Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Internationaler Preis an Dresdner Biotechnologen für bedeutende gentechnische Entwicklungen

29.03.2010
Prof. Dr. Francis Stewart vom Biotechnologischen Zentrum (BIOTEC) an der TU Dresden erhielt den Preis der Internationalen Gesellschaft für Transgene Technologien für seine ausgezeichnete Errungenschaften auf dem Gebiet der Gentechnik.

Die harte Arbeit der letzten Jahre hat sich ausgezahlt: Prof. Francis Stewart wurde auf dem letzten Treffen der Internationalen Gesellschaft für Transgene Technologien Ende März in Berlin mit dem "Preis für herausragende Beiträge im Feld der transgenen Technologien" ausgezeichnet.

Die Jury würdigte damit Stewarts erfinderische Pionierarbeit in der Entwicklung von Methoden der Gentechnik. Die Gesellschaft ehrt seit 2001 hervorragende Wissenschaftler mit dem Preis, der mit 3000€ Preisgeld verbunden ist und vom ungarischen Künstler Bela Rozsnyay gestaltet wurde.

Der Australier Francis Stewart und sein Forschungslabor haben eine neue Technik des Recombineering entdeckt, eine Methode, die das Engineering von großen DNA Molekülen ermöglicht. Obwohl die Methoden des ursprünglichen DNA Engineerings -basierend auf Schnittstellen - Meilensteine in der Molekularbiologie sind, beschränken sie sich auf relativ kleine DNA Moleküle. Die von Stewart entwickelte Methode beruht auf der Technik des homologen Recombineering (eine molekularbiologische Methode zur Manipulation von DNA), welches durch Proteine vermittelt wird und eine neue Logik für jede Aufgabe im DNA Engineering darstellt. Diese Technik ist weniger arbeitsaufwendig als bisherige und bietet daher große Zeit - und Kostenersparnisse. Francis Stewart wurde von der Jury als exzellentes Beispiel im Bereich der Gentechnik gelobt. "Er kombiniert außerordentliche molekularbiologische Fähigkeiten mit außergewöhnlicher Vision", äußert sich die Gesellschaft.

Francis Stewart erhielt seinen Doktortitel an der Universität New South Wales (Sydney, Australia) 1986. Nach seiner Promotion forschte er am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg bevor er als Gruppenleiter am Europäischen Laboratorium für Molekularbiologie (EMBL) von 1991 bis 2001 arbeitete. Im Jahr 2000 gründete er seine Firma Gene Bridges GmbH als spin-off aus dem EMBL. 2001 kam Stewart dann als Professor für Genomik an das BIOTEC nach Dresden und brachte auch seine Firma Gene Bridges GmbH mit.

Kontakt für Journalisten:
Katrin Boes, Pressesprecherin BIOTEC,
Tel.: 0351 463 40347, E-Mail: katrin.boes@crt-dresden.de
Prof. Dr. Francis Stewart, Professor für Genomik am BIOTEC
Tel.: 0351 463 40130, E-Mail: francis.stewart@biotec.tu-dresden.de

Kim-Astrid Magister | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-dresden.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Gitterdynamiken in ionischen Leitern
18.10.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

nachricht Gewebe mit Hilfe von Stammzellen regenerieren
16.10.2017 | Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mobilität 4.0: Konferenz an der Jacobs University

18.10.2017 | Veranstaltungen

Smart MES 2017: die Fertigung der Zukunft

18.10.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

18.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Biokunststoffe könnten auch in Traktoren die Richtung angeben

18.10.2017 | Messenachrichten

»ILIGHTS«-Studie gestartet: Licht soll Wohlbefinden von Schichtarbeitern verbessern

18.10.2017 | Energie und Elektrotechnik