Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Höchste Auszeichnung des Landes für Innovation geht an drei Spitzenforscher aus Industrie und Hochschule

19.10.2009
Der Innovationspreis des Landes Nordrhein-Westfalen: Preisträger 2009

Die Gewinner des Innovationspreises 2009 des Landes Nordrhein- Westfalen stehen fest. Den mit 100.000 Euro dotierten Preis in der Kategorie Innovation erhält Dr. Friedrich-Karl Bruder für die Entwicklung einer Spezialfolie, mit der sich qualitativ hochwertige Hologramme preisgünstig herstellen lassen.

An den jungen Kölner Spitzenforscher Dr. Oliver Schumacher geht der Preis in der Kategorie Nachwuchs für seine Forschung über die Selbstheilungskräfte der menschlichen Zellen als entscheidende Waffe im Kampf gegen den Krebs im Alter. Ebenfalls in der Kategorie Nachwuchs wird Dr. Kai Phillip Schmidt von der Technischen Universität Dortmund ausgezeichnet. Er forscht an den elementaren Grundlagen für den Bau des Supercomputers der Zukunft.

Beide Nachwuchswissenschaftler erhalten jeweils ein Preisgeld in Höhe von 50.000 Euro.

Der Preis ist der am zweithöchsten dotierte Preis für Innovationen in Deutschland. Mit ihm zeichnet das Land Nordrhein-Westfalen Menschen aus Wissenschaft und Wirtschaft aus, die sich in herausragender Weise um Forschung und Entwicklung verdient gemacht haben. Er wird von Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart am 2. November in Düsseldorf in den drei Kategorien Lebenswerk, Innovation und Nachwuchs vergeben. An der Festveranstaltung wird auch Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers teilnehmen. Der diesjährige Lebenswerkpreisträger wird am Tag der Preisverleihung vorgestellt.

Kategorie Innovation: Dr. Friedrich-Karl Bruder (47 Jahre) hat als Forscher des Unternehmens Bayer MaterialScience AG eine neue Grundlage für dreidimensionale und farbige Hologramme entwickelt. Seine Forschung ist nicht nur ein Meilenstein der optischen Technologie, sondern hat auch das Potential, die Datenspeicherung zu revolutionieren. Eine holografische Speicherdisk hat Platz für 300 Gigabyte.

Kategorie Nachwuchs: Der Kölner Alternsforscher Dr. Björn Schumacher (35 Jahre) hat entdeckt, wie sich die menschlichen Zellen selbst gegen molekulare Schäden wehren. Wenn es gelingt, dieses Schutzprogramm bewusst hervorzurufen und zu steuern, dann kann es gelingen, dann könnten Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Demenz zukünftig der Vergangenheit angehören.

Kategorie Nachwuchs: Dr. Kai Phillip Schmidt (34 Jahre) arbeitet am Supercomputer der Zukunft. Sein Ziel ist es, physikalische Erkenntnisse auf Computerprozessoren zu übertragen, um diese noch leistungsfähiger zu machen. Wenn es gelingt, käme es einem Quantensprung in der Informationstechnologie gleich. Dr. Schmidt leitet eine Forscher¬gruppe an der Technischen Universität Dortmund.

Hinweis für die Redaktionen: Druck- und sendefähiges Bild- und Filmmaterial, Lebensläufe der Preisträger, Hintergrundinformationen zu den ausgezeichneten Innovationen und Forschungsarbeiten sowie die drei Würdigungen der Preisträger finden Sie im Internet unter www.innovationspreis.nrw.de

André Zimmermann | idw
Weitere Informationen:
http://www.innovationspreis.nrw.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe
22.09.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Millionen für die Krebsforschung
20.09.2017 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie