Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Innovationspreis Ostwürttemberg für Gmünder Nachwuchsdesigner

22.10.2009
"Chemieraum" erneut ausgezeichnet

Jens Franke und Thomas Gläser sind einmal mehr für ihr Bachelorprojekt "Chemieraum" aus dem Sommersemester 2008 ausgezeichnet worden. Am 20. November erhielten sie im Rahmen der Abschlussveranstaltung der Ingenia 2009 den Innovationspreis Ostwürttemberg.

Wie man den Chemieunterricht für Schülerinnen und Schüler lebendig und inhaltlich stimmig gestalten kann, damit haben sich die beiden Absolventen der HfG Schwäbisch Gmünd, Jens Franke und Thomas Gläser, intensiv auseinandergesetzt. Gemeinsam mit dem TUMlab des Deutschen Museums in München entwickelten sie ein Ausstellungskonzept, das die Welt der Atome spielerisch und intuitiv erfahrbar macht.

Der "Chemieraum" besteht aus einem interaktiven Medientisch und einer begleitenden Wandprojektion. Sein modularer Aufbau ermöglicht ein beliebig häufiges, kreisförmiges Ausrichten der einzelnen Bestandteile und passt sich somit an die jeweilige Raumgröße und das Besucheraufkommen leicht an.

Für die Jury des Innovationspreises Ostwürttemberg war die Konsequenz und Logik des modularen Aufbaus ein herausragendes Element. Landrat Klaus Pavel würdigte in seiner Laudatio den Chemieraum als "ein großartiges Beispiel für die anstehenden Aufgaben des modernen Kommunikationsdesign und die Kompetenz der Preisträger.

Das zentrale Element der Installation ist ein Tisch, auf dem mit einem Eingabegerät, dem "Puck", aus einer Bibliothek ganze Moleküle ausgewählt oder mit dem "Baukasten der Elemente" aus einzelnen Atomen (Wasserstoff, Sauerstoff, Stickstoff, Kohlenstoff und Schwefel) selbst Moleküle zusammengebaut werden können. Gleichzeitig sind die jeweiligen Stoffeigenschaften sowie dessen Alltagstauglichkeit auf dem Monitor zu sehen.

Ein Temperaturregler vergleicht dabei ständig die Aggregatzustände der dargestellten Stoffe und reflektiert sie in den Farben des gerade aktiven Atoms - auch der Puck verändert seine Temperatur entsprechend den Aggregatzuständen; er wird wärmer oder kühler, und macht die Bewegung der Moleküle zusätzlich durch Vibrationen spürbar. In seine Konzeption sind Ergebnisse der Forschungsgruppe "haptics/haptec" der HfG Schwäbisch Gmünd eingeflossen.

Der Innovationspreis Ostwürttemberg ist bereits die vierte Auszeichnung, die Jens Franke und Thomas Gläser für ihren "Chemieraum" erhielten. In 2008 wurden sie bereits mit dem Bayerischen Staatspreis für Nachwuchsdesigner, dem red dot concept design award "best of the best" und einer Würdigung beim Europrix Multimedia Award ausgezeichnet. Ihr Bachelorprojekt an der HfG Schwäbisch Gmünd entstand unter fachlicher Beratung der Professoren Hans Krämer und Jörg Beck.

Ingrid Scholz | idw
Weitere Informationen:
http://www.hfg-gmuend.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)
26.05.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Neues Helmholtz-Institut in Würzburg erforscht Infektionen auf genetischer Ebene
24.05.2017 | Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften