Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Internationale Auszeichnung für sprechendes Stadtmodell

24.04.2013
In Kooperation mit der TU Berlin entwickelte der Studiengang „Energie-, Verkehrs- und Umweltmanagement“ der FH JOANNEUM Kapfenberg ein sprechendes Modell, das die deutsche Hauptstadt für Menschen mit Sehbehinderung begreifbar macht.

Dieses Projekt wurde nun bei der internationalen Design-Biennale in Saint-Étienne mit dem International „Design for all“-Foundation Award 2013, 1. Platz in der Kategorie Öffentliche Einrichtungen, ausgezeichnet.

Im Auftrag der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt entwickelte die TU Berlin im Vorjahr ein Modell (4 x 1,5 Meter) des Berliner Stadtzentrums, suchte jedoch lange nach einem Partner, der dieses Modell „zum Sprechen“ bringen kann. Die Verwirklichung dieser Idee gelang schließlich am Studiengang „Energie-, Verkehrs- und Umweltmanagement“ an der FH JOANNEUM in Kapfenberg:

In dreiwöchiger intensiver Programmierarbeit entwickelte das Projektteam rund um Martijn Kiers und Oliver Gößler das Stadtmodell zu einem Informationszentrum für Sehbehinderte. Das fertige Tastmodell wurde im Herbst 2012 in Berlin im Paul-Löbe Haus in Anwesenheit des deutschen Bundestagspräsidenten Norbert Lammert und VertreterInnen der Bundestagsfraktionen vorgestellt. Zurzeit ist das Modell in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt zu sehen.

Bei der internationalen Design-Biennale im französischen Saint-Étienne wurde „Berlins talking tactile model“ nun am 25. März 2013 mit dem „International Design for All Foundation Award 2013“ ausgezeichnet und erreichte den 1. Platz in der Kategorie Öffentliche Einrichtungen. Insgesamt haben 55 Projekte aus 17 Ländern in drei Kategorien am Design-Wettbewerb teilgenommen. Die Awards haben zum Ziel, Initiativen aus der ganzen Welt auszuzeichnen, die die gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe aller Menschen fördern. Die ausgezeichneten Projekte sollen als internationale Best-Practice-Beispiele die Aufmerksamkeit für das Thema „Gestaltung für alle“ erhöhen.

RFID-Technologie sorgt für Sprachausgabe am Handy

„Wir freuen uns sehr, dass wir einen Beitrag zur Realisierung dieses wegweisenden Projekts leisten konnten – die internationale Auszeichnung macht uns besonders stolz“, sagt Martijn Kiers. „Das sprechende Stadtmodell passt sehr gut zu den Forschungsaktivitäten unseres Studiengangs, die sich zum Beispiel intensiv mit barrierefreier Mobilität und Navigation für Sehbehinderte beschäftigen“, ergänzt Michael Bobik, Studiengangsleiter von „Energie-, Verkehrs- und Umweltmanagement“.

Martijn Kiers erklärt die Funktionsweise des Modells: „Ausgestattet mit RFID-Tags, die im Modell eingebracht sind, können Sehbehinderte mit einem RFID-Reader alle gewünschten Informationen als Sprachausgabe am Mobiltelefon erhalten.“ Für sehbehinderte BenutzerInnen ist es dadurch ganz einfach, Informationen über Berliner Gebäude und Plätze zu erhalten: Man fährt mit den Händen, wobei auf einer der RFID-Reader befestigt ist, über das Modell im Maßstab 1:2000 und bekommt über das Mobiltelefon Informationen über die jeweilige Sehenswürdigkeit angesagt. „Bei der Entwicklung sind wir besonders auf die Wünsche der Sehbehinderten eingegangen“, so Kiers. „Nach der ersten Inbetriebnahme haben wird das Modell einem zusätzlichen Feinschliff unterzogen und die Sprachausgabe verbessert.“

Nähere Informationen zur Ausstellung „Berlin – begreifbar für alle“ der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt:

http://www.stadtentwicklung.berlin.de/aktuell/kalender/kalender_detail.php?id=3386

http://Studiengang "Energie-, Verkehrs- und Umweltmanagement":
www.fh-joanneum.at/evu

Kathrin Podbrecnik | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-joanneum.at/evu

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht 31,5 Millionen Euro für Forschungsinstitute der Innovationsallianz Baden-Württemberg (InnBW)
20.04.2018 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

nachricht Der Herr der Magnetfelder: EU verleiht HZDR-Forscher begehrte Forschungsförderung in Millionenhöhe
12.04.2018 | Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Software mit Grips

Ein computergestütztes Netzwerk zeigt, wie die Ionenkanäle in der Membran von Nervenzellen so verschiedenartige Fähigkeiten wie Kurzzeitgedächtnis und Hirnwellen steuern können

Nervenzellen, die auch dann aktiv sind, wenn der auslösende Reiz verstummt ist, sind die Grundlage für ein Kurzzeitgedächtnis. Durch rhythmisch aktive...

Im Focus: Der komplette Zellatlas und Stammbaum eines unsterblichen Plattwurms

Von einer einzigen Stammzelle zur Vielzahl hochdifferenzierter Körperzellen: Den vollständigen Stammbaum eines ausgewachsenen Organismus haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Berlin und München in „Science“ publiziert. Entscheidend war der kombinierte Einsatz von RNA- und computerbasierten Technologien.

Wie werden aus einheitlichen Stammzellen komplexe Körperzellen mit sehr unterschiedlichen Funktionen? Die Differenzierung von Stammzellen in verschiedenste...

Im Focus: Spider silk key to new bone-fixing composite

University of Connecticut researchers have created a biodegradable composite made of silk fibers that can be used to repair broken load-bearing bones without the complications sometimes presented by other materials.

Repairing major load-bearing bones such as those in the leg can be a long and uncomfortable process.

Im Focus: Verbesserte Stabilität von Kunststoff-Leuchtdioden

Polymer-Leuchtdioden (PLEDs) sind attraktiv für den Einsatz in großflächigen Displays und Lichtpanelen, aber ihre begrenzte Stabilität verhindert die Kommerzialisierung. Wissenschaftler aus dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPIP) in Mainz haben jetzt die Ursachen der Instabilität aufgedeckt.

Bildschirme und Smartphones, die gerollt und hochgeklappt werden können, sind Anwendungen, die in Zukunft durch die Entwicklung von polymerbasierten...

Im Focus: Writing and deleting magnets with lasers

Study published in the journal ACS Applied Materials & Interfaces is the outcome of an international effort that included teams from Dresden and Berlin in Germany, and the US.

Scientists at the Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) together with colleagues from the Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) and the University of Virginia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Internationale Konferenz zur Digitalisierung

19.04.2018 | Veranstaltungen

124. Internistenkongress in Mannheim: Internisten rücken Altersmedizin in den Fokus

19.04.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Juni 2018

17.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Grösster Elektrolaster der Welt nimmt Arbeit auf

20.04.2018 | Interdisziplinäre Forschung

Bilder magnetischer Strukturen auf der Nano-Skala

20.04.2018 | Physik Astronomie

Kieler Forschende entschlüsseln neuen Baustein in der Entwicklung des globalen Klimas

20.04.2018 | Geowissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics