Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

ICCAS der Universität Leipzig an Großprojekt OR.Net beteiligt

03.09.2012
Zum 01.09.2012 startete das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit etwa 15 Millionen Euro geförderte Großprojekt "OR.NET" mit insgesamt 41 Kooperationspartnern unter Leitung des Universitätsklinikums Heidelberg, der Technischen Universität München und der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen. Auch das Innovationszentrum für Computerassistierte Chirurgie (ICCAS), die Einrichtung an der Leipziger Medizinischen Fakultät zur Entwicklung computergestützter Assistenzsysteme im Operationssaal, ist an dem Projekt beteiligt.

Ziel des Projektes ist es, im Operationssaal die Grenzen zwischen Geräten, Funktionen und Herstellern zu überwinden. Nur so können neue Funktionen entstehen und preiswertere Lösungen gefunden werden. Derzeit kann zum Beispiel nur eine Fräse mit dem Navigationsgerät im OP kommunizieren.

Ein Austausch mit anderen Geräten ist nicht möglich. Mit dem jetzt geförderten Projekt OR.Net zur Entwicklung von zertifizierbaren, dynamischen, herstellerunabhängigen Vernetzungsmöglichkeiten bestehender und zukünftiger Geräte sowie Softwarelösungen im medizinischen Umfeld verfolgt der Bund das Ziel, die Probleme bei der Vernetzung der unterschiedlichen medizintechnischen Komponenten im OP zu lösen und dabei möglichst viele Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Krankenhäuser einzubinden, um einen möglichst breiten Konsens zu ermöglichen.

ICCAS übernimmt in diesem Großprojekt unter anderem eine wichtige Rolle im Bereich der Standardisierung technischer Normen, Prozesse und Protokolle, die für die dynamische Vernetzung von Bedeutung sind. Mit dem Aufbau eines Demonstrators im ICCAS-Operationssaal wird beispielhaft eine dynamischen Integration und Vernetzung im OP-Umfeld erprobt und dargestellt. Über eine Laufzeit von drei Jahren werden 1,3 Millionen Euro an BMBF-Fördermitteln an ICCAS zur Bearbeitung dieser Aufgabe ausgereicht.

ICCAS ist 2005 an der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig mit zwei Nachwuchsforschungsgruppen gestartet, in denen fachübergreifend an der Entwicklung computergestützter Assistenzsysteme im Operationssaal zusammengearbeitet wird. Um neue Unterstützungssysteme zu entwickeln, werden Arbeitsabläufe und Prozesse im OP analysiert. Des Weiteren werden grundlegende Forschungsergebnisse auf dem Gebiet der Informationstechnologie im OP evaluiert und Prototypen von "intelligenten" Assistenzsystemen entwickelt. ICCAS ist heute ein international wettbewerbsfähiges wissenschaftliches Zentrum und strebt mit seinen Konzepten für den digitalen OP neue Maßstäbe für die Sicherheit von Chirurgen und Patienten an.

Weitere Informationen:
Karin Weiße
Center Managerin Innovation Center Computer Assisted Surgery (ICCAS)
Telefon: +49 341 97 - 12000
E-Mail: karin.weisse@medizin.uni-leipzig.de

Susann Huster | Universität Leipzig
Weitere Informationen:
http://www.iccas.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Über zwei Millionen für bessere Bordnetze
28.04.2017 | Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

nachricht Innovationspreis 2017 der Deutschen Hochschulmedizin e.V.
24.04.2017 | Deutsche Hochschulmedizin e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie