Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Internationaler Wettbewerb um optimale digitale Dateninfrastrukturen für die Forschung

13.07.2017

Der Rat für Informationsinfrastrukturen (RfII) setzt sich mit einer weiteren Publikation für die Förderung der Dateninfrastrukturen in der deutschen Wissenschaft ein. Der Fachbericht zu Strategien des Vereinigten Königreichs, Australiens, Kanadas und der Niederlande bietet wichtige Erkenntnisse und Orientierung in einem Umfeld, welches nicht nur von Kooperation, sondern auch von Wettbewerb geprägt ist. Der Bericht ist ein Ergebnis der internationalen Monitoring-Aktivitäten des RfII.

Internationaler Wettbewerb um optimale digitale Dateninfrastrukturen für die Forschung
RfII-Fachbericht Länderanalysen bestätigt Empfehlung zum Aufbau abgestimmter Infrastrukturdienste

Der Rat für Informationsinfrastrukturen (RfII) setzt sich mit einer weiteren Publikation für die Förderung der Dateninfrastrukturen in der deutschen Wissenschaft ein. Der Fachbericht zu Strategien des Vereinigten Königreichs, Australiens, Kanadas und der Niederlande bietet wichtige Erkenntnisse und Orientierung in einem Umfeld, welches nicht nur von Kooperation, sondern auch von Wettbewerb geprägt ist. Der Bericht ist ein Ergebnis der internationalen Monitoring-Aktivitäten des RfII.

Verschiedene Akteursgruppen im Ausland treiben die Digitalisierung in der Wissenschaft mit nationalspezifisch gesetzten Akzenten voran. Eng vernetzte Forschungsdateninfrastrukturen sind in den analysierten Ländern jedoch übereinstimmend ein hoch priorisiertes Ziel. Um damit Schritt halten zu können und gegebenenfalls Vorbild zu werden, regt der RfII eine Reihe von Maßnahmen an, die den empfohlenen Aufbau einer Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) unterstützen würden, darunter:

- Sicherstellen einer wechselseitigen Anschlussfähigkeit der NFDI zum Aufbau und Betrieb aller Forschungsinfrastrukturen;

- Dauerhaftes, strukturelles Einbinden der Nutzerseite in die Infrastrukturentwicklung, um hinreichend leistungsfähige, den komplexen und sich wandelnden Bedarfen der Forschung gemäße und nachhaltige Lösungen zu entwickeln;

- Formulieren für Deutschland verbindlicher Prinzipien für das Forschungsdatenmanagement;

- Ausstatten von Infrastrukturprojekten mit flexiblen Budgets, um die Durchschlagskraft in die Breite des Wissenschaftssystems zielender Initiativen zu erhöhen;

- Entwickeln neuer Formate und Instrumente zur Vermittlung von Digitalkompetenzen;

- Erproben neuer Wege der Kooperationen mit der Wirtschaft, um darin liegende Chancen zu nutzen, ohne die Souveränität der Wissenschaft über Forschungsdaten zu gefährden.

Um die NFDI in das europäische und internationale Umfeld einzubinden, sollten sich deutsche Vertreter in internationalen Gremien besser abstimmen und für ihr Engagement umfassender unterstützt werden. Eine bessere Koordination der internationalen Aktivitäten deutscher Akteure tut not. Mit dem Aufbau einer NFDI kann Deutschland eine neue Sprechfähigkeit auch ‚nach außen‘ erlangen. Dies kann wissenschaftspolitischen Einfluss auch bei der Mitgestaltung der internationalen Landschaft sichern und verspricht im Verhältnis zu internationalen Partnern eine strategisch noch bessere Position als bisher.

Der Rat für Informationsinfrastrukturen (RfII)

Die 24 Mitglieder des RfII sind von der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) im November 2014 berufen worden. Sie repräsentieren Informationsinfrastruktureinrichtungen, wissenschaftliche Nutzer dieser Einrichtungen, Wissenschaftsministerien von Bund und Ländern sowie Wirtschaft und Gesellschaft.

Kontakt

Die Empfehlungen des RfII stehen unter http://www.rfii.de zum Download bereit. Printexemplare werden auf Anfrage zugesandt. Für die Vermittlung von Expertinnen und Experten zu den im Positionspapier angesprochenen Themen wenden Sie sich gern an das zuständige Referat der RfII-Geschäftsstelle:

Rat für Informationsinfrastrukturen – Geschäftsstelle
Papendiek 16, 37073 Göttingen
Dr. Ilja Zeitlin, Tel. 0551-39-20650
E-Mail: ilja.zeitlin@rfii.de

Weitere Informationen:

http://www.rfii.de

Romas Bielke | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Ausschreibung des Paul-Martini-Preises 2018 für klinische Pharmakologie
19.09.2017 | Paul-Martini-Stiftung (PMS)

nachricht EU fördert exzellente Nachwuchsforschung: Zehn Auszeichnungen gehen nach Nordrhein-Westfalen
15.09.2017 | Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Im Focus: Ultrakurze Momentaufnahmen der Dynamik von Elektronen in Festkörpern

Mit Hilfe ultrakurzer Laser- und Röntgenblitze haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (Garching bei München) Schnappschüsse der bislang kürzesten Bewegung von Elektronen in Festkörpern gemacht. Die Bewegung hielt 750 Attosekunden lang an, bevor sie abklang. Damit stellten die Wissenschaftler einen neuen Rekord auf, ultrakurze Prozesse innerhalb von Festkörpern aufzuzeichnen.

Wenn Röntgenstrahlen auf Festkörpermaterialien oder große Moleküle treffen, wird ein Elektron von seinem angestammten Platz in der Nähe des Atomkerns...

Im Focus: Ultrafast snapshots of relaxing electrons in solids

Using ultrafast flashes of laser and x-ray radiation, scientists at the Max Planck Institute of Quantum Optics (Garching, Germany) took snapshots of the briefest electron motion inside a solid material to date. The electron motion lasted only 750 billionths of the billionth of a second before it fainted, setting a new record of human capability to capture ultrafast processes inside solids!

When x-rays shine onto solid materials or large molecules, an electron is pushed away from its original place near the nucleus of the atom, leaving a hole...

Im Focus: Quantensensoren entschlüsseln magnetische Ordnung in neuartigem Halbleitermaterial

Physiker konnte erstmals eine spiralförmige magnetische Ordnung in einem multiferroischen Material abbilden. Diese gelten als vielversprechende Kandidaten für zukünftige Datenspeicher. Der Nachweis gelang den Forschern mit selbst entwickelten Quantensensoren, die elektromagnetische Felder im Nanometerbereich analysieren können und an der Universität Basel entwickelt wurden. Die Ergebnisse von Wissenschaftlern des Departements Physik und des Swiss Nanoscience Institute der Universität Basel sowie der Universität Montpellier und Forschern der Universität Paris-Saclay wurden in der Zeitschrift «Nature» veröffentlicht.

Multiferroika sind Materialien, die gleichzeitig auf elektrische wie auch auf magnetische Felder reagieren. Die beiden Eigenschaften kommen für gewöhnlich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Biowissenschaftler tauschen neue Erkenntnisse über molekulare Gen-Schalter aus

19.09.2017 | Veranstaltungen

Zwei Grad wärmer – und dann?

19.09.2017 | Veranstaltungen

10. Cottbuser Medienrechtstage zu »Fake News, Hate Speech und Whistleblowing«

18.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Biowissenschaftler tauschen neue Erkenntnisse über molekulare Gen-Schalter aus

19.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Ausschreibung des Paul-Martini-Preises 2018 für klinische Pharmakologie

19.09.2017 | Förderungen Preise

Simulation von Energienetzwerken für Strom, Gas und Wärme

19.09.2017 | Energie und Elektrotechnik