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HSG-IMIT koordiniert europäisches Netzwerk zur Produktion smarter Systeme

18.02.2015

Das EU-Projekt SMARTER-SI soll europaweit eine neuartige Fertigungsplattform für Mikrosysteme anbieten, auf der kleine und mittlere Stückzahlen kostengünstig gefertigt werden können. Rund 5,3 Millionen Euro Fördermittel fließen in den kommenden drei Jahren in den Aufbau und die Erprobung der Plattform. Das Vorhaben wird vom Institut für Mikro- und Informationstechnik in Villingen-Schwenningen koordiniert.

Das internationale Konsortium aus sieben Forschungsinstituten aus Deutschland, der Schweiz, Spanien, Irland und Schweden sowie sieben internationalen Unternehmen und weiteren Partnern hat sich zum Ziel gesetzt, eine gemeinsame Fertigungsplattform für intelligente Systeme in kleinen Stückzahlen aufzubauen.


Wie kann das innovative System optimal gefertigt werden? Mitglieder des Konsortiums diskutieren erste Ideen.

Diese Plattform sollen kleine und mittlere Unternehmen (KMU) nutzen, um ihre Produktinnovationen preiswert und ohne langwierigen Entwicklungsaufwand zur Serienreife zu bringen. Erste Produktideen wurden bereits aufgegriffen und sollen in den nächsten drei Jahren umgesetzt werden.

Das Vorhaben fußt auf der Idee, bei den Projektpartnern vorhandene Technologiekomponenten zusammenzubringen, um gemeinsame Lösungen anzubieten. Denn auch HSG-IMIT kann nur einen kleinen Bereich der heutzutage verfügbaren Technologien abdecken.

Zahlreiche Komponenten und Teilsysteme mit hohem technologischem Reifegrad stehen bei den Projektpartnern zur Auswahl, die bereits in der Praxis erprobt wurden und in marktfähigen Produkten eingesetzt werden.

„Durch Neukombination dieser Bausteine lassen sich immer neue Funktionalitäten erreichen. Wir können uns dann auf die notwendigen Anpassungen an den Schnittstellen der Bausteine oder die Optimierung der Fertigungsverfahren konzentrieren“, beschreibt Projektinitiator Dr. Rainer Günzler vom HSG-IMIT das Anliegen von SMARTER-SI.

Mindestens sechs weitere Unternehmen sollen als Projektpartner im Laufe des Jahres 2015 noch dazukommen.

„Jedes KMU mit einer neuartigen Produktidee kann sich bewerben“, erläutert Dr. Günzler. Technologiemix, Umsetzbarkeit und nicht zuletzt das Marktpotenzial des Zielproduktes sind die Auswahlkriterien des SMARTER-SI-Konsortiums, das mit diesem Angebot Erstnutzer der neuen Fertigungsinfrastruktur gewinnen möchte.

Moritz Faller | idw - Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen:
http://www.hsg-imit.de

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