Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hohe Auszeichnung für Nachwuchswissenschaftlerin im Exzellenzcluster CECAD

17.07.2012
Mit dem ERC Starting Grant (European Research Council) hat die Alternsforscherin PD Dr. Aleksandra Trifunovic am Exzellenzcluster CECAD an der Universität zu Köln Projektforschungsmittel in der Höhe von 1,5 Mio EUR eingeworben.

In der Alternsforschung hat die Erforschung der Funktion der Mitochondrien, den Kraftwerken der Zellen, eine hohe Bedeutung. PD. Dr. Aleksandra Trifunovic konnte bereits den wichtigen Nachweis erbringen, dass eine Funktionsstörung der Mitochondrien im engen Zusammenhang mit Alterungsprozessen und altersassoziierten Erkrankungen steht.

Mit Hilfe der neu eingeworbenen Drittmittel wird PD Dr. Aleksandra Trifunovic diese Forschungsarbeiten weiter vorantreiben. Im Mittelpunkt ihres Forschungsprojektes steht die Untersuchung der Reaktion der Mitochondrien auf entfaltete Proteine während des Alterns.

Was sich unspektakulär anhört, hat eine hohe medizinische Bedeutung. Damit Proteine ihre Funktion ausführen können, nehmen sie eine spezielle räumliche Faltung ein. Ist dieser Prozess durch Umwelteinflüsse oder aus physiologischen Gründen gestört, falten sich die Proteine fehlerhaft. In der Folge kommt es zu Proteinverklumpungen, die im Alter zu schwerwiegenden Erkrankungen des Gehirns wie Alzheimer oder Parkinson führen.

Um Verklumpungen zu vermeiden haben die Zellen verschiedene Mechanismen damit umzugehen. PD Dr. Trifunovic wird komplementäre Strategien verfolgen, um molekulare Mechanismen und Signalwege zu identifizieren, die die Reaktion von Mitochondrien auf entfaltete Proteine steuern. Dieses Projekt soll das grundlegende Verständnis der Stressreaktion der Mitochondrien vor allem in Bezug auf die Alterungsprozesse verbessern. Ein spannendes Forschungsgebiet für Trifunovic: „Wir erhoffen uns auch neue Erkenntnisse zu den Mechanismen, die die Zellen im Allgemeinen im Gleichgewicht halten. Wir werden dazu an sog. „Modellorganismen“, z.B. 2 mm kleinen Fadewürmern, forschen. Viele Stoffwechselprozesse sind dem Menschen ähnlich, so dass wir hier wichtige Erkenntnisse gewinnen können.“

Das Forschungsprojekt ist auf fünf Jahre ausgelegt und startet im Oktober 2012. Geplant ist die Rekrutierung von einigen Doktoranden und einem Postdoc.

Das ERC-Büro wird durch die EU-Kommission gefördert. Forschungsanträge können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller Alters- und Karrierestufen stellen. Das Ziel von ERC ist, Forschungsprojekte auf dem neuesten Stand der Forschung zu fördern und damit Europa als Spitzenplatz in der internationalen Forschungslandschaft zu positionieren. Jedes Jahr werden Forschungsprojekte in einem Gesamtvolumen von 1,75 Milliarden EUR gefördert. Der ERC Starting Grant, wie er an PD Dr. Aleksandra Trifunovic geht, will exzellente Forscher/innen fördern, die sich in einer frühen Karrierephase befinden.

Kontakt für Rückfragen:
Dr. Aleksandra Trifunovic
Exzellenzcluster CECAD an der Universität zu Köln
Tel. +49 (0) 221-470-7813
aleksandra.trifunovic@uk-koeln.de
CECAD PR & Marketing
Astrid Bergmeister
Tel. + 49 (0) 221-470-5287
e-mail: astrid.bergmeister@uk-koeln.de
Andrea Pfennig
Tel. + 49 (0) 221-470-1603
andrea.pfennig@uk-koeln.de

Andrea Pfennig | idw
Weitere Informationen:
http://www.uk-koeln.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Millionen für die Virenforschung
13.01.2017 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

nachricht International ausgezeichnet! Rittal gewinnt „Cooling Oscar“
20.10.2016 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Im Focus: Mit Bindfaden und Schere - die Chromosomenverteilung in der Meiose

Was einmal fest verbunden war sollte nicht getrennt werden? Nicht so in der Meiose, der Zellteilung in der Gameten, Spermien und Eizellen entstehen. Am Anfang der Meiose hält der ringförmige Proteinkomplex Kohäsin die Chromosomenstränge, auf denen die Bauanleitung des Körpers gespeichert ist, zusammen wie ein Bindfaden. Damit am Ende jede Eizelle und jedes Spermium nur einen Chromosomensatz erhält, müssen die Bindfäden aufgeschnitten werden. Forscher vom Max-Planck-Institut für Biochemie zeigen in der Bäckerhefe wie ein auch im Menschen vorkommendes Kinase-Enzym das Aufschneiden der Kohäsinringe kontrolliert und mit dem Austritt aus der Meiose und der Gametenbildung koordiniert.

Warum sehen Kinder eigentlich ihren Eltern ähnlich? Die meisten Zellen unseres Körpers sind diploid, d.h. sie besitzen zwei Kopien von jedem Chromosom – eine...

Im Focus: Der Klang des Ozeans

Umfassende Langzeitstudie zur Geräuschkulisse im Südpolarmeer veröffentlicht

Fast drei Jahre lang haben AWI-Wissenschaftler mit Unterwasser-Mikrofonen in das Südpolarmeer hineingehorcht und einen „Chor“ aus Walen und Robben vernommen....

Im Focus: Wie man eine 80t schwere Betonschale aufbläst

An der TU Wien wurde eine Alternative zu teuren und aufwendigen Schalungen für Kuppelbauten entwickelt, die nun in einem Testbauwerk für die ÖBB-Infrastruktur umgesetzt wird.

Die Schalung für Kuppelbauten aus Beton ist normalerweise aufwändig und teuer. Eine mögliche kostengünstige und ressourcenschonende Alternative bietet die an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

14. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

12.01.2017 | Veranstaltungen

Leipziger Biogas-Fachgespräch lädt zum "Branchengespräch Biogas2020+" nach Nossen

11.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Weltweit erste Solarstraße in Frankreich eingeweiht

16.01.2017 | Energie und Elektrotechnik

Proteinforschung: Der Computer als Mikroskop

16.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Vermeintlich junger Stern entpuppt sich als galaktischer Greis

16.01.2017 | Physik Astronomie