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Hohe Auszeichnung für RUB-Physiker: Prof. Konstantin Efetov erhält „Chaire Blaise Pascal“

12.05.2011
Als erster Forscher aus Deutschland erhält der Bochumer Festkörperphysiker Prof. Dr. Konstantin Efetov den französischen Wissenschaftspreis „Chaires internationales de recherche Blaise Pascal“.

Die Auszeichnung beinhaltet eine 12-monatige Gastprofessur in Frankreich und hat einen Sachwert von rund 200.000 Euro. Die „Chaires Blaise Pascal“ werden seit 1996 verliehen und sind die höchste Auszeichnung Frankreichs für ausländische Wissenschaftler aus allen Disziplinen.

In diesem Jahr hat die fachübergreifend besetzte Jury vier Preise vergeben, davon einen in Physik.

Hohe Auszeichnung für Bochumer Physiker
Prof. Konstantin Efetov erhält „Chaire Blaise Pascal“
Französischer Wissenschaftspreis erstmals an deutschen Forscher verliehen
Als erster Forscher aus Deutschland erhält der Bochumer Festkörperphysiker Prof. Dr. Konstantin Efetov den französischen Wissenschaftspreis „Chaires internationales de recherche Blaise Pascal“. Die Auszeichnung beinhaltet eine 12-monatige Gastprofessur in Frankreich und hat einen Sachwert von rund 200.000 Euro. Die „Chaires Blaise Pascal“ werden seit 1996 verliehen und sind die höchste Auszeichnung Frankreichs für ausländische Wissenschaftler aus allen Disziplinen. In diesem Jahr hat die fachübergreifend besetzte Jury vier Preise vergeben, davon einen in Physik.

Prof. Efetov, der an der RUB einen Lehrstuhl für Theoretische Physik inne hat, absolviert seinen Forschungsaufenthalt überwiegend im akademischen Jahr 2012/13 in Saclay bei Paris. Gemeinsam mit französischen Kollegen entwickelt er dort eine neue rechnerische Methode, die auf der Umwandlung von Elektronen in sog. bosonische Quasiteilchen basiert.

Doktoranden profitieren

Als Gastprofessor am „Institut de Physique Théorique“ in Saclay kooperiert Prof. Efetov auch mit Forschern anderer Institutionen, zum Beispiel am „Laboratoire de Physique Théorique et Modeles Statistiques“ und am „Laboratoire de Physique des Solides“, beide In Orsay, die zur Universität Paris-Sud gehören. Zudem nimmt er an einem Workshop am „Institut Henri Poincaré“ in Paris teil und hält insgesamt zehn öffentliche Vorträge über seine aktuellen Forschungsarbeiten. Während seiner Zeit in Saclay will er auch seinen Doktoranden aus Bochum längere Forschungsaufenthalte in Frankreich ermöglichen. „Ich glaube, dass das durch die sehr enge und persönliche Kooperation wesentlich effektiver für die jungen Leute ist, als wenn sie an ‚formalen‘ Austauschprogrammen teilnehmen“, sagt Prof. Efetov. Der Physiker wird im Jahr 2012 voraussichtlich neun und im Jahr 2013 drei Monate vor Ort sein.

Gesucht: neue Berechnungsmethoden

Das Forschungsgebiet von Konstantin Efetov ist die Theoretische Festkörperphysik, insbesondere die Physik ungeordneter und mesoskopischer Systeme im Größenbereich von wenigen bis zu mehreren hundert Nanometern sowie die Supraleitung und ihre Wechselwirkung mit Ferromagnetismus. In bereits bestehenden Kooperationen mit Physikern aus Saclay erforscht und berechnet Prof. Efetov auch sog. „stark korrelierte Systeme“. Ziel der Arbeit, auch in Zukunft, ist die Entwicklung neuer, effizienter Rechenmethoden für physikalische Phänomene auf molekularer Ebene. Das „Institut de Physique Théorique“ in Saclay hat Konstantin Efetov für den Wissenschaftspreis „Chaires Blaise Pascal“ nominiert. Verliehen wird der Preis vom Staat Frankreich sowie von der Region Ile-de-France.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Konstantin Efetov, Theoretische Physik III, Fakultät für Physik und Astronomie der RUB, Tel. 0234/32-24844, E-Mail: efetov@tp3.rub.de

Redaktion: Jens Wylkop

Dr. Josef König | idw
Weitere Informationen:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/

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