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HorsePower Hannover siegt mit Konzept für E-Rennwagen

18.11.2010
Schon wieder ein Sieg: Das Formula-Student-Team der Leibniz Universität Hannover überzeugt die Volkswagen-Fachjury

Die Erfolgsgeschichte geht weiter: Nachdem das Team im September 2010 mit seinem selbstgebauten klassischen Rennwagen mit Verbrennungsmotor das Formular Student Rennen in Barcelona mit großem Abstand gewonnen hatte, haben die Studenten nun mit ihrem Konzept für einen Rennwagen mit Elektro-Antrieb eine Jury aus Volkswagen-Experten überzeugt.

Wettbewerbs-Schirmherr Thomas Lieber, Leiter Elektrotraktion - also der elektrischen Antriebe im Fahrzeug - bei Volkswagen, begründet den Sieg des Teams der Leibniz Universität Hannover: "Das Team HorsePower hatte das beste Gesamtkonzept und ist sehr analytisch an die Antriebs- und Sicherheitsauslegung herangegangen." Volkswagen hatte für den Konzept-Wettbewerb Formula-Student-Teams eingeladen, die entweder bereits einen Wagen mit Elektroantrieb am Start gehabt oder aber angekündigt hatten, einen solchen zu entwickeln.

Die Konkurrenz für die HorsePower aus Hannover kam aus Aachen (zweiter Platz), Braunschweig (dritter Platz) und Wolfsburg. Volkswagen, so erklärt Lieber die Motivation des Unternehmens, wolle mit seinem Engagement für die "Formula Student Electric" neben den "Verbrennerteams" nun auch die Studenteninitiativen zur Elektrotraktion fördern. Sie seien für die Studenten eine hervorragende Vorbereitung auf den Berufseinstieg.

Über die fachliche Auszeichnung und das Preisgeld, das in die Entwicklung des Autos gesteckt wird, freuen sich neben den Rennfahrern und -konstrukteuren insbesondere Professor Friedrich-Wilhelm Bach, Leiter des Instituts für Werkstoffkunde, der das Team mit seinem Institut seit zwei Jahren unterstützt und es im Produktionstechnischen Zentrum der Leibniz Universität quasi beheimatet hat.

Noch vor wenigen Monaten hatte Maschinenbau-Student und HorsePower-Teamleiter Willem Tomforde (22) geklagt, dass dem Team die Elektrotechniker fehlen, um wie geplant einen Rennwagen mit Elektroantrieb zu konstruieren. Das hat sich geändert: "Wir haben im IAL, dem Institut für Antriebstechnik und Leistungselektronik von Professor Axel Mertens und Professor Bernd Ponick, ganz große Unterstützung gefunden", sagt Tomforde.

Zurzeit betreut IAL-Mitarbeiter Timur Werner dort mehrere Projekt-, Bachelor- und Masterarbeiten von "elektrotechnischen" HorsePower-Mitgliedern, die Themen wie Motorauslegung, Motorsteuerung oder Kühlsystem behandeln und direkt in das Konzept für den E-Antrieb eingeflossen sind. "Das Wichtigste war für uns: Wir präsentieren nur, was wir wirklich mit den Leuten, die wir haben, umsetzen können, und was wir auch für die nächste Saison tatsächlich bauen wollen." Für die Rennsaison 2011 konstruieren die Studenten nun erstmals zwei Wagen, einen mit Otto-Motor, einen mit elektrischem Antrieb.

| Leibniz Universität Hannover
Weitere Informationen:
http://www.uni-hannover.de

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