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Innovationsförderung für den Mittelstand: Gute Noten für die Industrielle Gemeinschaftsforschung

20.05.2014

Die Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) – ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) – hilft kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), strukturelle Nachteile aufgrund fehlender Forschungskapazitäten auszugleichen. Sie stärkt sie in ihrer Wettbewerbsfähigkeit und trägt damit sowohl maßgeblich zur Standort- und Beschäftigungssicherung als auch zur Netzwerkbildung zwischen Wirtschaft und Wissenschaft bei. Dies sind einige Ergebnisse einer repräsentativen Befragung im Rahmen einer Evaluierung des IGF-Programms im Auftrag des BMWi, an der sich über 1.500 Betriebe beteiligt haben.

Die branchenübergreifende IGF wird seit 1954 über die AiF Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen organisiert. Die AiF bildet die Dachorganisation von 100 Mitgliedsvereinigungen, über die rund 50.000 KMU eingebunden sind. Wesentliches Kennzeichen der IGF ist die Zusammenarbeit von Betrieben in der vorwettbewerblichen Forschung. Die Projektergebnisse sind für alle interessierten Unternehmen zugänglich und dürfen nicht zu einseitigen Wettbewerbsvorteilen führen. Darüber hinaus funktioniert die Themenfindung von Forschungsvorhaben nach dem bottom-up-Prinzip: Entscheider sind die Unternehmen.


PC-Tastatur

Andreas Hermsdorf/pixelio.de

Anstoß für technologische Entwicklung

Den hohen Nutzen des Förderprogramms für KMU spiegeln die Resultate der Evaluation wider: Zwei Drittel der antwortenden Betriebe bestätigen, Ergebnisse aus vorwettbewerblichen IGF-Vorhaben zu nutzen. 75 Prozent unterstreichen den hohen technischen Nutzen der IGF-Ergebnisse und 55 Prozent verweisen auf den wirtschaftlichen Vorteil durch die Projektresultate. Mehr als die Hälfte gibt an, von den Innovationsnetzwerken, die sich aus der Zusammenarbeit von Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft ergeben, zu profitieren. Bei 40 bis 45 Prozent der IGF-Projekte wird mindestens ein Jungforscher nach Projektende von einem Unternehmen rekrutiert. 56 Prozent der Unternehmen bestätigen einen Anstieg der Beschäftigten zwischen 2007 und 2011. 71 Prozent der Befragten betonen, dass IGF-Vorhaben zu Folgeprojekten führten, die maßgeblich zur Weiterentwicklung von Produkten, Verfahren oder Dienstleistungen beitrugen.

Vorsprung durch interdisziplinäre Zusammenarbeit

AiF-Präsidentin Yvonne Karmann-Proppert zeigt sich sehr zufrieden mit den Ergebnissen der unabhängigen Erfolgskontrolle. „Mit Blick auf den Nutzen anwendungsnaher Forschung für kleine und mittlere Unternehmen und branchenübergreifender Netzwerkbildung zwischen Wirtschaft und Wissenschaft gibt es weltweit kein vergleichbares Programm.“, stellt sie fest. Sie betont die außerordentliche Breitenwirkung der IGF, die die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit von KMU branchenweit und branchenübergreifend steigere. Die Industrielle Gemeinschaftsforschung lege den Grundstein für die Sicherung der Arbeitsplätze in diesen Betrieben und sorge darüber hinaus für weiterführende Kooperationen mit anderen Unternehmen im Bereich Forschung und Entwicklung. Daher sei es nicht verwunderlich, dass sich 96 Prozent der Betriebe erneut an einem IGF-Projekt beteiligen würden.

Die Evaluierung der Industriellen Gemeinschaftsforschung wurde vom Institut für Innovation und Technik (iit) in der VDI/VDE Innovation + Technik GmbH, Berlin, sowie von KMU Forschung Austria, Wien, durchgeführt.

Über die AiF
Die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. ist ein 1954 gegründetes, industriegetragenes Innovationsnetzwerk zur Förderung von Forschung und Entwicklung im Mittelstand. Es verknüpft die Interessen von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Aufgabe ist es, als Dachverband von 100 branchenspezifischen Forschungsvereinigungen die Volkswirtschaft Deutschlands in ihrer Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken. Die AiF als gemeinnütziger Verein ist Träger der Industriellen Gemeinschaftsforschung und betreut über die AiF Projekt GmbH und die AiF F∙T∙K GmbH, ihre einhundertprozentigen Tochtergesellschaften, weitere Förderprogramme der öffentlichen Hand. Im Jahr 2013 setzte die AiF rund 490 Millionen Euro an öffentlichen Fördermitteln ein.

Pressekontakt
AiF e.V., Maria Kalina, presse@aif.de, Telefon: + 49 221 37680-114

Die Ergebnisse der Erweiterten Erfolgskontrolle finden Sie unter
http://www.aif.de/innovationsfoerderung/industrielle-gemeinschaftsforschung/erfo...

Maria Kalina | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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