Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Internationaler Preis geht an Südtiroler Forschungszentrum

19.07.2010
Aufgrund des seit über 15 Jahren hohen Engagements für Forschung im Bereich der Alpinen Umwelt hat die Stiftung Südtiroler Sparkasse das Institut für Alpine Umwelt der Europäischen Akademie Bozen (EURAC) für den diesjährigen internationalen Preis der Gulbenkian Stiftung vorgeschlagen. Seit wenigen Tagen steht nun fest: Der prestigeträchtige internationale Preis geht heuer nach Südtirol.

Am Dienstag, den 20. Juli bekommen das EURAC-Institut für Alpine Umwelt und die Vereinigung der amerikanischen Umweltjournalisten den Preis ex aequo in Lissabon feierlich überreicht.

Der Preis, den sich die beiden Erstplatzierten teilen, ist mit 100.000 Euro dotiert. Jedes Jahr wird der Preis an Institutionen verliehen, die entscheidende Denkanstöße oder Handlungen zum Verständnis und dem Schutz der Werte des menschlichen Lebens setzen. Zu den bisherigen Preisträgern zählen etwa das UNHCR (Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen) und das renommierte Institut für Meeresforschung der Universität der Philippinen.

Heuer im internationalen Jahr der Biodiversität erfolgte die Vergabe speziell für einen wesentlichen Beitrag zur biologischen Vielfalt und zum Umweltschutz. Die Gulbenkian Foundation ist eine Stiftung mit Sitz in Lissabon, die Kunst, Wissenschaft, Bildung und Erziehung unterstützt. Ihr Gründer ist der im Jahr 1955 verstorbene Pionier in der Ölforschung, der Geschäftsmann und Kunstsammler Calouste Sarkis Gulbenkian.

Die fünfköpfige Jury, der unter anderem Robert Lord May, Professor am Imperial College London und Jaqueline McGlade, Direktorin der Europäischen Umweltagentur angehören, hat auf Vorschlag der Stiftung Südtiroler Sparkasse das EURAC-Institut zum Wettbewerbssieger gekürt, nicht zuletzt wegen seinem wesentlichen Beitrag in der Forschung im Bereich der Alpinen Umwelt.

Stiftungspräsident Gerhard Brandstätter und der Präsident der EURAC Werner Stuflesser zeigen sich hocherfreut über die Auszeichnung. Brandstätter wertet sie als Bestätigung für die Stiftung, dass die Fördergelder in den vergangenen Jahren am richtigen Ort eingesetzt worden seien. Stuflesser bezeichnet den Preis als Anerkennung für die internationale Bedeutung der an der EURAC geleisteten wissenschaftlichen Arbeit. Die Leiterin des EURAC-Instituts für Alpine Umwelt Ulrike Tappeiner wird den Preis am 20. Juli in Lissabon aus den Händen des Präsidenten der Gulbenkian Foundation Rui Vilar entgegennehmen.

Seit Anbeginn setzt das EURAC-Institut für Alpine Umwelt vor allem auf die Interdisziplinarität und Internationalität der Forschungsarbeiten. Das junge engagierte Forscherteam rund um Tappeiner erforscht, wie sich der globale Wandel auf das sensible ökologische Gleichgewicht in Berggebieten auswirkt und entwickelt Messsysteme und Konzepte für die nachhaltige Entwicklung von Gebirgsregionen.

So hat das Institut gemeinsam mit der Universität Innsbruck einen fünfsprachigen Alpenatlas herausgegeben, der erstmals einen alpenweiten Überblick über die soziale, wirtschaftliche und ökologische Situation der gesamten Bergregion ermöglicht. Außerdem hat das Institut ein Monitoring-System für eine nachhaltige Entwicklung Südtirols ausgearbeitet.

Die Nachhaltigkeitsindikatoren wurden für alle 116 Gemeinden Südtirols berechnet und seit dem Jahr 2000 jährlich aktualisiert (www.sustainability.bz.it). Diese Indikatoren wurden bereits erfolgreich in Agenda-21 Prozessen in einigen Gemeinden Südtirols eingesetzt.

Laura Defranceschi | idw
Weitere Informationen:
http://www.eurac.edu

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Kieler Projekt „FucoSan – Gesundheit aus dem Meer“ erhält 2,2 Millionen Euro
27.07.2017 | Universitätsklinikum Schleswig-Holstein

nachricht Mikrophotonik – Optische Technologien auf dem Weg in die Hochintegration
21.07.2017 | VDI Technologiezentrum GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ruckartige Bewegung schärft Röntgenpulse

Spektral breite Röntgenpulse lassen sich rein mechanisch „zuspitzen“. Das klingt überraschend, aber ein Team aus theoretischen und Experimentalphysikern hat dafür eine Methode entwickelt und realisiert. Sie verwendet präzise mit den Pulsen synchronisierte schnelle Bewegungen einer mit dem Röntgenlicht wechselwirkenden Probe. Dadurch gelingt es, Photonen innerhalb des Röntgenpulses so zu verschieben, dass sich diese im gewünschten Bereich konzentrieren.

Wie macht man aus einem flachen Hügel einen steilen und hohen Berg? Man gräbt an den Seiten Material ab und schüttet es oben auf. So etwa kann man sich die...

Im Focus: Abrupt motion sharpens x-ray pulses

Spectrally narrow x-ray pulses may be “sharpened” by purely mechanical means. This sounds surprisingly, but a team of theoretical and experimental physicists developed and realized such a method. It is based on fast motions, precisely synchronized with the pulses, of a target interacting with the x-ray light. Thereby, photons are redistributed within the x-ray pulse to the desired spectral region.

A team of theoretical physicists from the MPI for Nuclear Physics (MPIK) in Heidelberg has developed a novel method to intensify the spectrally broad x-ray...

Im Focus: Physiker designen ultrascharfe Pulse

Quantenphysiker um Oriol Romero-Isart haben einen einfachen Aufbau entworfen, mit dem theoretisch beliebig stark fokussierte elektromagnetische Felder erzeugt werden können. Anwendung finden könnte das neue Verfahren zum Beispiel in der Mikroskopie oder für besonders empfindliche Sensoren.

Mikrowellen, Wärmestrahlung, Licht und Röntgenstrahlung sind Beispiele für elektromagnetische Wellen. Für viele Anwendungen ist es notwendig, diese Strahlung...

Im Focus: Physicists Design Ultrafocused Pulses

Physicists working with researcher Oriol Romero-Isart devised a new simple scheme to theoretically generate arbitrarily short and focused electromagnetic fields. This new tool could be used for precise sensing and in microscopy.

Microwaves, heat radiation, light and X-radiation are examples for electromagnetic waves. Many applications require to focus the electromagnetic fields to...

Im Focus: Navigationssystem der Hirnzellen entschlüsselt

Das menschliche Gehirn besteht aus etwa hundert Milliarden Nervenzellen. Informationen zwischen ihnen werden über ein komplexes Netzwerk aus Nervenfasern übermittelt. Verdrahtet werden die meisten dieser Verbindungen vor der Geburt nach einem genetischen Bauplan, also ohne dass äußere Einflüsse eine Rolle spielen. Mehr darüber, wie das Navigationssystem funktioniert, das die Axone beim Wachstum leitet, haben jetzt Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) herausgefunden. Das berichten sie im Fachmagazin eLife.

Die Gesamtlänge des Nervenfasernetzes im Gehirn beträgt etwa 500.000 Kilometer, mehr als die Entfernung zwischen Erde und Mond. Damit es beim Verdrahten der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Ferienkurs mit rund 600 Teilnehmern aus aller Welt

28.07.2017 | Veranstaltungen

10. Uelzener Forum: Demografischer Wandel und Digitalisierung

26.07.2017 | Veranstaltungen

Clash of Realities 2017: Anmeldung jetzt möglich. Internationale Konferenz an der TH Köln

26.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Assistenzsysteme für die Blechumformung

28.07.2017 | Maschinenbau

Ruckartige Bewegung schärft Röntgenpulse

28.07.2017 | Physik Astronomie

Satellitendaten für die Landwirtschaft

28.07.2017 | Informationstechnologie