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Informatiker mit ihren Robos als Zweitplazierte der Robolympics aus Moskau zurück

06.03.2012
Insgesamt 31 Teams von sechs Hochschulen traten bei den Robolympics gegeneinander an, ein Informatikerteam der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg kehrte jetzt mit einem Pokal als Zweitplazierte aus Moskau zurück – überglücklich und mit neuen Freunden.

Anfang Februar hatte sich Serviceroboter Jenny noch selbst in eine Kiste verpackt und wurde unter anderem zusammen mit rund 40 Lego-NXT-Robotern zusammen mit einem KUKA you-bot nach Russland verschickt. Dort fanden zunächst dezentral in mehreren Städten die Vorausscheidungen für die Robolympics statt – zeitgleich für drei Teams der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg auch in Sankt Augustin. Jeweils die zwei besten Teams zogen in die Halbfinalkämpfe ein. Diese fanden wie auch das Finale in Moskau statt.

Fürs Finale qualifiziert hatten sich gleich beide Sankt Augustiner Teams, wo sie auf je einen Gegner der Universitäten Baumann (Moskau), MIREA (Moskau), St. Petersburg und Ufa trafen. Was sich kinderleicht anhört, stellt an die Programmierung der Roboter eine große Herausforderung dar. Die Aufgabe im Finale für alle Teams war folgende: Würfel in drei verschiedenen Farben waren durcheinander in einem Feld verteilt. Die Roboter mussten nun mit ihren Greifern jeden Würfel nehmen und in minimaler Zeit – höchstens jedoch acht Minuten – nach Farben sortiert in drei Feldern ablegen.

„Der Wettkampf war öffentlich, und viele Kinder haben mitgefiebert“, erzählt Anastassia Küstenmacher, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachbereich Informatik der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. Die russischen Kollegen, so sagt sie, seien zunächst sehr skeptisch gewesen, handele es sich bei den NXTs doch um Spielzeug. „Die Akzeptanz war dann schnell da, denn man hatte erkannt, dass hier nicht die Roboterentwicklung im Vordergrund steht, sondern die Frage ist, wie die Intelligenz der Roboter verbessert werden kann, wie sie lernen können.“

Parallel zu den Wettkämpfen der NXT-Roboter stand Roboter Jenny im Mittelpunkt des Interesses. Warum sie nur Englisch und nicht auch Russisch sprechen könne, wurde Professor Dr. Paul Plöger gefragt. Professor Plöger, Projektleiter der Deutsch-Russischen Robotik-Initiative, die vom Bundesforschungsministerium (BMBF) mit 100.000 Euro im Rahmen des „Deutsch-Russischen Jahres der Bildung, Forschung und Innovation“ gefördert wird, versprach, dass Jenny in den nächsten sechs Monaten auch Russisch lernen werde.

Das Gewinnerteam der MSTU-MIREA aus Moskau – ein langjähriger Kooperationspartner des Fachbereichs Informatik – kommt im März zu einem einwöchigen Forschungsaufenthalt nach Sankt Augustin und nimmt danach an den German Open in Magdeburg teil. Zum siegreichen MIREA-Team gehörte übrigens als einzigem Team im gesamten Wettbewerb eine Studentin.

Eva Tritschler | idw
Weitere Informationen:
http://www.h-brs.de/03_2012_036_02+Robolympics_Platz_2.html

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