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Innovation Award 2011: Pfiffige Nutzungsideen von BOKU-Studierenden

07.12.2011
Nanofasern stärken Klebstoff - Urin zeigt Pilzgift - Simulation mindert Wärmeverlust

Für herausragende Ideen zur wirtschaftlichen Anwendung ihrer Forschungsergebnisse wurden heute Studierende der BOKU am Standort Tulln mit dem Innovation Award 2011 ausgezeichnet.

Der von tecnet equity und accent Gründerservice gestiftete Award motiviert junge BOKU-ForscherInnen in Tulln, sich über die wirtschaftliche Relevanz ihrer Forschung Gedanken zu machen - und diese Ideen professionell zu präsentieren. Die Prämierung von Projekten in den Bereichen Bioressourcen, nachwachsende Rohstoffe und ressourcenorientierte Technologien zeigt auch das wirtschaftliche Potenzial der Forschung am kürzlich eröffneten Universitäts- und Forschungszentrum UFT in Tulln.

Forschung in den Bereichen Bioressourcen, nachwachsende Rohstoffe und ressourcenorientierte Technologien ist für unsere zukünftige Lebensqualität essentiell - und hat großes wirtschaftliches Potenzial. Dieses Potenzial frühzeitig zu erkennen, schafft Wettbewerbsvorteile und beschleunigt die Verwertung universitärer Forschungsleistungen.

Dass bereits Forschungsergebnisse von Studierenden Anwendungspotenzial haben, zeigen nun die Highlights des heute verliehenen Innovation Awards 2011. Der von tecnet equity NÖ Technologiebeteiligungs-Invest GmbH gemeinsam mit der accent Gründerservice GmbH gestiftete Preis motiviert Studierende der Universität für Bodenkultur (BOKU) am Standort Tulln, sich mit der wirtschaftlichen Verwertbarkeit ihrer ersten Forschungsprojekte auseinanderzusetzen. Wie gut dieses Engagement gelang zeigt die praktische Relevanz der drei Siegerprojekte: Cellulose-Nanofasern könnten zukünftige Holzklebestoffe nachhaltig stärken, der Konsum von Pilzgiften (Mykotoxine) kann effizient in Urin nachgewiesen werden und Wärmeverluste von Holzriegelkonstruktionen sind mittels spezieller Sensoren und 3D-Simulationen vorausberechenbar.

FRÜH ÜBT SICH
Mag. Lukas Madl, Technologie Transfer Manager der tecnet equity, zur Verleihung und Bedeutung des Innovation Awards: "Universitäre Grundlagenforschung bildet das Rückgrat einer innovativen Gesellschaft. Die Herausforderung besteht darin, neue Erkenntnisse rasch und professionell einem wirtschaftlichen Nutzungsprozess zuzuführen. Damit bereits junge Studierende mit ersten Forschungsergebnissen dazu eine Chance erhalten, haben wir den Innovation Award gestiftet. Ein Anreiz sich Gedanken zu machen, wie die eigenen Forschungsergebnisse einen gesellschaftlichen Mehrwert schaffen können."

Mit einer Preisgeldhöhe von insgesamt EUR 3.000 war dieser Anreiz durchaus beachtenswert und zahlreiche Studierende nutzten die Gelegenheit ihre Projektergebnisse auf ein Anwendungspotenzial hin zu analysieren. Am überzeugendsten gelang dies drei Teams, die sich nun über den Innovation Award 2011 freuen können: Eva-Marieke Lems & Stefan Veigel (1. Platz), Benedikt Warth (2. Platz) und Wolfgang Gossenreiter (3. Platz). Eva-Marieke Lems & Stefan Veigel konnten in ihrer Arbeit eine 40-prozentige Steigerung der Festigkeit von Holzverklebungen durch die Beimengung von 5 Prozent Cellulose-Nanofasern - einem nachhaltigen Rohstoff - zeigen. Benedikt Warth erbrachte den Nachweis, dass der Konsum von bestimmten Mykotoxinen sich nach kurzer Zeit im Urin feststellen lässt. Ein Ergebnis, das ein einfaches und umfassendes Monitoring erlauben könnte. Wolfgang Gossenreiter wiederum überzeugte mit einer Arbeit, die zeigt, dass integrierte Sensoren und 3D-Simulationen den Wärmeverlust einer neuen Holzriegelkonstruktion optimieren können.

CASH & COACHING
Mag. Michael Moll, Geschäftsführer vom accent Gründerservice zum greifbaren Nutzen der Ergebnisse - und des Innovation Awards: "Forschung in den Bereichen Bioressourcen, nachwachsende Rohstoffe und ressourcenorientierte Technologien bietet aktuell sehr viel Anwendungspotenzial. Damit die Studierenden zusätzlich zu ihren ersten Überlegungen auch das notwendige Handwerkszeug zum Verwerten erhalten, haben wir den Innovation Award auch mit einem Coaching ergänzt. So konnten alle Einreichenden etwas über Innovationsmanagement, geistiges Eigentum und Verwertungsstrategien lernen."

Der Vizerektor für Forschung der BOKU, Prof. Josef Glößl, ergänzt: "Diese erfolgreiche Zusammenarbeit mit tecnet und accent hat unseren Studierenden hinsichtlich der praktischen Umsetzungsmöglichkeiten ihrer Forschungsergebnisse eine wichtige neue Perspektive auf ihre Forschung ermöglicht. Gleichzeitig belegt die Qualität aller eingereichten Ergebnisse aus Projekt-, Bachelor-, Master und PhD-Arbeiten die hohe wirtschaftliche Relevanz aller Forschung der BOKU am Standort Tulln, die derzeit am IFA Tulln und UFT Tulln erfolgt."

Über tecnet equity (Stand: Dezember 2011):
tecnet equity ist die Technologiefinanzierungsgesellschaft des Landes Niederösterreich. Sie finanziert technologieorientierte und innovative Unternehmen. Zusätzlich umfasst das Aufgabengebiet der tecnet die Unterstützung bei Patent- und Technologieverwertungen. Erklärtes Ziel der tecnet equity ist es, mit ihrem umfassenden Angebot für innovative Gründer und Unternehmer den Technologiestandort Niederösterreich zu stärken.

www.tecnet.co.at

Über accent Gründerservice:
Die accent Gründerservice GmbH wurde im Jahr 2005 als eines von bundesweit acht Zentren im Rahmen des AplusB Programms - einer Initiative zur Unterstützung von akademischen Unternehmensgründungen des Bundesministeriums für Verkehr, Innovationen und Technologie - in Niederösterreich gegründet. Ziel dieses Programms war und ist, Unternehmensgründungen aus dem akademischen Sektor zu fördern.

www.accent.at

Kontakt tecnet equity:
Mag. Lukas Madl
Technologie Transfer Manager
tecnet equity NÖ Technologiebeteiligungs-Invest GmbH Wirtschaftszentrum Niederösterreich Niederösterreichring 2
3100 St. Pölten
T +43 / (0)2742 / 9000 - 0
M + 43 / (0)676 / 830 86 303
E madl@tecnet.co.at
W http://www.tecnet.co.at
Redaktion & Aussendung:
Judith Sandberger
PR&D - Public Relations für Forschung & Bildung Mariannengasse 8
1090 Wien
T +43 / (0)1 / 505 70 44
E sandberger@prd.at
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Judith Sandberger | PR&D
Weitere Informationen:
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