Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ideas Stage – Stufe 1: Gründer trotzen der Krise

28.01.2009
Wo lassen sich noch Geschäfte machen?

Auch wenn die schlechten Konjunkturprognosen nicht abreißen – Unternehmensgründer glauben an ihre Geschäftsideen. Beim ersten Abgabetermin des Münchener Business Plan Wettbewerb 2009 reichten 164 Teams mit 338 Teilnehmern ihre Geschäftsideen ein (MBPW 2008: 170 Teams).

Mit ihren Konzepten zeigen die Gründer, dass sie ihre Märkte genau beobachten und Bereiche mit anhaltendem Erfolgspotential nutzen wollen. Viele Geschäftsmodelle setzen auf Geschäftskunden, also Business-to-Business. In den Branchen Elektronik und Maschinenbau vermarkten die meisten Teilnehmer ihre Entwicklungen für die Industrie, vor allem um Messverfahren zu optimieren und Produktionsprozesse effizienter zu gestalten. Auch an der Erschließung erneuerbarer Energiequellen arbeiten viele Entwickler. Mit einer Strategie zur Vermarktung werden Geschäftsmodelle daraus.

In der Branche Chemie/Biologie/Life Science liegen spezialisierte Dienstleistungen für Biotechnologie-Unternehmen und –Institute im Trend. Neu sind Beratungsanbieter, die die Vernetzung von Unternehmen und Kooperationen innerhalb der Branche vorantreiben wollen.

Sehr vielseitig ist der Bereich Nicht-Technisch. Ein kleiner Trend zeichnet sich aber ab bei Marketingkonzepten und elektronischen Systemen für den Einzelhandel, um Kundenwünsche individueller zu bedienen oder Kunden zu binden. Auch mehrere Ideen aus dem Sozialbereich, die vor allem gesellschaftlichen Nutzen erbringen wollen, wurden eingereicht. Am teilnehmerstärksten ist dieses Jahr wieder die Branche Information und Kommunikation.

„Bei den Informations- und Kommunikationstechnologien, aber auch in allen anderen Branchen haben unsere Teilnehmer klar erkannt, dass vor allem Geschäftskunden eine lohnende Zielgruppe sind. In der Produktion wie auch in der Verwaltung von Unternehmen gibt es noch viele optimierungsbedürftige Prozesse. Die Entscheider sind gerade in der aktuellen Krisenzeit bereit, für Produkte zu zahlen, die langfristig Kosten sparen oder einen Wettbewerbsvorteil bringen.“ zeigt sich Werner Arndt, Geschäftsführer des MBPW, nach einer ersten Sichtung der Einreichungen zufrieden.

Viel diskutiert, aber nach wie vor beliebt sind Geschäftsideen für Internet-Plattformen, online und mobile Dienste. Auf die Kritik, dass schon hier ein Überangebot vorliegt und die Nutzer wenig zahlungsbereit sind, hat die Gründerszene mittlerweile reagiert. Es wurden viele Ideen für Services eingereicht, die für ihre Kunden aus der unübersichtlichen Fülle von Angeboten im Internet das individuell Beste heraussuchen und so einen echten, geldwerten Nutzen generieren wollen.

Die Verteilung nach Branchen in der Ideas Stage – Stufe 1

Anzahl Prozent

Chemie/Biologie/Life Science 11 7%
Elektronik 15 9%
Information und Kommunikation 67 41%
Maschinenbau 15 9%
Nicht-Technisch 56 34%
Gesamt 164 100%
Und woher stammen die Teilnehmer? Gerade von den technologiebasierten Ideen kommt ein Großteil aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Die Teams aus Wissenschaftlern und/oder Studierenden machen über die Hälfte aus. Die Teilnehmer aus dem „Unternehmerischen Umfeld“ sind zum Beispiel berufserfahrene Angestellte, die den Sprung in die Selbständigkeit wagen, oder bereits unternehmerisch aktive Personen, die ihre Projekte ausbauen wollen.

Verteilung nach Herkunft in der Ideas Stage – Stufe 1

Anzahl Prozent

Hochschule München 20 12%
Ludwig-Maximilians-Universität München 16 10%
Technische Universität München 21 13%
Universität der Bundeswehr München 16 10%
FH Salzburg 8 5%
Weitere Hochschulen und Forschungseinrichtungen 8 5%
Privatwirtschaftliche Unternehmen 75 46%
Gesamt 164 100%
Über die Sieger entscheiden nun die 63 Juroren des MBPW. Am 5. März werden die besten Teams in München offiziell prämiert. Anschließend können alle Teilnehmer und auch Quereinsteiger ihre Konzepte weiter ausarbeiten und in der Development Stage – Stufe 2 (bis 25. März 2009) und der Excellence Stage – Stufe 3 (bis 17. Juni 2009) einreichen.

Über den MBPW

Der Münchener Business Plan Wettbewerb ist eine Initiative von Wirtschaft, Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Er fördert die Gründungsbereitschaft auf breiter Basis und unterstützt die Gründung innovativer Unternehmen - mit einem Schwerpunkt im Technologiebereich. Der Münchener Business Plan Wettbewerb versteht sich als ein wesentlicher Partner im Münchener Gründernetzwerk und leistet einen Beitrag zur Stärkung der Gründerkultur in der Region. Der MBPW ist einer der führenden Business Plan Wettbewerbe weltweit.

Ergebnisse der ersten zwölf Jahre des MBPW:

o Über 530 Unternehmen wurden mit Unterstützung des MBPW gegründet und finanziert.

o Über 4.250 neue Arbeitsplätze sind durch diese Unternehmen entstanden.

o Rund 554 Mio. Euro Gründungs- und Wachstumskapital wurden in diese Unternehmen investiert.

PR-Kontakt
Min Hae Larissa Kiesel
MBPW GmbH
Agnes-Pockels-Bogen 1
80636 München
Telefon: 089 – 388 38 38 – 14
Email: minhae.Kiesel@mbpw.de

Min Hae Larissa Kiesel | MBPW GmbH
Weitere Informationen:
http://www.mbpw.de
http://www.mbpw-tv.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2017: DFG und BMBF zeichnen vier Forscherinnen und sechs Forscher aus
23.02.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Eine Milliarde Euro für die Hochschulmedizin
17.02.2017 | Deutsche Hochschulmedizin e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2017

23.02.2017 | Veranstaltungen

Wie werden wir gesund alt? - Alternsforscher tagen auf interdisziplinärem Symposium in Magdeburg

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2017: DFG und BMBF zeichnen vier Forscherinnen und sechs Forscher aus

23.02.2017 | Förderungen Preise

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Planeten außerhalb unseres Sonnensystems: Bayreuther Forscher dringen tief ins Weltall vor

23.02.2017 | Physik Astronomie