Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Innovation durch Technologietransfer - ESA vergibt Innovationspreis für Satellitennavigation

28.05.2009
ESA vergibt Innovationspreis im Rahmen des sechsten European Satellite Navigation Competition

Technologietransferprogramm sucht irdische Anwendungen für Weltraumtechnologien / 10.000 Euro Preisgeld für den besten Business-Plan

Wenn Frank M. Salzgeber, der Leiter des Technologietransferprogramms der Europäischen Weltraumorganisation ESA von Technologietransfer spricht, meint er weit mehr als den Verkauf von Patenten. "Die wirklich interessanten Innovationen entstehen durch den interdisziplinären Transfer von Technologien oder anders ausgedrückt, durch das recyceln von Technologien in neuen Anwendungsbereichen", so Salzgeber über den Ehrgeiz des ESA-Programms mit der Vermarktung von Raumfahrttechnologien, Anwendungen und Knowhow die europaweite Innovationsfindung branchenübergreifend zu stimulieren.

Ein Fokusthema des Technologietransferprogramms ist Förderung von Start-Up-Unternehmen. In letzter Zeit baut eine steigende Zahl von Gründern bei der Entwicklung ihrer Geschäftsmodelle auf Satellitennavigations-Technologie und zugehörige Dienste. Kaum eine andere Weltraumtechnologie zeigt so exemplarisch, wie sich die europäische Weltraumforschung kommerziell nutzen lässt. Ob klassisch in der Automobilbranche oder quer gedacht im Markt für Computerspiele. Mit einem Innovationspreis für Anwendungen der Satellitennavigation will die ESA das Transfer-Potenzial dieser Technologie noch stärker vorantreiben und Geschäftskonzepte fördern, die auf Wissenstransfer und der innovativen Kombination von Technologien basieren.

Die richtige Plattform hierfür bietet der weltweit etablierte Ideenwettbewerb "European Satellite Navigation Competition (ESNC)", im Rahmen dessen die ESA auch in diesem Jahr ihren Innovationspreis vergibt. Ziel ist es, die beste Idee zeitnah am Markt zu etablieren - mit technischer und finanzieller Unterstützung des Technologietransferprogramms. Zusätzlich wird die beste Idee mit 10.000 Euro belohnt. Teilnehmen kann noch bis zum 31. Juli 09 jeder, der die Realisierung einer innovativen Anwendungsidee in einem schlüssigen Business-Plan präsentiert. Die Teilnahme erfolgt online über die ESNC-Ideendatenbank unter www.galileo-masters.eu; eine Formatvorlage für den Businessplan steht nach Registrierung zum Download bereit.

Ansprechpartner für die Presse:
Ulrike Daniels
Anwendungszentrum GmbH Oberpfaffenhofen
Sonderflughafen Oberpfaffenhofen, Gebäude 319
D-82205 Gilching
Tel.: +49(0)8152-9099047
Fax: +49(0)8153-987555
daniels@anwendungszentrum.de
Über das ESA Technologietransferprogramm
Die Hauptaufgabe des ESA Technologietransferprogramms (TTPO) liegt darin, bestehende Raumfahrttechnologien und -Systeme in neue Anwendungsbereiche zu übertragen und den europäischen Bürgern den Nutzen der europäischen Raumfahrtprogramme näher zu bringen. Das TTPO ist verantwortlich für die Definition und Umsetzung des gesamten Technologietransfers sowie des Inkubationsprogramms für junge Unternehmen und deren Finanzierung.

Daten und Fakten zum "European Satellite Navigation Competition"

Der European Satellite Navigation Competition ist ein internationaler Ideenwettbewerb, der die besten Ideen für Anwendungsinnovationen im Bereich Satellitennavigation auszeichnet. Er wird seit 2004 von der Anwendungszentrum GmbH Oberpfaffenhofen ausgerichtet und richtet sich an Firmen, Unternehmer, Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Privatpersonen. Angefangen mit 3 Partnerregionen findet der Wettbewerb in diesem Jahr bereits in weltweit 17 High-Tech-Regionen statt: Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Nizza / Sophia Antipolis, Prag, Südholland, Madrid, Lombardei, Australien, Taiwan und Großbritannien, sowie den neuen Regionen Øresund, Gipuzkoa, Schweiz und Israel. Der Ideenwettbewerb soll die Zusammenarbeit dieser Regionen auf internationaler Ebene weiter verstärken, insbesondere was die Entwicklung von Anwendungen und Dienstleistungen betrifft, die das europäische Satellitennavigationssystem Galileo ermöglichen wird. Der European Satellite Navigation Competition steht unter der Schirmherrschaft des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie und wird von der Messe München GmbH unterstützt.

Prämiert werden der Hauptgewinner - der GALILEO Master, die Spezialpreisgewinner, sowie die 17 regionalen Gewinner am 21. Oktober 2009 im Rahmen eines Staatsempfangs in der Münchner Residenz.

Ulrike Daniels | Anwendungszentrum GmbH
Weitere Informationen:
http://www.anwendungszentrum.de
http://www.esa.int/ttp
http://www.galileo-masters.eu

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht „Digital Mobility“– 48 Mio. Euro für die Entwicklung des digitalen Fahrzeuges
26.06.2017 | Kompetenzzentrum - Das virtuelle Fahrzeug Forschungsgesellschaft mbH

nachricht Hochschule Karlsruhe: mit speichenlosem Fahrrad Kreativwettbewerb gewonnen
26.06.2017 | Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zu aktuellen Fragen der Stammzellforschung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Fraunhofer FKIE ist Gastgeber für internationale Experten Digitaler Mensch-Modelle

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mainzer Physiker gewinnen neue Erkenntnisse über Nanosysteme mit kugelförmigen Einschränkungen

27.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wave Trophy 2017: Doppelsieg für die beiden Teams von Phoenix Contact

27.06.2017 | Unternehmensmeldung

Warnsystem KATWARN startet international vernetzten Betrieb

27.06.2017 | Informationstechnologie