Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hohe Auszeichnung für Freiburger Forscher

25.07.2012
Der Europäische Forschungsrat vergibt ERC Starting Grants in Höhe von 3,1 Millionen Euro für zwei zukunftsweisende Projekte
Oliver Einsle und Markus Roth von der Universität Freiburg erhalten eine der wichtigsten Förderungen Europas für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Europäische Forschungsrat (ERC) zeichnet sie mit ERC Starting Grants in Höhe von insgesamt 3,1 Millionen Euro für neue Projekte aus.

Die geförderten Wissenschaftler und ihre Projekte sind:

Prof. Dr. Oliver Einsle vom Institut für Organische Chemie und Biochemie der Universität Freiburg erhält einen ERC Starting Grant in Höhe von 1,64 Millionen Euro.

Der Biochemiker erforscht die Funktionsweise zweier umweltbedeutsamer Enzyme, die in der Natur in den Membranen spezieller Mikroorganismen vorkommen. Die Nitrogenase katalysiert die Umwandlung von Stickstoff aus der Luft in eine „fixierte“ Form und macht ihn so für Pflanzen verfügbar. Die Distickstoffmonoxid-Reduktase spaltet das klimaschädliche Gas Distickstoffmonoxid (N2O), das beim Abbau von mineralischem Dünger entsteht.
In dem geförderten Forschungsprojekt „N-ABLE“ werden diese komplexen und hochgradig sauerstoffempfindlichen Enzym-Systeme in Modellorganismen nachgebaut. Damit sollen diese nützlichen Enzyme von ihren eigentlichen Wirtsorganismen unabhängig werden und die empfindlichen enzymatischen Umwandlungen stabilisiert werden. Wenn dies gelingt, können die Erkenntnisse in der Biotechnologie genutzt werden. Der Ersatz von mineralischem Dünger und ein biologischer Abbau klimaschädlicher Verbindungen wären dann möglich.

Dr. Markus Roth, der seine Habilitation am Institut für Physik der Universität Freiburg und am Kiepenheuer Institut für Sonnenphysik vorbereitet, erhält einen ERC Starting Grant in Höhe von 1,5 Millionen Euro.

In einem 11-Jahres-Zyklus steuert der so genannte solare Dynamo die Zunahme und Abnahme des Magnetfelds der Sonne. Wenn sich das Magnetfeld ändert, entstehen Sonneruptionen, die technische Systeme im Weltraum, wie zum Beispiel Satelliten, stören können. Die Vorgänge im Sonneninneren können indirekt durch das Studium der von Sonnenbeben verursachten Wellen untersucht werden, ähnlich der Messung von Erdbebenwellen mittels eines Seismografen. Markus Roth ist Experte für die Seismologie auf der Sonne und möchte in dem geförderten 5-Jahres-Projekt mit neuen Ansätzen die Vorgänge im Inneren der Sonne und die Funktion des solaren Dynamos erforschen.

Kontakt:
Prof. Dr. Oliver Einsle
Institut für Organische Chemie und Biochemie
Tel: 0761/203-6058
E-Mail: einsle@biochemie.uni-freiburg.de

Dr. Markus Roth
Kipenheuer Institut für Sonnenphysik
Tel: 0761/3198-228
E-Mail: mroth@kis.uni-freiburg.de

Rudolf-Werner Dreier | idw
Weitere Informationen:
http://www.pr.uni-freiburg.de/pm/2012/pm.2012-07-25.199-en?set_language=en

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Millionen für die Virenforschung
13.01.2017 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

nachricht International ausgezeichnet! Rittal gewinnt „Cooling Oscar“
20.10.2016 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Im Focus: Mit Bindfaden und Schere - die Chromosomenverteilung in der Meiose

Was einmal fest verbunden war sollte nicht getrennt werden? Nicht so in der Meiose, der Zellteilung in der Gameten, Spermien und Eizellen entstehen. Am Anfang der Meiose hält der ringförmige Proteinkomplex Kohäsin die Chromosomenstränge, auf denen die Bauanleitung des Körpers gespeichert ist, zusammen wie ein Bindfaden. Damit am Ende jede Eizelle und jedes Spermium nur einen Chromosomensatz erhält, müssen die Bindfäden aufgeschnitten werden. Forscher vom Max-Planck-Institut für Biochemie zeigen in der Bäckerhefe wie ein auch im Menschen vorkommendes Kinase-Enzym das Aufschneiden der Kohäsinringe kontrolliert und mit dem Austritt aus der Meiose und der Gametenbildung koordiniert.

Warum sehen Kinder eigentlich ihren Eltern ähnlich? Die meisten Zellen unseres Körpers sind diploid, d.h. sie besitzen zwei Kopien von jedem Chromosom – eine...

Im Focus: Der Klang des Ozeans

Umfassende Langzeitstudie zur Geräuschkulisse im Südpolarmeer veröffentlicht

Fast drei Jahre lang haben AWI-Wissenschaftler mit Unterwasser-Mikrofonen in das Südpolarmeer hineingehorcht und einen „Chor“ aus Walen und Robben vernommen....

Im Focus: Wie man eine 80t schwere Betonschale aufbläst

An der TU Wien wurde eine Alternative zu teuren und aufwendigen Schalungen für Kuppelbauten entwickelt, die nun in einem Testbauwerk für die ÖBB-Infrastruktur umgesetzt wird.

Die Schalung für Kuppelbauten aus Beton ist normalerweise aufwändig und teuer. Eine mögliche kostengünstige und ressourcenschonende Alternative bietet die an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

14. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

12.01.2017 | Veranstaltungen

Leipziger Biogas-Fachgespräch lädt zum "Branchengespräch Biogas2020+" nach Nossen

11.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Weltweit erste Solarstraße in Frankreich eingeweiht

16.01.2017 | Energie und Elektrotechnik

Proteinforschung: Der Computer als Mikroskop

16.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Vermeintlich junger Stern entpuppt sich als galaktischer Greis

16.01.2017 | Physik Astronomie