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Innovationstag Thüringen: STIFT-Preis 2011 geht drei Mal an Nachwuchsforscher der TU Ilmenau

24.11.2011
Erneut sind junge Nachwuchswissenschaftler der TU Ilmenau von der Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen (STIFT) für ihre ausgezeichneten Promotions-, Master- und Bachelorarbeiten geehrt worden.

Im Rahmen des heutigen Innovationstages Thüringen wurde der mit insgesamt bis zu 32.000 Euro dotierte „STIFT-Preis 2011 für hervorragende anwendungsorientierte Abschlussarbeiten an Thüringer Hochschulen“ verliehen.

Drei der Preisträger kommen dabei aus Ilmenau.

Dr.-Ing. Katharina Anding wurde für ihre Dissertation „Automatisierte Qualitätssicherung von Getreide mit überwachtem Lernverfahren in der Bildverarbeitung“ mit einem Preisgeld in Höhe von 3000 Euro ausgezeichnet. In ihrer Arbeit stellt die Ingenieurin ein innovatives Bildverarbeitungsverfahren vor, mit dem es erstmals möglich ist, die bisherige manuelle Qualitätsanalyse von Getreide zu automatisieren. Das neue Verfahren erkennt objektiv und effizient schädliche Bestandteile im Getreide und trägt so zur Sicherung der Getreidegüte und damit Lebensmittelsicherheit bei. „Katharina Anding hat mit ihrer Arbeit die Grundlage für die Entwicklung eines Prototyps zur automatisierten Qualitätsanalyse von Getreide gelegt, der in der Praxis bereits erfolgreich getestet wurde“, würdigte die Jury. Die vorgelegten wissenschaftlichen Ergebnisse seien ein bedeutender Beitrag zur schrittweisen Automatisierung technischer Erkennungsverfahren für landwirtschaftliche Naturprodukte.

Die mit Auszeichnung bewertete Arbeit entstand an der Fakultät für Maschinenbau der TU Ilmenau, Fachgebiet Qualitätssicherung und Industrielle Bildverarbeitung, unter der Betreuung von Professor Gerhard Linß.

Adrian Getschmann wurde für seine anwendungsnahe Masterarbeit „Entwicklung eines kombinierten FE-/MKS-Modells einer Radbremse“ mit einem Preisgeld von 500 Euro geehrt. Der Absolvent des Studienganges Fahrzeugtechnik entwickelte ein Simulationsmodell, mit dem konstruktiv bedingte Einflüsse der Radbremse auf die Bremsphasen und insbesondere das Restbremsmoment analysiert werden können. Das Restbremsmoment ist ähnlich dem Rollwiderstand eine nicht zu vernachlässigende Größe für die Energieeffizienz von Fahrzeugen. So ist ein erhöhter Realverbrauch auch dem Restbremsmoment der Radbremse geschuldet.

Die am Fachgebiet Kraftfahrzeugtechnik, ebenfalls Fakultät für Maschinenbau der TU Ilmenau, unter Betreuung von Prof. Klaus Augsburg angefertigte Arbeit beinhaltet den gesamten Entwicklungsprozess eines Simulationsmodells von der Erstellung über die Validierung bis zu einer Parameterstudie der Einflussgrößen auf das Restbremsmoment. „Die Aufgabenstellung war damit äußerst umfangreich und an-spruchsvoll“, würdigte die Jury. „Die Arbeit bietet nun eine hervorragende Grundlage für weiterführende Untersuchungen im Bereich des Megatrends green mobility, speziell im neu gegründeten Thüringer Innovationszentrum Mobilität ThIMo der TU Ilmenau.“

Markus Reißig wurde für seine praxisrelevante Bachelorarbeit „Konzeption und Entwurf eines Prüfstandes zur Ermittlung der Wärmeleitfähigkeit von Kunststoffen“ mit einem Preisgeld von 300 Euro ausgezeichnet.

Informationen über die Wärmeleitfähigkeit von Kunststoffen sind für dessen Verarbeitung von größter Bedeutung. Exakte Mess- und Materialdaten sind etwa für einen optimalen Aufschmelz- und Abkühlvorgang unabdingbar. Daraus ergeben sich anspruchsvolle Herausforderungen sowohl an das Messprinzip als auch an dessen Umsetzung.

Marcus Reißig ist es durch umfangreiche Patent- und Literaturrecherchen und praktische Untersuchungen gelungen, geeignete Messverfahren und technisch umsetzbare Prinzipien für die Konstruktion eines innovativen Gerätes zur Messung der Wärmeleitfähigkeit von Kunststoffen zu finden. „Die Ergebnisse führten in Zusammenarbeit mit einem Thüringer Unternehmen zur Entwicklung eines Prototyps, der bislang nur in der Literatur theoretisch vorhanden, jedoch nicht praktisch umgesetzt werden konnte“, lobte die Jury. „Die Arbeit stellt so eine typisch ingenieurwissenschaftliche Verknüpfung abstrakter physikalischer Gesetzmäßigkeiten von Messverfahren und deren erfolgreicher Anwendung dar.“

Auch diese Arbeit entstand an der Fakultät für Maschinenbau der TU Ilmenau. Sie wurde am Fachgebiet Kunststofftechnik unter Leitung von Professor Koch angefertigt.

Bettina Wegner | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-ilmenau.de/

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