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Innovationspotential am ZMT wird vom BMBF mit einer halben Million Euro gefördert

12.01.2016

Das Leibniz-Zentrum für Marine Tropenökologie (ZMT) erhält vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) eine halbe Million Euro, um die Forschungsresultate des Instituts stärker zu verwerten und das Innovationspotential des ZMT auszuschöpfen. Die Mittel wurden im Rahmen des BMBF-Programms „Professionalisierung und Verstetigung eines Verwertungskonzeptes“ für drei Jahre bewilligt. So sollen am ZMT zukünftig Prozesse etabliert werden, um Forschung gezielt in die gesellschaftliche und wirtschaftliche Anwendung zu führen. Dr. Bevis Fedder, Leiter des Büros für Wissensaustausch am ZMT, koordiniert die Umsetzung des Konzepts.

Mit seiner Forschung schafft das ZMT eine wissenschaftliche Grundlage für den Schutz und die nachhaltige Nutzung tropischer Küstenökosysteme: Mangrovenwälder, Korallenriffe oder Seegraswiesen zählen zu den produktivsten Lebensräumen unserer Erde.


Dr. Bevis Fedder, Leiter des Büros für Wissensaustausch am ZMT

ZMT

Als Lebensgrundlage für Millionen von Menschen sind sie gesellschaftlich und wirtschaftlich von immenser Bedeutung. Sie liefern Nahrung, produzieren bioaktive Stoffe, wirken als natürlicher Schutz bei Stürmen und sind wichtig für den Tourismus.

„Mit der finanziellen Unterstützung des BMBF werden wir den Wissens- und Technologietransfer am ZMT neu aufstellen und so unserer Forschung eine noch stärkere Stimme verleihen. Dadurch leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Schutz und zur nachhaltigen Nutzung der Küstenökosysteme in den Tropen“, erklärt Dr. Fedder.

Zentrale Ansatzpunkte sieht er im Bereich Politikberatung: „Hier können wir aus den Erkenntnissen unserer Wissenschaftler im Rahmen verschiedenster Forschungsprojekte konkrete Empfehlungen für eine umweltverträgliche Bewirtschaftung von Ökosystemen auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene entwickeln“, so Dr. Fedder.

Des Weiteren können Prozesse und Ergebnisse des ZMT in unterschiedlichen Wirtschaftszweigen Anwendung finden, wie beispielsweise in der Aquakultur, Aquaristik, Biotechnologie, Fischerei, Entsorgungsindustrie, Lebensmittelherstellung, Sensorik, Umweltdiagnostik und -beratung oder im Tourismus. Für Entwicklungsvorhaben, wie Bauprojekten oder Rohstoffentnahmen, kann das Bremer Institut Umwelt- und Sozialverträglichkeitsprüfungen erstellen.

Bei der Umsetzung dieser Pläne arbeitet das ZMT eng mit einem externen Verwertungspartner zusammen. Dr. Fedder und sein Team im Büro für Wissensaustausch werden auf der Basis bereits existierender Verwertungsprozesse eine Strategie zur ganzheitlichen Nutzung entwickeln und im Zuge dessen angepasste Verwertungsprozesse am ZMT definieren.

„Unsere Schwerpunkte liegen sowohl auf dem Screening von anschlussfähigen Technologien als auch auf der Entwicklung und Umsetzung von projektspezifischen Verwertungsplänen“, erklärt er.

Kontakt:
Dr. Bevis Fedder | Büro für Wissensaustausch
Leibniz-Zentrum für Marine Tropenökologie (ZMT)
Email: bevis.fedder@leibniz-zmt.de
Tel: +49 (0) 421 238 00-67

Über das BMBF-Programm „Professionalisierung und Verstetigung eines Verwertungs-konzeptes“:
Mit der Förderung ausgewählter Forschungsinstitute bei der Weiterentwicklung von Strategien und Prozessen im Wissens- und Technologietransfer unterstützt das BMBF den Austausch zwischen außeruniversitären Forschungseinrichtungen, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft – einem Ziel der Bundesregierung innerhalb der neuen Hightech-Strategie „Innovationen für Deutschland“.

Über das Leibniz-Zentrum für Marine Tropenökologie (ZMT):
Seit 1991 widmet sich das Leibniz-Zentrum für Marine Tropenökologie (ZMT) in Forschung und Lehre dem besseren Verständnis tropischer Küstenökosysteme. Dabei stehen Fragen zur Struktur und Funktionsweise dieser Lebensräume, zu Ressourcennutzung und zur Widerstandsfähigkeit gegenüber menschlichen Eingriffen und natürlichen Veränderungen im Mittelpunkt. Das ZMT arbeitet interdisziplinär und verbindet dabei natur- und sozialwissenschaftliche Forschungsfelder. Die Forschungsprojekte werden in enger Kooperation mit tropischen Partnern realisiert. Außerdem unterstützen die Wissenschaftler des ZMT den Aufbau von Expertise und Strukturen in den Tropen, die ein nachhaltiges Küstenzonenmanagement ermöglichen. In Kooperation mit der Universität Bremen, der Jacobs University und der Universität Oldenburg bildet das Institut Studierende und junge Wissenschaftler aus aller Welt in mariner Tropenökologie aus. Seit 2009 ist das Institut Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Mehr als 200 Mitarbeiter, Studenten und Gastforscher sind derzeit am ZMT tätig.

Dr. Susanne Eickhoff | idw - Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen:
http://www.zmt-bremen.de

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