen sowie die Präsentation der Projekte auf Messen und Technikveranstaltungen. Für die jungen Teilnehmer ist das ein wichtiger Ansporn: „Es gibt viele Innovationen in diesem Bereich, das wird sich sicherlich auch auf den Arbeitsmarkt auswirken“, sagt Johannes Linder (18) vom Maristenkolleg in Mindelheim, der einen Chip für Funkamateure plant.

„Invent a Chip“ wird in der aktuellen Wettbewerbsrunde von zahlreichen Sponsoren unterstützt: Bosch, Cassidian, Cologne Chip, Globalfoundries, Infineon, Mentor Graphics, XFAB und der DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE.

Pressekontakt: Melanie Mora, Tel. 069 6308461, melanie.mora@vde.com

Melanie Mora | VDE
Weitere Informationen:
http://www.vde.com
http://www.invent-a-chip.de

Weitere Berichte zu: BMBF Chipdesigner Gymnasium Invent a Chip Mikrochip Plastikkugel Roboter VDE

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Gewebe mit Hilfe von Stammzellen regenerieren
16.10.2017 | Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

nachricht Dr. Philipp Schommers erhält Förderpreis für Klinische Infektionsforschung
16.10.2017 | Uniklinik Köln

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Smarte Sensoren für effiziente Prozesse

Materialfehler im Endprodukt können in vielen Industriebereichen zu frühzeitigem Versagen führen und den sicheren Gebrauch der Erzeugnisse massiv beeinträchtigen. Eine Schlüsselrolle im Rahmen der Qualitätssicherung kommt daher intelligenten, zerstörungsfreien Sensorsystemen zu, die es erlauben, Bauteile schnell und kostengünstig zu prüfen, ohne das Material selbst zu beschädigen oder die Oberfläche zu verändern. Experten des Fraunhofer IZFP in Saarbrücken präsentieren vom 7. bis 10. November 2017 auf der Blechexpo in Stuttgart zwei Exponate, die eine schnelle, zuverlässige und automatisierte Materialcharakterisierung und Fehlerbestimmung ermöglichen (Halle 5, Stand 5306).

Bei Verwendung zeitaufwändiger zerstörender Prüfverfahren zieht die Qualitätsprüfung durch die Beschädigung oder Zerstörung der Produkte enorme Kosten nach...

Im Focus: Smart sensors for efficient processes

Material defects in end products can quickly result in failures in many areas of industry, and have a massive impact on the safe use of their products. This is why, in the field of quality assurance, intelligent, nondestructive sensor systems play a key role. They allow testing components and parts in a rapid and cost-efficient manner without destroying the actual product or changing its surface. Experts from the Fraunhofer IZFP in Saarbrücken will be presenting two exhibits at the Blechexpo in Stuttgart from 7–10 November 2017 that allow fast, reliable, and automated characterization of materials and detection of defects (Hall 5, Booth 5306).

When quality testing uses time-consuming destructive test methods, it can result in enormous costs due to damaging or destroying the products. And given that...

Im Focus: Cold molecules on collision course

Using a new cooling technique MPQ scientists succeed at observing collisions in a dense beam of cold and slow dipolar molecules.

How do chemical reactions proceed at extremely low temperatures? The answer requires the investigation of molecular samples that are cold, dense, and slow at...

Im Focus: Kalte Moleküle auf Kollisionskurs

Mit einer neuen Kühlmethode gelingt Wissenschaftlern am MPQ die Beobachtung von Stößen in einem dichten Strahl aus kalten und langsamen dipolaren Molekülen.

Wie verlaufen chemische Reaktionen bei extrem tiefen Temperaturen? Um diese Frage zu beantworten, benötigt man molekulare Proben, die gleichzeitig kalt, dicht...

Im Focus: Astronomen entdecken ungewöhnliche spindelförmige Galaxien

Galaxien als majestätische, rotierende Sternscheiben? Nicht bei den spindelförmigen Galaxien, die von Athanasia Tsatsi (Max-Planck-Institut für Astronomie) und ihren Kollegen untersucht wurden. Mit Hilfe der CALIFA-Umfrage fanden die Astronomen heraus, dass diese schlanken Galaxien, die sich um ihre Längsachse drehen, weitaus häufiger sind als bisher angenommen. Mit den neuen Daten konnten die Astronomen außerdem ein Modell dafür entwickeln, wie die spindelförmigen Galaxien aus einer speziellen Art von Verschmelzung zweier Spiralgalaxien entstehen. Die Ergebnisse wurden in der Zeitschrift Astronomy & Astrophysics veröffentlicht.

Wenn die meisten Menschen an Galaxien denken, dürften sie an majestätische Spiralgalaxien wie die unserer Heimatgalaxie denken, der Milchstraße: Milliarden von...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresbiologe Mark E. Hay zu Gast bei den "Noblen Gesprächen" am Beutenberg Campus in Jena

16.10.2017 | Veranstaltungen

bionection 2017 erstmals in Thüringen: Biotech-Spitzenforschung trifft in Jena auf Weltmarktführer

13.10.2017 | Veranstaltungen

Tagung „Energieeffiziente Abluftreinigung“ zeigt, wie man durch Luftreinhaltemaßnahmen profitieren kann

13.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

ESO-Teleskope beobachten erstes Licht einer Gravitationswellen-Quelle

16.10.2017 | Physik Astronomie

Was läuft schief beim Noonan-Syndrom? – Grundlagen der neuronalen Fehlfunktion entdeckt

16.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Gewebe mit Hilfe von Stammzellen regenerieren

16.10.2017 | Förderungen Preise